Boateng: "Positiv nach vorne gucken"

SID
Jerome Boateng will hart für sein Comeback arbeiten
© getty

Jerome Boateng lächelte tapfer und streckte den Daumen der rechten Hand nach oben: Der verletzte Weltmeister war vier Tage nach seinem Muskelbündelriss im Adduktorenbereich bemüht, Optimismus zu verbreiten. Am Dienstag begann für den 27 Jahre alten Abwehrchef des FC Bayern die langwierige Rehabilitation und der Wettlauf gegen die Zeit bis zur EURO im Juni.

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"Ich bin natürlich enttäuscht, das ist schon ein schwerer Schlag. Aber jetzt versuche ich natürlich, so schnell wie möglich wieder auf den Platz zu kommen. Ich brauche ein bisschen Geduld, aber ich versuche, positiv nach vorne zu gucken", sagte Boateng im Gespräch mit FCB.tv.

Von seinen Mitspielern habe er nach der beim 2:1 zum Rückrundenauftakt in Hamburg erlittenen Verletzung "positive Worte bekommen". Das sei natürlich "eine schöne Geste, aber in nächster Zeit wird es etwas schwierig, wenn ich die Jungs spielen sehe".

Es fehle ein "wichtiger Spieler", betonte Kapitän Philipp Lahm, "deshalb wünschen wir uns, dass er so bald wie möglich wieder auf dem Platz steht".

Pausendauer noch unklar

Wie lange Boateng ausfallen wird, ist offen. Der FC Bayern hatte bislang nur vage von einer "längeren Pause" geschrieben. Der Innenverteidiger soll aber wohl mindestens drei Monate nicht zur Verfügung stehen, da auch die Sehne betroffen sein soll.

Bundestrainer Joachim Löw rechnet bei der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) dennoch weiter fest mit seinem Abwehrchef. Er werde Boateng "die Tür solange wie möglich offenhalten", sagte Löw am Montag: "Jerome ist eine Kämpfernatur und arbeitet top professionell, er hat den Willen und die Einstellung, alles dafür zu tun. Er braucht nun auch Geduld und sollte sich nicht unter Druck setzen. Wir werden ihn unterstützen."

Jerome Boateng im Steckbrief

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