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Fussball

Deutsches Fußballmuseum stellt Online-Lexikon über jüdische Fußballer vor

SID
Das Deutsche Fußballmuseum steht in Dortmund.

Im Rahmen des Festaktes zum 100. Geburtstag der Maccabi World Union hat das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund am Sonntag ein Online-Lexikon verfolgter jüdischer Fußballer vorgestellt.

In Zusammenarbeit mit über 30 Vereinen und Vereinigungen aus ganz Deutschland, darunter der Hamburger SV, Schalke 04, Eintracht Frankfurt und Bayern München, werden ihre Lebensgeschichten erstmals an einem zentralen Ort zusammengefasst.

"Die Nationalsozialisten löschten nicht nur Leben aus, sondern auch Erinnerungen. Die Konterfeis sportlich erfolgreicher Juden wurden aus Sammelalben entfernt, ihre Namen von Gedenkplatten gekratzt, ihre Gesichter aus Vereinsfotos herausretuschiert und ihre Erfolge aus Rekordlisten gestrichen", erklärte Museumsdirektor Manuel Neukirchner: "Mit dem Online-Projekt machen wir auf das Schicksal verfemter und ermordeter jüdischer Sportpioniere aufmerksam, die dem Fußball in Deutschland einst wichtige Impulse gaben. Zudem ist es unser Anliegen, ein permanentes Zeichen gegen jede antisemitische und rassistische Tendenz im heutigen Fußball zu setzen."

Das Projekt "Niemals vergessen" fußt auf umfangreichen Recherchen und Vorarbeiten von Prof. Lorenz Peiffer und seinem Team an der Leibniz Universität Hannover, die die wissenschaftliche Erforschung der jüdischen Sportgeschichte seit vielen Jahren federführend vorantreiben. So konnten bereits über 150 Biografien jüdischer Fußballer und Funktionäre rekonstruiert werden. Sie sollen noch in diesem Jahr mit Namen, Erfolgen und Lebensschicksal auf der Internetseite fussballmuseum.de veröffentlicht werden.

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