Fussball

BVB-Neuzugang Emre Can kritisiert Defensivverhalten nach 3:4-Pleite in Leverkusen: "Wir müssen dreckiger sein"

Von SPOX
Frust pur nach einem eigentlich gelungenen Startelf-Debüt: die BVB-Spieler Mats Hummels und Emre Can nach einem Gegentor gegen Bayer Leverkusen.

Borussia Dortmunds Winterneuzugang Emre Can hat nach der 3:4-Niederlage des BVB bei Bayer 04 Leverkusen das Verhalten der Mannschaft bei einer eigenen Führung kritisiert. Dabei schloss sich der Nationalspieler explizit in diese Kritik ein.

"Die Mannschaft hat extremes Potenzial, aber sie muss eins lernen: Wenn wir in Führung gehen, müssen wir auf gut deutsch gesagt dreckiger sein und auch mal ein Foul ziehen", sagte Can kurz nach Spielende am Sky-Mikrofon: "Wir führen, spielen schönen Offensivfußball, aber defensiv müssen wir alle zusammen besser spielen."

Der BVB hatte zuvor gegen Leverkusen zum wiederholten Male eine Führung sogar zweimal verspielt. Kurz vor der Pause kassierten die Dortmunder nach einer Standardsituation das 2:2 durch Kevin Volland und auch die erneute Führung von Raphael Guerreiro reichte am Ende nicht zu einem Punktgewinn.

Can betonte diesbezüglich explizit, keine einzelen Spieler herausnehmen zu wollen, sondern "die gesamte Mannschaft von vorne bis hinten" zu meinen. Seine Schlussfolgerung: "Erstmal musst du gut verteidigen, um ein Spiel zu gewinnen."

BVB-Star Emre Can über Traumtor: "Bringt mir auch nichts"

Der 26-Jährige hatte in Leverkusen sein erstes Spiel für die Schwarzgelben von Beginn an gemacht und mit einem herrlichen Distanzschuss aus rund 30 Metern die zwischenzeitliche 2:1-Führung erzielt.

"Das bringt mir auch nichts", sagte Can angesprochen auf sein Traumtor in der 33. Minute. Das Spiel sei ohnehin nicht einfach für ihn gewesen, aufgrund der wenigen Spielpraxis, die er bei Juve unter Trainer Maurizio Sarri bekommen hatte. "Ich kann besser spielen und der Mannschaft besser helfen", sagte er über seine eigene Leistung.

Die nahm in der Schlussphase eine unglückliche Wendung, als Can zwar per Rettungs-Grätsche im eigenen Sechzehner gegen den einschussbereiten Volland klärte, aber unfreiwillig für Leon Bailey auflegte, der anschließend das 3:3 markierte: "Ich hatte keine andere Möglichkeit, um zu klären. Dumm gelaufen"

Sportdirektor Michael Zorc stimmte dem im Winter von Juventus verpflichteten Mittelfeldspieler wenig später bezüglich seiner Forderung, dreckiger spielen zu müssen zu und gab an, dass die Mannschaft "in den entscheidenden Momenten einfach zu passiv" gewesen sei.

BVB-Sportdirektor Zorc: "Schaffen es nicht, das Ding zu killen"

"Wir gestatten es dem Gegner, einfache Tore zu schießen, das war auch schon in Bremen der Fall", monierte Zorc, dem darüber hinaus die Auswärtsschwäche der Dortmunder ein Dorn im Auge ist. Alle sieben Saisonniederlagen in der laufenden Saison kassierte der BVB in der Fremde.

"Zuhause sind wir eine absolute Macht und gewinnen die meisten Spiele auch souverän", erklärte Zorc. Es sei zwar normal, dass man im eigenen Stadion eine bessere Bilanz habe, für Zorc sei es aber dennoch "teil des Problems, dass wir es auswärts nicht schaffen, das Ding einzutüten und zu killen".

Borussia Dortmund in der Bundesliga-Tabelle auf Platz 3

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.Bayern München2058:233542
2.RB Leipzig2053:252841
3.Borussia Dortmund2159:322739
4.Borussia M'gladbach2038:231539
5.Bayer Leverkusen2135:27837

 

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