Die Angst vor Marko und dem Phantom

Von SPOX
Arnautovic (l.) und Almeida: Hier jubeln sie zu zweit - aber wer bekommt den Platz neben Pizarro?
© Getty
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1. FC Köln: Novakovic vs. Ionita

Novakovic hat ein schwaches Jahr hinter sich. Nur sechs Tore erzielte der slowenische Nationalstürmer und blieb damit deutlich hinter seiner Marke aus dem ersten Bundesligajahr (16). Dazu kommt sein angespanntes Verhältnis zu Trainer Soldo. Auch mit seinem Sturmpartner Podolski fand er die komplette Saison keine Abstimmung auf dem Platz. Von hinten drängt der rumänische Neuzugang Ionita. Egal, ob im 4-4-2 oder im 4-2-3-1, beide zusammen werden wohl kaum stürmen. Novakovic darf sich keine Aussetzer wie vergangene Saison erlauben, sonst verliert er seinen Stammplatz an Ionita.

 

SC Freiburg: Makiadi vs. Rosenthal

Makiadi wanderte im Laufe der vergangenen Saison vom Sturmzentrum immer weiter nach hinten. In diesem Jahr droht ihm die Bank. Vor der Abwehr streiten sich Schuster, Banovic und Flum um den Platz im 4-1-4-1. Einer aus dem Trio rückt eine Reihe nach vorn. Auf den Außen haben Jäger und Nicu im Moment die Nase vorn. Und als kreativer Kopf hat Rosenthal momentan die besten Karten.

 

Hannover 96: Fromlowitz vs. Miller

Fromlowitz war nach dem Selbstmord von Robert Enke bereits in der abgelaufenen Rückrunde die Nummer eins, er bekommt für die neue Saison auch das entsprechende Trikot. Allerdings fehlt ihm das 100-prozentige Vertrauen aus der sportlichen Führung, was dem 24-Jährigen auch immer wieder mal anzumerken war. Auch in der laufenden Vorbereitung wirkte er nicht immer sicher. Allerdings leistete sich auch sein Konkurrent, Neuverpflichtung Miller, gleich im ersten Testspiel einen Patzer. Außerdem stören Probleme mit dem Sprunggelenk die Vorbereitung des 28-Jährigen. Im Moment hat wohl Fromlowitz leicht die Nase vorn.

 

1. FC Nürnberg: Vierkampf der Youngster

Mit Vehemenz baute der Club im Sommer den Kader um und trimmte ihn auf Jugendlichkeit. Sauter (18), Mak (19) und Ekici (20) wurden unter anderem verpflichtet - und sie alle hoffen wie auch  die anderen Youngsters wie Gündogan (19) und Frantz (23) auf einen Stammplatz im Mittelfeld. Da Nürnberg im 4-2-3-1 auflaufen wird, ist es ein Fünfkampf um die maximal drei zur Verfügung stehenden Positionen in der Dreier-Offensivreihe. Gündogan immerhin kann auch auf die Doppelsechs ausweichen, wo die Konkurrenz mit Simons und den ebenfalls jungen Cohen (21) und Hegeler (22) aber auch nicht viel kleiner ist.

 

1. FC Kaiserslautern: Rodnei vs. Simunek

Mit dem Innenverteidiger-Duo Amedick und Rodnei stellte Kaiserslautern die beste Abwehr der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Amedick gilt als Kapitän weiter als gesetzt. Rodnei allerdings muss sich im neuen Jahr gegen einen tschechischen Nationalspieler zur Wehr setzen, der auch bereits 52 Bundesliga-Spiele an Erfahrung mitbringt: Jan Simunek wechselte aus Wolfsburg in die Pfalz. Der 23-Jährige hat allerdings ein echtes Seuchen-Jahr hinter sich, wirkte bei den Wölfen zuletzt völlig verunsichert und musste zeitweise Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft sammeln. Er dürfte daher zunächst als klarer Herausforderer in das Duell gegen Rodnei gehen.

 

FC St. Pauli: Hain vs. Kessler vs. Pliquett

"Ich habe noch nie Erbhöfe angemeldet. Der Kampf um die Nummer eins geht jetzt wieder von vorne los!" Das Zitat stammt erstaunlicherweise von Hain. Der 37-jährige Routinier war in der Aufstiegssaison selbst die Nummer eins und hat die Erfahrung 152 Bundesliga- und 192 Zweitliga-Einsätzen als zusätzliches Faustpfand. Trotzdem ist er sich der Konkurrenzsituation bewusst. Mit der Köln-Leihgabe Kessler sitzt ihm ein ambitionierter Youngster im Nacken. Und auch Zwei-Meter-Mann Benedikt Pliquett will sich einen Stammplatz erobern. Sportchef Schulte erklärt das Rennen für eröffnet: "Alle haben die gleiche Chance, am ersten Spieltag im Tor zu stehen."

 

Teil I: Von Bayern bis Stuttgart

Teil II: Von Hamburg bis Gladbach