Eishockey

Deutschland Cup: Junges DEB-Team startet mit Sieg

SID
Mit ihrer zweiten Garde hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft einen Start nach Maß beim Deutschland Cup hingelegt.
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Mit ihrer zweiten Garde hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft einen Start nach Maß beim Deutschland Cup hingelegt. Ohne die meisten Olympiahelden und die erfahrensten WM-Spieler bezwang das Team von Bundestrainer Toni Söderholm zum Auftakt des Heimturniers in Krefeld den Vorjahressieger Russland mit 4:3 (1:2, 2:1, 1:0) und überzeugte vor allem in der Offensive.

"Das ist natürlich Gänsehaut pur. Gegen Russland wussten wir, dass das kein leichtes Spiel wird. Auch wenn es die B-Mannschaft ist, ist es immer noch Russland. Wir haben alles reingehauen, bis zur letzten Minute. Das bringt sehr viel Selbstvertrauen für die nächsten beiden Spiele", sagte Kapitän Marco Nowak bei Magenta Sport.

Der Krefelder Daniel Pietta (13.), der Augsburger Simon Sezemsky (23.), der Düsseldorfer Maximilian Kammerer (35.) und Rückkehrer Felix Schütz (54.) erzielten vor 3625 Zuschauern die Tore für die unerfahrene Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Für die junge russische Mannschaft, ausschließlich mit Spielern unter 26 Jahren angetreten, trafen Pawel Porjadin (5.), Andrej Jermakow (17.) und Artjom Wolkow (38.).

Die DEB-Auswahl geriet früh in Rückstand und brauchte rund zehn Minuten, um ins Spiel zu finden. Dann wurden die Angriffe zielstrebiger, die Kombinationen flüssiger. Der Ausgleich durch Lokalmatador Pietta war der verdiente Lohn. Der Krefelder, mit fast 33 Jahren der Älteste im Team, bereitete auch das 2:2 durch Verteidiger Sezemsky vor. Das Söderholm-Team wurde immer stärker und ging folgerichtig in Führung. Kurios war der dritte russische Treffer, bei dem der Puck durch ein Loch im Netz flog - was erst der Videobeweis zeigte.

Söderholm verzichtet in Krefeld auf zahlreiche Stammkräfte und testet "Alternativen" für die WM im Mai in der Schweiz. "Letztes Jahr hatten wir Glück, dass wir von Verletzungen verschont blieben", sagte der Finne, der nur drei Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 und sechs Teilnehmer der WM im vergangenen Frühjahr aufstellte. Auch die größten Talente um den 17-jährigen Mannheimer Tim Stützle fehlen, weil sie sich mit der U20 auf die WM vorbereiten.

DEB-Team mit einigen Neulingen

Sein Comeback nach fast zwei Jahren gab Olympiaheld Schütz. Der 32-Jährige, Torschütze im Finale von Pyeongchang, kämpft um seine vielleicht letzte Chance im DEB-Team. Auch Pietta hatte seit einem Jahr nicht mehr für die Nationalmannschaft gespielt.

Ihr Debüt im DEB-Trikot gaben der Nürnberger Daniel Fischbuch, der zwei Assists verbuchte, der Schwenninger Mirko Sacher und der Münchner Maximilian Daubner. Die Neulinge Colin Ugbekile (Kölner Haie) und Kevin Reich (Red Bull München) sollen in den weiteren Turnierspielen am Samstag (13.00 Uhr/Sport1 und Magenta Sport) gegen die Schweiz und am Sonntag (14.30 Uhr/Magenta Sport) gegen die Slowakei zum Einsatz kommen.

Für Söderholm, der bei seiner ersten WM in der Slowakei Platz sechs und die Direktqualifikation für Olympia 2022 erreichte, ist es der erste Deutschland Cup. Vor einem Jahr verabschiedete sich sein Vorgänger Marco Sturm, Trainer bei der Silbersensation in Südkorea, in Krefeld emotional von der Nationalmannschaft.

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