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Fussball

Borussia Mönchengladbach: Führungsspieler wussten offenbar vorab von Eberl-Aus Bescheid

Von Christian Guinin
Max Eberl

Neue Details um den Rücktritt von Max Eberl als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach. Wie die Sport Bild berichtet, wollte der 48-Jährige schon zum Jahreswechsel zurücktreten. Auch sollen einige ausgewählte Spieler vorab vom Aus gewusst haben.

Bereits Ende September soll sich die Gladbacher Führung um Präsident Rolf Königs, Vize-Präsident Rainer Bonhof, Finanzboss Stephan Schippers, Kaderplaner Steffen Korell und Eberl zusammengesessen haben. Damals habe das Präsidium noch gehofft, den Manager von einem Verbleib bei der Borussia überzeugen zu können. Eberl aber überlegte zu dieser Zeit schon, sein Amt am 31. Dezember zur Verfügung zu stellen.

Nach einem weiteren erfolglosen Treffen kurz vor Weihnachten wurde der Entschluss des Eberl-Aus' erst unmittelbar vor der Bekanntgabe gefasst. Am Donnerstag vor knapp einer Woche soll Eberl dem Präsidium unmissverständlich mitgeteilt haben, dass er das Arbeitsverhältnis nicht mehr fortsetzen könne.

Zudem soll Eberl kurz nach der Sitzung ausgewählte Führungsspieler eingeweiht haben. Dabei handelte es sich offenbar um Kapitän Lars Stindl, Torwart Yann Sommer und Christoph Kramer. Erst am nächsten Tag sei der 48-Jährige schließlich vor die gesamte Mannschaft getreten.

Nach fünfeinhalb Jahren als Spieler, knapp vier Jahren als Nachwuchschef und mehr als 13 Jahren als Sportdirektor war Eberl am vergangenen Freitag offiziell von seinem Amt als Gladbach-Manager zurückgetreten. Als Grund gab er gesundheitliche Probleme an.

"Ich beende was, was mein Leben war. Ich muss einen Schlussstrich ziehen. Es geht gerade nicht um Fußball. Es geht gerade um mich. Ich will einfach raus", sagte Eberl auf der Pressekonferenz.

Gladbach denkt wohl über Job-Sperre nach

Was mit Eberls eigentlich bis 2026 datierten Vertrags passiert, ist noch offen. Der Gladbacher Aufsichtsrat hat im Zuge der Gespräche im Dezember dem Bericht zufolge aber den Wunsch geäußert, eine Job-Sperre von ein bis zwei Jahre in den Kontrakt zu verankern.

Eberl, der kein Gehalt mehr bezieht, soll nicht ohne weiteres abgegeben werden. Sollte es ihn aber doch zu einem anderen Klub ziehen, soll in Erwägung gezogen werden, dass eine fixe Ablösesumme vereinbart wird. Im Raum stehe eine Summe von zehn Millionen Euro, heißt es.

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