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Formel 1

Formel 1: Stimmen zu Verstappens WM-Titel - Hamiltons Bruder spricht von "Schande für den Sport"

Von Stefan Petri
Lewis Hamilton hat den Kampf um den WM-Titel gegen Max Verstappen verloren.
© getty

Max Verstappen ist neuer Formel-1 Weltmeister. In der letzten Runde fing der Niederländer Lewis Hamilton in Abu Dhabi noch ab - nach einer kontroversen Entscheidung der Rennleitung. SPOX sammelt Stimmen und Reaktionen zum F1-Saisonfinale.

So reagierten die Protagonisten auf das Formel-1-Rennen von Abu Dhabi und den WM-Titel von Max Verstappen von Sky und weiteren internationalen Medien.

Max Verstappen (neuer Formel-1-Weltmeister, Red Bull) ...

... über das Rennen: "Es ist unfassbar. Ich habe immer weiter gekämpft, und dann ergibt sich diese Gelegenheit in der letzten Runde. Als kleiner Junge träumt man davon, auf dem Podium zu stehen. Und jetzt bin ich Weltmeister. Ich hatte einen fürchterlichen Krampf im Bein in der letzten Runde. Aber in diesem Moment beißt man auf die Zähne und macht weiter."

... über Lewis Hamilton: "Lewis ist ein großartiger Fahrer, ein großer Konkurrent. Wir haben schwierige Momente, aber das gehört dazu. Jeder wollte gewinnen. Wir versuchen es nächstes Jahr wieder."

... über den Start: "Es war ein beschissener Start, kein Grip zum Anfang. Aber jetzt ist es egal."

... per Funk an sein Team: "Das ist unglaublich, Jungs. Können wir das bitte in den kommenden 10 bis 15 Jahren zusammen machen?"

... Teamkollege Sergio Perez: "Checo hat sich das Herz aus dem Leib gefahren, er ist ein großartiger Teamkollege."

... zum Protest von Mercedes: "Ich habe dazu nicht wirklich viel zu sagen. Das fasst dieser Saison ganz gut zusammen."

Christian Horner (Teamchef Red Bull) ...

... bei Sky Sports über den WM-Kampf: "Es war ein intensiver Wettkampf auf höchstem Niveau. Toto Wolff und ich hatten unsere Momente, aber ich habe vollsten Respekt vor ihm und Mercedes. In meinen Augen ist es das richtige Ergebnis, dass wir uns den Fahrer- und Konstrukteurstitel geteilt haben. Auf ein Neues im nächsten Jahr."

... bei BBC: "Wir wollten nie vor den Stewards landen. Wir gehen nicht mit Anwälten ins Rennen. Es war eine Schande, dass es so weit gekommen ist, aber die Stewards haben die richtige Entscheidung getroffen."

Dr. Helmut Marko (Motorsportchef Red Bull) ...

... über das WM-Finale: "Es war einem WM-Finale unwürdig, das es so herausgezögert wurde. Wenn man solche Einsprüche einlegt, spricht das über die Gesinnung eines unwürdigen Verlierers."

... über die Rennleitung: "Das ist an und für sich nicht unsere Aufgabe. Aber nachdem so viele Fehler und hinterfragungswürdige Entscheidungen gefällt werden, besteht sicher großer Handlungsbedarf. Jetzt kommt ja ein neuer Präsident, der müsste als Erstes hier ansetzen. Und sicher, die Stewards sind auf alle Fälle zu hinterfragen."

Adrian Newey (Technikchef Red Bull): "Es war ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Bis zum Safety Car sah es aus, als würde uns das alles entgleiten. Dir gehen verpasste Möglichkeiten durch den Kopf, all die Kleinigkeiten. Ich weiß, dass ich parteiisch bin, aber ich bin wirklich davon überzeugt, dass der Richtige die Weltmeisterschaft gewonnen hab. Er hat es über das Jahr gesehen verdient."

Sergio Perez (Red Bull) ...

... über seinen Kollegen Verstappen: "Zunächst einmal bin ich sehr glücklich für Max, er hat sehr hart gearbeitet und so wie er gefahren ist, hat er den Titel verdient. Ich freue mich, mit ihm als Kollegen weiterzumachen."

... über die Titelentscheidung: "Er hätte das gleiche für mich gemacht in der Situation. Es war intensiv, aber Lewis war mehr als zehn Sekunden vorne und wir mussten etwas machen. Da kam es drauf an und ich habe meinen Teil beigetragen."

... zur Entscheidung, die überrundeten Autos durchzulassen: "Sie haben das getan, was sie tun mussten. Es war ein Auto in der Mauer, da musste ein Safety Car kommen."

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportchef): "Wir haben gelitten wie die Hunde für mehrere Jahre mit unseren Motoren. Wir haben uns dann entschlossen, zu Honda zu

... zur WM-Entscheidung: "Meine Gefühlswelt schäumt über. Es war in dem Rennen ein Auf und Ab. Max hatte einen schwierigen Start. Wir haben dann gesehen, dass wir es mit hinterherfahren nicht schaffen werden und wir etwas anderes versuchen müssen. Wir haben dann zwei Stopps gemacht und als das Safety Car kam, war klar, dass wir drei Stopps machen. Ende gut alles gut und das in der letzten Runde."

