Fussball

Sommerlicher Wahnsinn am Main

Eintracht Frankfurt hat insgesamt zehn neue Spieler im Profikader

Wie jedes Jahr basteln die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt auch in diesem Sommer wie verrückt am Kader für die neue Saison. Stolze sieben bzw. acht Neuzugänge haben die Adler schon unter Dach und Fach gebracht - darunter den vermeintlichen Rekordtransfer. Zusätzlich wurden noch drei eigene Nachwuchsspieler mit einem Profivertrag ausgestattet. Ein Überblick.

Eintracht Frankfurts fixe Neuzugänge

SpielerAlterPositionehemaliger Vereinkolportierte Ablösesumme
Sebastien Haller23AngriffFC Utrecht6-7 Millionen Euro
Daichi Kamada20MittelfeldSagan Tosu1-2 Millionen Euro
Danny da Costa23AbwehrBayer Leverkusenrund 1 Million Euro
Carlos Salcedo23AbwehrGuadalajaraLeihe (450.000 Euro) mit Kaufoption
Gelson Fernandes30MittelfeldStade Rennes500.000 Euro
Jan Zimmermann32Torwart1860 Münchenablösefrei
Luka Jovic19AngriffBenficaLeihe mit Kaufoption
Nelson Mandela Mbouhom18AngriffFrankfurt Jugend-
Renat Dadashov18AngriffFrankfurt Jugend-
Noel Knothe18AbwehrFrankfurt Jugend-

Jan Zimmermann (32, Torwart) - ehemaliger Verein: TSV 1860 München

Die Aufgabe von Zimmermann ist schnell erklärt: Der Keeper soll Stammtorwart Hradecky den Rücken frei halten, ihn im Training pushen und zur Stellen sein, wenn der Finne mal ausfällt. Der klassische Backup eben.

"Er ist wie ich ein positiver Typ, wir sind auf gleicher Wellenlänge", lobte Zimmermann Hradecky. Die Situation ist für den 32-Jährigen, der momentan wegen einer Wunde zwei Wochen pausieren muss, aber längst kein Grund, sich nur auf die faule Haut zu legen. "Ich bin nicht gekommen, um mich hier auf der Couch auszuruhen."

Die ihm zugewiesene Rolle hat der Rückkehrer dennoch ohne Faxen angenommen, überhaupt freut sich der Ex-Löwe nach seiner verkorksten Zeit in München darüber, nach über zehn Jahren endlich wieder in der Mainmetropole zu spielen. "Als die Eintracht angerufen hat, musste ich nicht lange überlegen. (...) Hier spüre ich ein ganz anderes Wir-Gefühl und Miteinander", wird er von der Frankfurter Neuen Presse zitiert. Klingt nach dem Anfang einer harmonischen Zusammenarbeit.

Nelson Mandela Mbouom, Renat Dadashov, Noel Knothe - aus der Jugend

Bislang haben die Frankfurter drei Jugendspieler mit einem Profivertrag ausgestattet. Erst unter der Woche durfte sich Nelson Mandela Mbouhom über seine Beförderung freuen.

"Nelson ist ein super Junge, der uns in den Jugendmannschaften viel Freude bereitet hat. Wir freuen uns sehr, dass wir ihm den nächsten Schritt ermöglichen können - er verfügt über ein unglaubliches Potenzial", begründete Sportdirektor Bruno Hübner den bis 2019 laufenden Profivertrag. Der 18-jährige Angreifer lernte in Barcelonas Nachwuchssschmiede La Masia das Kicken, ehe er 2013/14 in die SGE-Jugend wechselte.

Turbulenter verlief der fußballerische Werdegang von Dadashov. Das Sturmtalent, das seinerzeit für die deutsche U17 in 15 Einsätzen bärenstarke 13 Tore erzielte, wechselte 2013 von Wehen Wiesbaden nach Frankfurt, ehe es ihn 2014 nach Leipzig verschlug. Das Pikante: Wie die Bild schreibt, soll er dort mit zarten 14 Jahren angeblich bereits 2500 Euro monatlich bekommen haben.

Nachdem er wenige Jahre später wegen Differenzen mit dem U19-Trainer Achim Beierlorzer in Leipzig rausflog, nahm ihn die SGE wieder auf. So groß ist das Vertrauen in sein Talent. Berichten zufolge soll auch der aserbaidschanische Verband mit harten Bandagen um ihm kämpfen und ihm 900.000 Euro plus Eigenheim angeboten haben.

In Frankfurt kann der mittlerweile 18-Jährige nun beweisen, wie groß sein Talent tatsächlich ist und ob es für eine Karriere in der Bundesliga reicht.

Der dritte Teenager im Bunde hört auf den Namen Noel Knothe (18) und ist in der Abwehr beheimatet. Wie Dadashov ist auch Knothe, der 2014 von der Jugend des Lokalrivalen FSV zur Eintracht stieß, bis 2020 gebunden.

"Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Es macht mich unheimlich stolz, dass die Eintracht mir einen Vertrag gibt und ich in dem Stadion spielen kann, in dem ich als Kind auf der Tribüne gesessen habe", freute er sich bei seiner Vertragsunterzeichnung.

Knothe könnte davon profitieren, dass die quantitative Konkurrenz in der Abwehr durchaus überschaubar ist und Cheftrainer Niko Kovac seine Mannschaft häufig mit drei Innenverteidigern auf den Platz schickt. So ist es nicht ausgeschlossen, dass Knothe die eine oder andere Spielminute sammeln wird.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung