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Formel 1

Alfa Romeo vor Comeback

SID
Alfa Romeo war zwischen 1950 und 1985 in der Formel 1 am Start
© getty

Die italienische Traditionsmarke Alfa Romeo steht vor der Rückkehr in die Formel 1 und soll Ferrari-Konkurrent werden. Die Motorenhersteller bekommen Hausaufgaben, um die Kosten zu drücken und Ferraris Marchionne kritisiert Red Bull.

Alfa Romeo, so sieht es Fiat-Chef Sergio Marchionne, sei immer noch "tief im Herzen der Leute verankert". Die Traditionsmarke soll zu neuem Glazn geführt werden - und daher auch in der Formel 1 starten, erklärte der Fiat-Boss bei der Weihnachts-Ansprache des Konzerns.

Der Plan sieht vor, Ferrari und Alfa Romeo gegeneinander antreten zu lassen. Ferrari wird sich 2016 vom Fiat-Chrysler Konzern (FCA) trennen. In Zukunft soll den einzelnen Marken mehr Freiraum eingeräumt werden und das Profil geschärf werden. Seit dem WTCC-Ausstieg im Jahre 2005 ist Alfa nicht mehr werksseitig im internationalen Motorsport vertreten gewesen. Marchionne betont: "Es ist wichtig für Alfa zurückzukehren. Sie werden ein weiterer Wettbewerber sein."

1986 war die letzte Saison von Alfa Romeo in der Königsklasse. Die Financial Times schrieb aber schon im vergangenen Jahr, dass der Fiat-Chef bis zu fünf Milliarden Euro in die Neuausrichtung pumpen wolle.

Ferrari gegen Red Bull

Es gibt Ärger zwischen den beiden Rennställen. Ferrarris Sergio Marchionne sagte auf dem weihnachtlichen Medien-Termin der Scuderia, dass er es "abstoßend" finde, dass Red Bull für sich das "Recht" auf einen guten Motor beanspruche.

Niemand habe ein Anrecht auf einen bestimmten Motor, vielmehr müsse man alle Konditionen genauestens auf die Zeiten und Umstände abstimmen, so Marchionne. Hintergrund waren langwirige Streitigkeiten um die Motorenfrage bei Red Bull.

Hausaufgaben für Motorenhersteller - Lauda gegen Alternativmotor

Schon seit Ende November ist klar, dass die Idee eines kostengünstigen Alternativmotors nicht weiter verfolgt wird. Stattdessen ist es nun das Ziel, die Kosten der vorhandenen Antriebsstränge zu senken. Das Treffen der Motorsport-Chefs endete daher auch mit Hausaufgaben: Bis Mitte Januar sollen Ideen zu diesem Ziel vorgelegt werden. Laut Honda-Motorsportchef Yasuhisa Arai wurde noch nichts entschieden.

"Es gibt viele Diskussionen über viele verschiedene Themen. Wir haben Hausaufgaben bekommen und sollen uns Optionen für die Zukunft ansehen." Fraglich ist noch, wer am Ende die Entscheidungen treffen soll. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene findet, dass die Teambosse statt der Ingenieure die Entscheidungen treffen sollten.

Niki Lauda sprach sich gegenüber Servus TV derweil gegen den angedachten Alternativmotor in der Königsklasse aus, der ab 2017 in der Formel 1 parallel zu den aktuell verwendeten Hybridantrieben verfügbar sein soll. Der Österreicher erklärte, dass dies den aktuellen Statuten widerspreche und daher nicht hinnehmbar sei. "Das ist für den Sport der Tod", sagte der Mercedes-GP-Aufsichtsrat.

Der WM-Endstand 2015

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