-->
Cookie-Einstellungen
Fussball

Hinten rechts ist viel Betrieb

Von SPOX
Atsuto Uchida (r.) hat sich beim FC Schalke auf der rechten Verteidigerposition festgebissen
© Getty

Auf Schalke, beim VfB und in Hamburg gibt es Trubel um die Rechtsverteidiger. Hoffenheim hat einen der besten Allrounder der Liga und Freiburg ein echtes Personalproblem.

VfB Stuttgart: Der VfB scheint sich allmählich zu stabilisieren, so richtig trauen mag dem zarten Aufwärtstrend aber noch niemand. Dafür wird hinter den Kulissen schon die Kaderplanung vorangetrieben. Die Position des rechten Verteidigers ist da unter anderem eine Planstelle. Die Idealbesetzung ist dort noch längst nicht gefunden, entweder sind die Kandidaten verletzt (Degen, Boulahrouz), müssen auf einer anderen Position spielen (Träsch) oder machen einen allenfalls soliden Job (Celozzi). Also schwirrt der Name des Duisburger Senkrechtstarters Julian Koch durchs rote Haus. VfB-Sportdirektor Jochen Schneider: "Das ist wirklich ein sehr interessanter Mann, den wir schon beobachtet haben." Koch ist in dieser Saison von Borussia Dortmund an Duisburg ausgeliehen, hat beim BVB noch einen Vertrag bis 2012.

FC Schalke 04: Die Knappen haben ja weiterhin jede Menge Probleme, wenn auch in einigen Sparten langsam Besserung in Sicht ist. Den Brennpunkt auf der rechten Verteidigerposition hat Schalke aber vorerst gelöscht. Nachdem sich mehrere (Innen-)Verteidiger rechts in der Viererkettet erfolglos versucht hatten und Hans Sarpei für Felix Magath dort vorerst keine echte Alternative mehr darstellt, hat sich Atsuto Uchida heimlich und leise den Platz auf der rechten Außenbahn gekrallt. Die Defensivfehler seiner ersten Spiele hat er abgestellt, mittlerweile nimmt der 22-Jährige sogar eifrig am Offensivspiel teil. Vorerst eine Baustelle weniger beim Krisen-Klub...

Hamburger SV: Neben Tomas Rincon ist Collin Benjamin einer der Gewinner der letzten Wochen beim HSV.Eigentlich war der Routinier längst weg vom Fenster und allenfalls noch als Backup für die Innenverteidigung vorgesehen - und plötzlich ist Benjamin wieder erste Wahl rechts hinten in der Abwehrkette. Guy Demel dürfte seinen Platz spätestens nach dem 2:5-Debakel verloren haben. Da war Benjamin wegen einer Muskelverletzung außer Gefecht. Am Wochenende in Köln soll Benjamin aber wieder fit sein.

1899 Hoffenheim: Der Allrounder der Liga spielt in Hoffenheim. Luiz Gustavo liefert bisher eine unheimlich starke Saison ab, räumt im defensiven Mittelfeld auf, auf den Seiten oder - wie zuletzt in Dortmund - als linker Verteidiger. Jetzt droht Isaac Vorsah auszufallen, Joe Simunic traut Trainer Ralf Rangnick derzeit offenbar einen Startplatz in der Innenverteidigung nicht zu. Also ist erneut Gustavo erste Wahl für den Platz in der Innenverteidigung. Zuletzt füllte Sebastian Rudy die Rolle des Brasilianers zentral vor der Abwehr zwar gut aus, so richtig wohl ich Rangnick bei dem Gedanken daran aber nicht, ohne Gustavo gegen die konterstarken Hannoveraner anzutreten. "Wir haben ihn nur einmal und müssen deshalb schauen, wo wir ihn am besten einsetzen."

1. FC Köln: Während man sich in Köln den Kopf darüber zerbricht, wer wohl Nachfolger des entlassenen Zvonimir Soldo wird, hat erstmal Frank Schaefer das Sagen. Dessen Einstand mit einem 3:0 im Pokal gegen 1860 München konnte sich sehen lassen. Mit dem HSV wartet nun natürlich ein ganz anderes Kaliber. Ob Schaefer dann an seinem Jugendstil festhält? Gegen die Löwen feierte Stephan Salger auf der linken Außenverteidigerposition sein Comeback. Der 20-Jährige hatte unter Soldo bei den beiden Saisonauftaktpleiten mitgewirkt und war danach wieder ins zweite Glied beordert worden. Unter Schaefer spielte er gleich volle 90 Minuten. Dann wäre da noch Simon Terodde. Der Regionalliga-Goalgetter (9 Spiele, 6 Tore) ersetzte Lukas Podolski und durfte noch ein paar Minuten in die erste Mannschaft reinschnuppern. Und schließlich ist Rechtsverteidiger Christopher Schorch nach überstandenem Kreuzbandriss wieder zum Profikader gestoßen.

SC Freiburg: Butscher, Rosenthal, Bechmann, Krmas, Flum, Pouplin und Jäger. Das sind die Namen der Freiburger, die am Freitag gegen die Bayern fehlen werden. Ömer Toprak zwickt zudem der Oberschenkel, so dass er kaum 90 Minuten gehen kann. Und als reichte das noch nicht, sind ja Cedric Makiadi und Kisho Yano angeschlagen und fraglich. So dürfte Daniel Sereinig, seines Zeichens Innenverteidiger und Kapitän der 2. Mannschaft, womöglich zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz von Beginn an kommen. Und mit Jonathan Schmid, einem torgefährlichen Mittelfeldspieler aus der Regionalliga-Truppe, könnte es einen Debütanten geben, vor allem dann, wenn Trainer Robin Dutt anders als bei der Pokalpleite in Cottbus von zwei Spitzen auf die 4-1-4-1-Variante umstellt.

Borussia Mönchengladbach: Nach 27 Gegentoren, zuletzt vier gegen Werder Bremen, stellte Coach Michael Frontzeck im Pokalspiel gegen Leverkusen das System auf ein 4-4-1-1 um.

Nun hatten die Gäste immer noch viel zu viele Torchancen, trotzdem erwirkte Frontzeck dadurch neben dem zufriedenstellenden Ergebnis noch zwei wichtige Erkenntnisse: Die Mannschaft tut sich in der kompakteren Grundformation mit zwei Viererketten und den spielstarken Idrissou und Arango auf den Außen im Offensivspiel offenbar leichter. Und Christofer Heimeroth konnte im Kampf um die Nummer eins gegen Logan Bailly kräftig punkten. Es gibt keinen Grund für Frontzeck, seine Überlegungen am Samstag in Kaiserslautern wieder über den Haufen zu werfen.

Der 10. Bundesliga-Spieltag im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung