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Fussball

Bürki: Im Strafraum "böser werden"

Von Adrian Franke
Roman Bürki findet sich inzwischen sehr gut in der Bundesliga zurecht
© getty

Roman Bürki hat sich nach seinem Wechsel von den Grasshopper Zürich zum SC Freiburg im Breisgau schnell etabliert und in die Herzen der Fans gespielt. Der Torhüter sprach jetzt über die hohen Ansprüche, seine Nervosität und die Freiburger Chancen auf den ersten Saisonsieg.

"Defensiv stehen wir im Großen und Ganzen gut. Vorne fehlen oft noch der letzte Pass und die letzte Überzeugung, das Tor erzielen zu wollen. Wir müssen im Strafraum ein bisschen böser werden, die Tore aggressiv erzwingen und erkämpfen", forderte der Juniorennationalspieler im "Kicker": "Klar ist, dass wir jetzt auch Auswärtsspiele gewinnen müssen. Die Zeit ist reif für den ersten Sieg."

Er selbst tue alles dafür: "Ich habe hart an mir gearbeitet, um weiterzukommen und dem Team helfen zu können. Für mich ist es wichtig, meine Leistung konstant abzurufen und mein Spiel zu spielen, unabhängig davon, ob die Mannschaft einen guten oder schlechten Tag hat."

Dennoch gab Bürki zu, vor allem am Anfang nervös gewesen zu sein: "Vor dem ersten Spiel in Frankfurt war ich nervöser als sonst. Das habe ich bei meiner Spielweise auch gemerkt, da ich nicht so offensiv stand wie in den folgenden Partien. Aber ich bereitete mich sehr gut vor und hatte nie Angst, dass mir ein Konzentrationsfehler unterlaufen könnte."

"Bin noch in der Eingewöhnungsphase"

Mittlerweile habe er sich aber "zu 100 Prozent auf die Bundesliga eingestellt und weiß, dass du dir keine Fehler als Torhüter erlauben darfst", so der Schweizer. Die Unterschiede zu seiner Heimat seien unbestreitbar: "Die Intensität ist höher, wir trainieren mehr als in Zürich. Ich bin da noch in der Eingewöhnungsphase, komme aber sehr schnell voran."

Darüber hinaus sei im Spiel "alles schneller, man steht mehr im Fokus, spielt gegen Stars wie Kagawa oder demnächst Robben. Es ist überragend, Teil dieses Teams zu sein."

"Will meine eigene Geschichte schreiben"

Daran haben auch die Fans ihren Anteil, im Stadion wird der 23-Jährige regelmäßig vom Freiburger Anhang gefeiert. "Mir war klar, dass Freiburg einen super Torwart hatte, der seine Sache sehr gut gemacht hat. Aber es war nicht mein Ziel, ein zweiter Oli Baumann zu werden. Er hat seine Geschichte geschrieben, jetzt will ich am liebsten meine eigene Geschichte schreiben", betonte Bürki.

Deshalb wolle er seinen Vorgänger auch nicht kopieren, "sondern bleibe meinem Spiel treu. Das ist mir bis jetzt sehr gut gelungen."

Roman Bürki im Steckbrief

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