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Fussball

Bundesliga: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg stellt Forderung an Klubs

Von Gianluca Fraccalvieri
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat eine Forderung an die Klubs der Bundesliga gestellt.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat von den Vereinen der Bundesliga mehr Offenheit für weibliche Trainerinnen gefordert.

"Wir müssen Positionen schaffen. Ich würde mir wünschen, dass es in den Vereinen mehr Profile gibt. Jeder Verein müsste das im Kopf haben und den Mehrwert endlich erkennen", sagte sie im kicker-Podcast "FE:male view on football. "Die Bundesliga ist nicht bereit dafür", sagte Voss-Tecklenburg, klammert die Profis aber aus: "Die Fußballer sind dafür bereit, denen ist das egal."

Dabei sieht sie ein klares Problem bei den Klubs. "Man geht aktiv auf Trainer zu, man geht nicht aktiv auf Trainerinnen zu", beklagte die Bundestrainerin und verwies darauf, dass es in der ersten und zweiten Liga keine einzige Trainerin gebe. Imke Wübbenhorst (aktuell Co-Trainerin bei Drittligist Viktoria Köln) ist dabei die einzige Ausnahme. Selbst in der Frauen-Bundesliga gibt es aktuell mit Anne Pochert bei Carl Zeiss Jena nur eine einzige Cheftrainerin.

Diese fehlenden Aushängeschilder schätzt Voss-Tecklenburg als problematisch ein. "Frauen brauchen Vorbilder", stellt sie im Gespräch mit den beiden Moderatorinnen Valeska Homburg und Anna-Sara Lange klar. "Es gibt Frauen, die sich fragen: 'Wo ist denn meine Perspektive? Wenn ich keine realistische Chance habe, warum sollte ich es dann machen?'"

Co-Trainerin: SC Freiburg als Vorreiter?

Dabei könnte ihrer Meinung nach auch der Männerfußball von einer höheren Frauenquote profitieren. "Wir Frauen haben uns lange und zu Recht die Frage gestellt, wie wir vom Männerfußball profitieren können", sagte Voss-Tecklenburg und führte aus: "Heute sollte sich der Männerfußball die Frage stellen: Wie profitieren wir von den Frauen? Von anderen Sichtweisen, von Kompetenzen, von Unterschiedlichkeit?"

Dabei hat sie auch einen konkreten Bundesligaverein im Kopf, der mit einer Co-Trainerin als Vorreiter dienen könnte. "Ich hatte ein Gespräch mit Daniel Thioune (zuletzt Trainer des Hamburger SV, d.Red.), der meinte, dass er es sich in Freiburg vorstellen könnte", sagte Voss-Tecklenburg. "So wie wir Christian Streich erleben, der würde nicht danach schauen, welche Person da reinkommt - welches Geschlecht, welche Kultur, welches Alter. Christian Streich würde nur danach schauen: Passt die Person in unser Team?"

 

 

 

 

 

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