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Fussball

BVB - Mats Hummels über Platzverweis von Dahoud in Gladbach: "Er hat große Scheiße gebaut"

Von Jochen Tittmar

Nach der 0:1-Niederlage von Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach hat BVB-Abwehrchef Mats Hummels über den Platzverweis von Mahmoud Dahoud gesprochen - und dabei kein Blatt vor den Mund genommen.

"Er weiß, dass er große Scheiße gebaut hat. Gelb-Rot wegen Meckerns bei Rückstand in Gladbach: Dafür gibt es keine Entschuldigung", sagte Hummels bei Sky.

Dahoud war im Borussia-Park drei Minuten nach dem Tor des Tages von Denis Zakaria mit Gelb-Rot vom Platz geflogen (40.). Der Dortmunder Mittelfeldspieler kam dabei gegen Gladbachs Joe Scally zu spät und winkte danach in Richtung Schiedsrichter Deniz Aytekin ab.

Als Hummels die Szene gezeigt bekam, empfand er das Foulspiel als zu wenig für eine Gelbe-Karte: "Boah, ist das wenig. Es ist doof, dem Schiedsrichter die Chance zu geben, eine Fehlentscheidung zu treffen. Es ist doof, ihm die Chance zu geben, aber ihn dafür herunter zu schicken, ist falsch. Für mich ist es kein Platzverweis, aber er gibt dem Schiedsrichter die Gelegenheit, im Sinne der Regel Gelb zu zeigen."

Auch BVB-Trainer Marco Rose sprach nach der Partie über den Platzverweis: "Wenn im Training ein Spieler eine Schiedsrichterentscheidung von mir so beantworten würde, hätte ich auch Probleme damit. Es ist für mich aber ein Thema der Linie. Dann muss ich das in allen Bundesligaspielen und an jedem Wochenende machen. Der Grundsatz ist richtig, da müssen wir uns als Trainer und Spieler in die Pflicht nehmen. Sich aber irgendeinen heraussuchen, um ein Zeichen zu setzen - entweder alle oder niemanden!"

BVB-Coach Rose: "Ein Thema der Linie"

BVB-Sportchef Sebastian Kehl fand den Platzverweis ebenfalls überzogen. "Das kleine Abwinken kann er nicht mit Guerreiro vergleichen. Wir haben nicht gut gespielt heute, haben zu wenig gemacht. Trotzdem entscheidet so eine Aktion das Spiel", sagte er.

Schiedsrichter Aytekin begründete den Platzverweis bei Sky so: "Es kann nicht jeder machen was er will auf dem Platz. Unterm Strich war mir dieses respektlose Abwinken zu viel. Er hat es ja gar nicht nötig, da abwinken. Es war ein ganz klares Foulspiel. Dieses ständige Abwinken möchte ich nicht mehr haben, das habe ich für mich entschieden. Deswegen habe ich ein Zeichen gesetzt", sagte Aytekin, der wenige Minuten vorher schon Raphael Guerreiro ermahnt hatte, als der nach einem Pfiff Aytekins vehement abgewunken hatte.

Hummels äußerte sich auch zum Spiel an sich, bei dem Dortmund auf die angeschlagenen Marco Reus (Kapselreizung im Knie) und Erling Haaland (muskuläre Probleme) verzichten musste. "Erling und Marco haben natürlich heute sehr gefehlt. Ein Ticken mehr Härte und Willen hätte es schon gebraucht. Uns hat offensiv die Durchschlagskraft gefehlt. Wir hätten ein bisschen mehr Körperlichkeit gebraucht", sagte der 32-Jährige.

Mit der defensiven Leistungen und dem Engagement war Hummels jedoch einverstanden: "In den Defensivzweikämpfen waren wir gut da, in der zweiten Halbzeit haben wir es engagiert und diszipliniert gemacht. Da hatten wir drei, vier, fünf Situationen, nichts Zwingendes, aber wir haben eine gute Willensleistung gezeigt."

 

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