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Fussball

Hunt: Wir haben Schaaf auf dem Gewissen

Von Adrian Bohrdt
Waren jahrelang ein Team: Ex-Bremen Trainer Thomas Schaaf und Kapitän Aaron Hunt
© getty

Werders Aaron Hunt hat ob des Abgangs von Trainer Thomas Schaaf die Mannschaft in die Pflicht genommen. Der 26-Jährige sieht Werder jetzt vor einer schwierigen Saison.

Kevin De Bruyne und Sokratis sind weg: Aaron Hunt sieht schwere Zeiten auf Werder Bremen zukommen. Der 26-Jährige sprach sich für die zuletzt suspendierten Eljero Elia und Marko Arnautovic aus und stellte klar, dass die Mannschaft für den Abgang von Trainer Thomas Schaaf mitverantwortlich ist.

Nach 14 Jahren in Bremen musste Thomas Schaaf seinen Hut nehmen. "Auf jeden Fall wäre er noch da, wenn wir erfolgreicher gewesen wären. Darum können Kritiker diese Behauptung aufstellen", antwortete Hunt in der "Sport Bild" auf die Frage, ob die Mannschaft den Trainer auf dem Gewissen habe. Am 14. Mai, wenige Tage nachdem Werder den Klassenerhalt sichergestellt hatte, trennten sich Schaaf und Werder Bremen mit sofortiger Wirkung im gegenseitigen Einvernehmen. Die ganze Saison über hatte es aufgrund der schwachen Leistungen in den Medien Kritik an Schaaf gegeben.

Allerdings stellte Hunt klar: "Bei uns hat keiner gegen den Trainer gespielt. Die Harmonie zwischen Thomas Schaaf und der Mannschaft stimmte." Dann habe es die im Fußball üblichen Mechanismen gegeben: "Aber wenn es im Fußball nicht läuft, werden zuallererst beim Trainer die Gründe gesucht. So haben wir das monatelang in Bremen erlebt. Es hieß doch nur noch: Ist das jetzt sein letztes Spiel? Ich fand es respektlos ihm gegenüber."

"Das wird sicher eine schwierige Saison"

In der abgelaufenen Saison wurde Bremen mit 34 Punkten lediglich 14. und lag am Ende nur drei Zähler vor dem Relegationsplatz. Dementsprechend warnte Hunt vor der kommenden Spielzeit: "Das wird sicher eine schwierige Saison, das muss man ehrlich ansprechen. Wir haben mit Mühe und Not vergangene Saison den Klassenerhalt geschafft."

Immerhin muss Bremen vor der kommenden Saison die Abgänge von Kevin De Bruyne (zehn Tore, neun Vorlagen in der abgelaufenen Saison), der nach seinem Leihgeschäft zurück zum FC Chelsea geht, sowie von Innenverteidiger Sokratis (nach Dortmund) verkraften. Neben gutem Ersatz für die abwandernden Leistungsträger hofft Hunt jetzt auf "zusätzliche Qualität für den Kader. Aber ich vertraue unserem Manager Thomas Eichin und Trainer Robin Dutt".

Plädoyer für Arnautovic und Elia

Darüber hinaus sprach sich der Mittelfeldspieler für eine weitere Chance für Marko Arnautovic und Eljero Elia aus. Beide waren in der Endphase der vergangenen Saison aufgrund einer nächtlichen Spritztour suspendiert worden. "Ich kann nur sagen, dass es von Eljero Elia der erste große Fehler war. Und jeder hat aus meiner Sicht eine zweite Chance verdient", erklärte Hunt.

"Marko Arnautovic hat sicher das eine oder andere mehr falsch gemacht, aber im Kern ist er ein guter Junge. Dazu sind beide wichtige Spieler für uns, sie haben Klasse. Sie hätten beide eine neue Chance verdient." Beide würden, so Hunt weiter, die Unterstützung der Mannschaft bekommen.

Hunt selbst war in der abgelaufenen Spielzeit gemeinsam mit Nils Petersen mit elf Toren bester Torschütze der Bremer. In 28 Bundesliga-Spielen bereitete der 26-Jährige außerdem sechs weitere Treffer vor. Sein Vertrag bei Werder läuft noch bis 2014.

Aaron Hunt im Steckbrief

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