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Fussball

"Wir vergleichen uns nicht mit dem FC Bayern“

Von Mario Janosec
Michael Zorc kann die Vergleiche nicht mehr hören
© Getty

Nun sind es bereits neun Punkte, die Meister Borussia Dortmund auf den zurzeit groß aufspielenden FC Bayern München nach der Länderspielpause aufzuholen hat. Zuletzt gab es erneut nur eine Punkteteilung - das 1:1-Remis gegen Hannover 96 am vergangenen Wochenende war bereits das dritte Unentschieden der Schwarz-Gelben in der laufenden Spielzeit. Die Konzentration liegt aber weiterhin einzig und allein auf der "eigenen Saison".

Eine der Ursachen für den holprigen Start des BVB ist die schwache Punkteausbeute auf fremdem Platz. In vier Auswärtsspielen gelang der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp bislang nicht ein einziger Sieg. In Hannover war man kurz davor, bis Mame Diouf vier Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit doch noch für den Ausgleich aus Sicht der 96er sorgte.

Auch Borussias Sportdirektor Michael Zorc ist dieses Manko nicht entgangen: "Wir spielen in meinen Augen besser Fußball als in der vergangenen Saison zum selben Zeitpunkt. Nur haben wir trotz unserer Überlegenheit und Chancen auswärts zu viele Zähler liegen lassen", wird der 50-Jährige von "Bild" zitiert.

"Spielen unsere eigene Saison"

Der Blick auf die aktuelle Tabellensituation inklusive des Neun-Punkte-Rückstands auf die Überflieger aus München lässt den Manager aber (noch) kalt. Genervt sei er nur von den ständigen medialen Vergleichen zwischen seiner Mannschaft und dem Team von der Säbener Straße: "Warum wird nicht endlich einmal akzeptiert, dass wir uns nicht permanent mit Bayern München vergleichen? Das haben wir in der vergangenen Saison nicht getan, als wir acht Punkte vor dem FC Bayern standen - und wir machen es auch jetzt in einer Situation nicht, in der wir neun Punkte Rückstand aufweisen. Wir spielen unsere eigene Saison", stellte Zorc klar, der sich zudem auch als fairer Sportsmann präsentierte: "Bayerns Punkteausbeute ist derzeit einfach optimal", sagte er anerkennend.

Klopp bleibt "mindestens bis 2016"

Zu der immer häufiger aufkommenden Diskussion über Borussias Trainer Jürgen Klopp und einem möglichen Engagement als Bundestrainer äußerte sich Zorc ebenfalls. Demnach komme ein Abschied vor Ablauf seines Vertrages nicht in Frage: "Jürgen wird mindestens bis 2016 bei uns bleiben und vielleicht noch darüber hinaus. Das ist im Fußball eine sehr lange Zeit."

Zorc, der als aktiver Spieler nur für den BVB kickte und es in seiner 18-jährigen Karriere insgesamt auf 463 Spiele brachte, zeigt sich zudem sehr erfreut über die bisherigen Leistungen des 17-Millionen-Neuzugangs Marco Reus: "Er ist unser bester Torschütze (7 Treffer, Anm. d. Red.). Wir sind unheimlich zufrieden mit Marco, denn er spielt bislang eine richtig gute Saison."

Dennoch kann es nicht immer eine One-Man-Show geben: "Wir können von dem Jungen aber nicht erwarten, dass er jedes Spiel für uns entscheidet", so Zorc abschließend.

Michael Zorc im Steckbrief

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