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Fussball

Watzke: "Tuchel? Seit Wochen das Gleiche"

Von Ben Barthmann
Hans-Joachim Watzke und Thomas Tuchel werden sich nach der Saison zusammensetzen

Jüngste Aussagen von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu Trainer Thomas Tuchel sorgten für Aufregung. Watzke beruhigt die Lage nicht, sondern verweist auf Gespräch am Saisonende.

"Da sage ich seit drei Wochen immer das Gleiche, aber das interessiert ja keinen: Wir setzen uns nach der Saison zusammen und besprechen, wie es weitergeht", erklärte Watzke im Rahmen eines Vortrags zum Trainerthema in Dortmund.

Tage zuvor hatte er in einem Interview Differenzen mit Tuchel öffentlich gemacht. "Wir führen diese Diskussion aktuell nicht, mehr möchte ich dazu auch nicht sagen. Ganz egal, wie ich mich ansonsten äußere: Es würde das geplante Gespräch mit Thomas Tuchel vorbelasten", so Watzke nun.

Der Geschäftsführer sprach im Rahmen seines Vortrags vor allem über die "gesellschaftliche Rolle der Bundesliga." Dabei stellte er fest: "Die gesellschaftliche Rolle des Fußballs ist heutzutage so groß wie nie zuvor." Der Fußball habe sich obendrein vom Männersport zum Familiensport entwickelt.

"Fußball muss bezahlbar bleiben"

Aktuelle Entwicklungen sieht Watzke jedoch kritisch. "Der Deutsche ist grundsätzlich sehr bindungsstark und möchte immer das Gefühl haben, Teil einer Entwicklung und nicht nur zahlender Kunde zu sein", stellt er fest. Das wäre für das Geschäftsmodell in der Bundesliga zu berücksichtigen.

"Fußball muss bezahlbar bleiben", führt Watzke an. Er meint: "Investoren sind die größte Gefahr für den Fußball. [...] Als Sponsor lasse ich dem Verein Geld zukommen, als Investor hingegen möchte ich den gesamten Klub besitzen und irgendwann auch mein Geld zurückhaben."

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Investoren im Fußball würden für Preissteigerungen sorgen und damit den Fußball nur noch für eine Elite schaffen. Negativbeispiel ist für Watzke die Premier League. Er setzt deshalb auf die "50+1-Regelung, damit der Verein die strategische Mehrheit behält und die Mitbestimmung der Mitglieder und der Fußball als Kulturgut erhalten bleiben."

Öffnung nach Asien ohne Alternative

Gleichwohl sieht er eine Öffnung zum internationalen Markt aber als alternativlos an. Besonders in Asien: "Das sind unfassbare Märkte dort, auf denen wir Präsenz zeigen müssen." Ein Webcam-Video von Stadionsprecher Norbert Dickel habe kürzlich 1,3 Millionen Menschen in China erreicht.

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Somit steht Watzke auch dem chinesischen Fußball offen gegenüber. "Bis jetzt habe ich ohnehin das Gefühl, dass alle Klubs ganz froh sind, wenn ein chinesischer Klub sich meldet, weil dann eine riesige Ablösesumme lockt", führt er aus.

Obendrein ist für Watzke eines klar: "Der erste Verein in Europa, der einen Chinesen findet, der wirklich kicken kann, hat gewonnen (lacht). Aber das ist nicht so einfach, da werden sämtliche Scouts bereits alles abgegrast haben."

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