Was will "Darth Vader" mit der Formel 1?

Von Alexander Maack / Dominik Geißler
John Malones Holding Liberty Media steigt in die Formel 1 ein
© getty
Cookie-Einstellungen

Warum verkauft CVC seine Gelddruckmaschine?

Der Verkauf der Formel 1 war überfällig. CVC Capitals ist der größte Gewinner, den die Formel 1 jemals sah. Knapp zwei Milliarden US-Dollar investierte das Private-Equity-Unternehmen in den Ankauf der populärsten Rennserie der Welt insgesamt. Seitdem hat der Konzern mit Sitz in Luxemburg seine Anteile halbiert und gleichzeitig Gewinne eingestrichen: 4,4 Milliarden Dollar.

Der Return on Invest (ROI) lag schon vor dem Verkauf an Liberty bei unglaublichen 350 Prozent. Zusammen mit den 8 Milliarden für die restlichen 35 Prozent klettert er auf über 1000 Prozent. Ein profitableres Geschäft gab es in der 35-jährigen Geschichte von CVC noch nie. 1,4 Milliarden Dollar Gewinn machte die Formel 1 allein im letzten Geschäftsjahr.

Warum der Verkauf angesichts dieser Profitabilität trotzdem überfällig war? CVC kauft Firmenteile an, um sie nach und nach oder auf einen Schlag, aber definitiv in kurzer Zeit wieder abzustoßen - mit Gewinn. Fünf Jahre beträgt die durchschnittliche Haltedauer.

Durch den Verkauf bekommt CVC ein neues Spielzeug: Anteile an Liberty Media, die nach der Übernahme in Formula 1 Group umbenannt werden soll. Und: Die Expertise der US-Amerikaner könnte dafür sorgen, dass der bei CVC verbliebene Unternehmensanteil schnell seinen Wert weiter steigert.