... zur Entscheidung, die überrundeten Autos durchzulassen: "Uns wundert nichts mehr, aber letztlich hat man sich doch ans Reglement gehalten. Das war dann natürlich der Schlüssel, dass Max sofort attackieren konnte. Ich weiß nicht, warum sie die Autos erst nicht durchlassen wollten. Normal ist es so, dass sie durchgewunken werden. Wir haben dann reagiert und in der Rennleitung hat man sich dann auch entschlossen, nach dem Reglement zu agieren."

... zum entscheidenden Überholmanöver von Verstappen: "Max hatte deutlich mehr Grip, was klar war, weil seine Reifen neu waren. Und der Zeitpunkt des Überholmanövers war natürlich ideal. Und das ist Max, wenn innen etwas offen ist, dann sticht er da natürlich rein."

... zum Titel: "Wir haben mehrere Jahre gelitten wie die Hunde. Wir waren vom Motor her so im Nachteil und haben uns dann entschlossen, zu Honda zu gehen, obwohl die Ergebnisse von McLaren nicht ermutigend waren. Aber wir haben an das Projekt geglaubt. Und dann haben wir hart und noch härter gearbeitet. Und das hat sich ausgezahlt. Diese Dominanz von Mercedes zu brechen und nebenbei den Schumacher-Rekord zu bewahren, ist toll."

Hamiltons Bruder: "Das liegt in unserer DNA"

Lewis Hamilton (Mercedes) ...

... über den verlorenen WM-Kampf: "Gratulation an Max und sein Team, es war eine unglaublich schwierige Saison, aber wir haben nie aufgegeben und auch einen tollen Job gemacht. Unser Team hat so hart gearbeitet. Ich bin stolz auf die gemeinsame Reise mit dem Team. Ich fühle mich im Auto gut, das war in den letzten Monaten und zum Ende der Saison so. Jetzt wünsche ich Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest, auch wenn wir noch in einer Pandemie sind. Wir sehen uns im nächsten Jahr."

... per Funk in der letzten Runde zur Entscheidung der FIA, die überrundeten Autos hinter ihm durchfahren zu lassen: "Das wird doch manipuliert!"

Valtteri Bottas (Mercedes) ...

... zur Stimmung während des Rennens: "Im Rennen war die Stimmung eigentlich gut. Lewis lag vorne und hat das gut gemacht. Aber dann hat sich alles verändert mit dem Safety Car. Es tut mir leid für Lewis, denn er hätte den Sieg verdient gehabt.

... zur Entscheidung, die überrundeten Autos durchzulassen: "Ich weiß nicht, ob die Stewards die WM entschieden haben. Sie haben ja aufgrund der Sicherheit die Entscheidung getroffen. Es ist für Lewis einfach unglücklich gelaufen."

George Russell (Williams, Hamiltons Teamkollege in der kommenden Saison): "Das ist inakzeptabel. Max ist ein absolut fantastischer Fahrer. Er hatte eine unglaubliche Saison, ich habe riesigen Respekt vor ihm, aber was gerade passiert ist, ist komplett inakzeptabel. Ich kann nicht glauben, was wir gerade gesehen haben."

Nicolas Hamilton (Bruder von Lewis Hamilton) via Instagram ...

... über die Regelauslegung: "Die FIA hat ihre eigenen Regeln gebrochen, was eine Schande für unseren gesamten Sport ist. Trotzdem waren die Hamiltons trotz der heutigen Misshandlung bescheiden in ihrer Niederlage."

... über die Familie Hamilton: "Mein Vater, der uns großgezogen hat, gratuliert Max und seinem Vater Jos. Die Leute können sagen, was sie wollen, aber die Geste meines Vaters beweist, dass alle Zweifler und Hasser im Unrecht sind und zeigt, wer wir als 'die Hamiltons' sind."

... über Lewis' Niederlage: "Den Leuten zu beweisen, dass sie im Unrecht sind, liegt in unserer DNA, und Lewis tut das täglich. Mit absoluter Professionalität und Anstand in der Niederlage, auch wenn wir alle wissen, dass er von dem Sport, dem er so viel gegeben hat, im Stich gelassen wurde."

Damon Hill (Formel-1-Weltmeister 1996) bei Sky Sports: "Wenn Mercedes beweisen kann, dass die Regel falsch angewendet wurde, dann haben sie eine Chance, aber ich glaube nicht, dass die Regularien so eindeutig sind. Ich glaube nicht, dass diese WM anders gehandhabt wurde als sonst. Sie wollten die Entscheidung auf der Strecke herbeiführen, bis zur letzten Runde."

Sebastian Vettel (Aston Martin): "Ehrlich gesagt ist es mir egal. Beide haben es verdient. Nach der Saison und dem Rennen war es dann ein bisschen eine Lotterie, gerade mit dem Safety Car zum Schluss."

Carlos Sainz (Ferrari): "Wer in diesem Rennen vorne war und gewonnen hat, der hat es verdient. Es sind zwei großartige Fahrer auf dem Gipfel ihrer Karriere. Aber Gratulation an Max, dass er das geschafft hat. Er hat es verdient."

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