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Fussball

Hoeneß: Guardiola wollte zuerst Neymar holen

Von Nikolai Mende
Barca und nicht Bayern. Neymar wird nächstes Jahr in Spanien auf Torejagd gehen
© getty

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat auf einer Podiumsveranstaltung angedeutet, dass Pep Guardiolas Wunschspieler der Brasilianer Neymar gewesen sei. Aufgrund der schlechten Erfahrungen mit Direktimporten aus Südamerika hätten die Bosse ihn jedoch umgestimmt.

Präsident Uli Hoeneß vom FC Bayern München hat bei einer Gesprächsrunde des Computerverlags "IDG Communications Media AG" verraten, dass der zukünftige Trainer Pep Guardiola ursprünglich den brasilianischen Nationalspieler Neymar unter Vertrag nehmen wollte. Aufgrund der schlechten Erfahrungen mit Breno lehnte die Vereinsführung dies jedoch ab und verpflichtete stattdessen Mario Götze von Borussia Dortmund.

"Guardiola hatte gewisse Vorstellungen, einen jungen brasilianischen Spieler zu kaufen. Aber wir waren in der Vergangenheit nicht so gut gelegen mit jungen Brasilianern", erklärte Hoeneß. "Wenn du dann einen holst, der 20 oder 30 Millionen Euro oder mehr kostet, dann ist es extrem schwierig. Wir haben es im Fall Breno erlebt.

"Götze ähnlich wie Neymar"

Deshalb habe man sich für das Dortmunder Juwel entschieden: "Und weil er einen ähnlichen Spieler haben wollte, sind wir dann auf Mario Götze gekommen", so der Präsident weiter.

Götze wechselt zum 1. Juli für eine festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro vom BVB nach München. Beim BVB gehörte der Mittelfeldspieler mit zwei Toren und acht Vorlagen in elf Spielen zu den besten Akteuren in der abgelaufenen Champions-League-Spielzeit. Neymar hatte am Montag einen Vertrag beim FC Barcelona unterschrieben.

Vater: Neymar zögerte wegen Bayern

Für den Brasilianer Neymar war der FC Bayern München scheinbar eine ernsthafte Option. Der 21-Jährige soll seinem Vater zufolge wegen des Interesses der Münchner gezögert haben, ehe er sich letztlich für einen Wechsel zum FC Barcelona entschied.

"Bei Bayern wird Guardiola sein. Für Neymar wäre es eine tolle Sache gewesen, unter Pep zu trainieren und zu spielen, weil die Entwicklungsmöglichkeiten unter diesem Trainer enorm gewesen wären", betonte Neymars Vater Neymar da Silva Santos gegenüber der brasilianischen Sport-Website "GloboEsporto".

Demnach habe das Interesse des FC Bayern Neymar ernsthaft zum Nachdenken gebracht. Am Ende entschied er sich aber für den FC Barcelona, wo er am Montag einen Vertrag unterschrieb: "Es spielt auch eine Rolle, welchen Fußball eine Mannschaft spielt, wie das Klima in der Stadt ist. Auch diese Dinge zählen. Er hat auf sein Herz gehört und sich für Barca entschieden."

Interesse aus Madrid und London

Bereits Ende Februar hatte Neymar öffentlich zugegeben, dass ein Wechsel nach München durchaus denkbar sei: "Das ist ein großer Verein von außergewöhnlicher Qualität. Ich könnte mir Bayern München durchaus vorstellen. Es gibt jetzt nichts, was dagegen spricht."

Neben dem FC Bayern hatte auch Real Madrid großes Interesse an einer Verpflichtung des 21-Jährigen, das finanziell attraktivste Angebot kam laut der spanischen Zeitung "Sport" aber vom FC Chelsea. Barca-Trainer Tito Vilanova betonte deshalb, Neymar habe sich "für ein sportliches und kein finanzielles Projekt" entschieden.

In der vergangenen Saison gelangen Neymar für den FC Santos in der brasilianischen Liga 14 Tore und acht Vorlagen in 17 Spielen. In der Copa Libertadores erzielte er acht Tore in zwölf Partien.

Neymar im Steckbrief

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