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Fussball

WM 2022 in Katar: ÖFB-Präsident Leo Windtner spricht sich gegen Boykott aus

Von SPOX Österreich
Leo Windnter und Franco Foda.

Für das österreichische Nationalteam startete der Auftakt in die WM-Qualifikation mit einem 2:2-Remis bei den Schotten. Die bevorstehende Weltmeisterschaft steht allerdings unter keinem guten Stern. Berichte häuften sich, wonach während der Bauarbeiten an den Stadien - im Austragungsort Katar - bereits über 6500 Menschen ihr Leben ließen. ÖFB-Präsident Leo Windtner sprach sich dennoch gegen einen Boykott aus und begründete seine Meinung.

Nationalmannschaften wie Deutschland, Norwegen und die Niederlande bekundeten öffentliche Proteste gegen die Menschenrechtssituation im Gastgeberland. Laut Windtner seien die Protestaktionen "absolut legitim", beim ÖFB will man von Boykottaufrufen allerdings vorerst Abstand halten. "Ein Boykott wird nicht realisierbar sein, und damit würde man die Situation auch nicht verbessern", erklärte der Oberösterreicher gegenüber der APA.

In knapp eineinhalb Jahren fällt der Startschuss zur Weltmeisterschaft in Katar. Dank der größer werdenden medialen Aufmerksamkeit könne positiver Einfluss ausgeübt werden. "Wenn das Land im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit steht, ist damit auch wahrscheinlich eine weit größere Möglichkeit der Kontrolle der Menschenrechte gegeben, als wenn man die Scheinwerfer ausblenden würde", sagte Windtner.

"Natürlich ist die Situation nicht mit der in Ländern in der freien demokratischen Welt vergleichbar, das hat man aber bei der Vergabe an Katar mitbedenken müssen und offensichtlich in Kauf genommen", betonte der 70-Jährige.

ÖFB verureilt "Menschenrechtsverletzungen auf das Schärfste"

In einer offiziellen ÖFB-Stellungnahme zum Thema Katar hieß es unter anderem: "Der ÖFB verurteilt jegliche Art von Menschenrechtsverletzungen auf das Schärfste." Eine Teilnahme an der WM könne dennoch mehr bewirken als ein Boykott. "Wir sind davon überzeugt, dass eine WM vor Ort nachhaltiger wirkt und mehr Verbesserungen für die Bevölkerung und Arbeitskräfte bringt, als von dort wegzugehen, wo man hinschauen sollte", verkündete der österreichische Fußball-Verband.

 

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