Fussball

BVB-Boss Watzke stellt Zorc-Plädoyer für Bundesliga-Unterbrechung klar: Nur "perspektivische Überlegungen"

SID
Äußerten sich beide zu einer möglichen Unterbrechung der Bundesliga vor dem Revierderby gegen Schalke 04 am Wochenende: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc.

Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund hält die Absage und Verschiebung von gesamten Spieltagen der Bundesliga angesichts der Coronakrise für eine mögliche Variante und auch die sofortige Unterbrechung für eine plausible Lösung. BVB-Geschäftführer Hans-Joachim Watzke reagierte darauf und stellte klar, dass "niemand bei Borussia Dortmund" gesagt habe, dass die Liga "jetzt sofort pausieren soll".

"Es gibt ja keine Blaupause, wie man mit so einer Lage umgeht. Das ist für alle und jeden neu, und die Situation hat eine unglaubliche Dynamik. Aber wenn ich sehe, dass die spanische und die italienische Liga ab sofort pausieren, obwohl die mit ihren 20 Erstliga-Vereinen ja noch mehr Spieltage und deshalb größere Terminprobleme haben, frage ich: Warum sollten wir es nicht genauso machen können", hatte Zorc der Süddeutschen Zeitung gesagt.

Damit brachte der Sportdirekor eine Absage des kommenden und am Freitag beginnenden 26. Spieltags ins Spiel. Am kommenden Samstag trifft der BVB im Revierderby ohne Zuschauer auf Schalke 04.

"Es ging um perspektivische Überlegungen, nicht um den nächsten Spieltag", erklärte Watzke wenig später in der WAZ bezüglich der Zorc-Aussagen. "Niemand bei Borussia Dortmund - auch nicht Michael Zorc - hat gesagt, dass die Bundesliga jetzt sofort pausieren soll."

Zorc selbst rückte wenig später ebenfalls von einer Unterbrechung ab. "Diese Situation kann so extrem und so außergewöhnlich werden, dass wir perspektivisch möglicherweise mehr Flexibilität benötigen", stellte der 57-Jährige richtig: "Es könnte auf Sicht um Verschiebungen von Partien gehen. In eine Zeit, in der es gesundheitlich weniger problematisch ist."

BVB-Sportdirektor Zorc: Eine Verschiebung "würde uns Luft schaffen"

Außerdem forderte Zorc mehr terminliche Flexibilität in den internationalen Wettbewerben der UEFA. "Wir haben natürlich einige heilige Kühe im internationalen Rahmenkalender, dass nämlich das Champions-League-Finale oder in diesem Jahr auch die Europameisterschaft zu fest bestimmten Terminen durchgezogen werden sollen. Aber diese Situation ist so extrem und so außergewöhnlich, dass wir auch solche Termine nun natürlich in Frage stellen müssen", sagte Zorc.

Eine Verschiebung "würde uns Luft schaffen, um geordnet und angemessen den Spielbetrieb jetzt zu unterbrechen. Und erst wieder zu spielen, wenn die Sicherheit und Gesundheit von allen Beteiligten wieder zu gewährleisten ist."

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