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Formel 1

Formel 1: Haas trennt sich von Mazepin

SID
Mick Schumachers russischer Teamkollege Nikita Mazepin kann zumindest von Rechts wegen weiter in der Formel 1 fahren.

Mick Schumacher bekommt einen neuen Teamkollegen in der Formel 1: Das US-Team Haas hat sich von seinem russischen Fahrer Nikita Mazepin (23) getrennt, wie der Rennstall am Samstag bekannt gab. Zudem ist das russische Bergbauunternehmen Uralkali, bei dem Masepins milliardenschwerer Vater Dmitri Mehrheitsaktionär ist, nicht mehr Hauptsponsor des Teams.

Das Sponsoring soll Haas etwa 40 Millionen Euro pro Jahr eingebracht haben.

"Das Haas F1 Team hat sich entschlossen, die Partnerschaft mit Uralkali und den Vertrag mit Nikita Mazepin mit sofortiger Wirkung aufzulösen", heißt es in dem Statement: "Wie die gesamte Formel 1 ist das Team geschockt und betroffen von der Invasion in der Ukraine und hofft auf ein friedliches Ende des Konflikts."

Mazepin zeigte sich in einem Statement in den Sozialen Medien "sehr enttäuscht" über die Entscheidung und klagte das Team für diesen "einseitigen Schritt" an: "Die Entscheidung der FIA und meine anhaltende Bereitschaft, die vorgeschlagenen Bedingungen zu akzeptieren um weiterzumachen, wurden komplett ignoriert." Er werde "in den kommenden Tagen mehr zu sagen haben".

Wer Schumachers neuer Teamkollege wird, ließ Haas zunächst unbeantwortet. Als Favorit gilt Pietro Fittipaldi. Der 25-jährige Brasilianer, Enkel des zweimaligen Weltmeisters Emerson Fittipaldi, ist bislang Test- und Ersatzfahrer bei Haas. In den letzten beiden Saisonrennen 2020 ersetzte er den Franzosen Romain Grosjean nach dessen Feuerunfall.

Teamchef Günther Steiner hatte wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine bereits am letzten Tag der Testfahrten zuletzt in Barcelona die russischen Farben und das Uralkali-Logo vom Haas-Boliden entfernen lassen. Ab kommendem Donnerstag stehen weitere Testfahrten in Bahrain an, wo auch die neue Saison am 20. März beginnt.

Der Motorsport-Weltverband FIA hatte russischen Fahrern die Teilnahme an FIA-Wettbewerben wie der Formel-1-Weltmeisterschaft trotz der russischen Invasion in der Ukraine als neutrale Sportler erlaubt - unter der Voraussetzung, dass "sie sich ausdrücklich zur Einhaltung der FIA-Grundsätze des Friedens und der politischen Neutralität verpflichten".

Der britische Automobilverband sprach hingegen ein komplettes Teilnahmeverbot für Teams, Fahrer und Offizielle aus Russland und Belarus aus. Ein Start Mazepins beim zehnten Saisonrennen am 3. Juli in Silverstone wäre damit auch ohne die Trennung von Haas ausgeschlossen gewesen.

 

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