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Formel 1

Endlich! Nico Rosberg triumphiert in Monaco

Von Alexander Maack
Nico Rosberg bejubelt nach drei Anläufen den ersten Sieg - noch dazu bei seinem Heimrennen
© getty

Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat den Großen Preis von Monaco gewonnen. Der 27-Jährige fuhr zu einem souveränen Start-Ziel-Sieg. Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel belegte Platz zwei vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber, der Dritter wurde.

Die Freude kannte bei Rosberg anschließend kaum Grenzen. "Es ist unglaublich, absolut. Hier zu gewinnen ist etwas ganz besonderes. Das ganze Wochenende hier lief perfekt! Das Qualifying schon", sagte der Mercedes-Pilot über den zweiten Sieg seiner Formel-1-Karriere nach China 2012: "Der Start war aber haarig. Ich hatte einen absolut schlechten Start. Unglaublich!"

Das gesamte Ergebnis in der Übersicht

Weil auch Teamkollege Lewis Hamilton schlecht wegkam, konnte sich Rosberg, der seit seiner Jugend in Monaco wohnt, dennoch vorn halten. Ein souveräner Sprint sicherte ihm die Führung, weshalb er beim dritten Versuch in Folge endlich seine Pole-Position in einen Sieg umwandeln konnte.

Massa eröffnet das Chaos

Als das Safety Car nach einem Unfall von Felipe Massa in der 31. Runde erstmals in dieser Saison ausrücken musste, hatten Vettel und Webber schon ihren Boxenstopp erledigt und rutschten bei Hamiltons Reifenwechsel an ihm vorbei. "Ich schiebe das nicht auf fehlendes Glück", sagte Hamilton selbstkritisch: "Ich war an diesem Wochenende einfach nicht gut genug."

Während Rosberg mit der besseren Geschwindigkeit und ohne Reifenprobleme weiterhin das Feld anführte, attackierte der Engländer anschließend Mark Webber bis zur Zielflagge dauerhaft. Für ein Überholmanöver und den Sprung aufs Podest reichte es aber nicht mehr.

Dabei bot sich noch zweimal die Chance, die Konkurrenz beim Restart zu überholen. Marussia-Pilot Max Chilton drückte Pastor Maldonado in der 46. Runde in die Mauer der Tabac-Kurve. "Es war erschreckend", erklärte der Venezolaner, der mit Prellungen davonkam: "Ich hatte nicht erwartet, dass Chilton auf meine Linie herüberziehen würde."

Das Rennen wurde anschließend mit der Roten Flagge abgebrochen, weil sich die puffernde Sicherheitsmauer abgelöst hatte und die Straße blockierte. Als Romain Grosjean in der 62. Runde dem Toro-Rosso-Piloten Daniel Ricciardo vor der Hafenschikane aufs Heck fuhr, musste das Safety Car wegen der Trümmerteile zum letzten Mal ausrücken.

Perez kostet Räikkönen Rang fünf

Unzufrieden waren nach dem Monaco-GP aber nicht nur die an den Unfällen Beteiligten, sondern auch Lotus-Pilot Kimi Räikkönen. Der Finne hatte schon am Start Vizeweltmeister Fernando Alonso überholt und hielt den fünften Platz, bis McLaren-Pilot Sergio Perez bei einem schlechten Überholversuch vor der Hafenschikane den linken Hinterreifen des Ex-Weltmeisters aufschlitzte.

Dadurch fiel Räikkönen in Runde 71 auf Rang 13 zurück, setzte aber dennoch seine Serie von 23 Rennen in den Punkterennen in Folge fort. In der letzten Runde kassierte der Finne noch Nico Hülkenberg, der hinter dem Finnen als Elfter das Ziel erreichte.

Den fünften Rang von Räikkönen übernahm überraschend Adrian Sutil, der im Force India von Startplatz acht ins Rennen gegangen war. Der Gräfelfinger arbeitete sich mit starken Überholmanövern in der Loews-Kurve gegen Rennende an Jenson Button (6.) und Fernando Alonso (7.) vorbei. Anschließend überholte er auch Crashpilot Sergio Perez, der danach seinen beschädigten McLaren abstellen musste.

Sebastian Vettel hat durch seinen zweiten Platz insgesamt 107 Punkte in der Fahrer-WM. Sein Vorsprung auf Kimi Räikkönen (86) beträgt aktuell 21 Zähler, Fernando Alonso (78) liegt als Dritter schon 29 Punkte zurück.

Der WM-Stand in der Fahrerwertung

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