Fussball

LASK - Red Bull Salzburg 0:3: Bullen versetzen Linzern den Todesstoß - LASK muss in EL-Quali

Von SPOX Österreich
Der LASK verlor.
© GEPA

Der LASK hat am Sonntagabend im letzten Saisonspiel der Bundesliga eine Niederlage einstecken müssen. Die Linzer unterlagen dem Meister Red Bull Salzburg mit 0:3. Weil der WAC im Parallelspiel Rapid schlug, müssen die Oberösterreicher in die 3. Qualifikationsrunde zur Europa League 2020/21.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit traf Dominik Szoboszlai vom Elfmeterpunkt zum 1:0 (67.), Andre Ramalho stellte sechs Minuten später auf 2:0. Mo Camara traf mit dem Schlusspfiff per Elfmeter erstmals in der Bundesliga.

Salzburg durfte nicht nur über einen Prestigeerfolg jubeln, sondern stellte auch seinen eigenen Torrekord von 110 Toren ein. Der stammt aus der Saison 2013/14, als aber vor der Reform noch 36 und nicht 32 Runden absolviert wurden.

LASK gegen Salzburg: So lief das Match

Bemerkenswert war schon vor Beginn in Pasching Salzburgs Aufstellung. Trainer Jesse Marsch hätte auch seine C-Elf aufs Feld schicken können, entschied sich aber für die "Einser-Panier" und ein klares Statement - wohl auch im Hinblick auf die Corona-Mannschaftstrainings der Linzer. Intensiv wie die Rivalität war dann auch das Geschehen am Feld. Salzburg machte das Spiel, wurde vom einem sehr engagierten LASK aber zumeist gut in Schach gehalten. Richtig gefährlich wurde es dann aber nach einem Eckball, Ramalhos Köpfler ging aber recht knapp am Tor vorbei (20.).

Kurz danach setzte der Brasilianer nach Szoboszlai-Vorarbeit den Ball neuerlich per Kopf daneben (22.), wieder zwei Minuten später fiel dann das vermeintliche 1:0 für die Gäste: Nach Pass von Enock Mwepu wurde der Treffer von Hwang Hee-chan allerdings wegen Abseits aberkannt - eine richtige Entscheidung von Schiri Robert Schörgenhofer in seinem letzten BL-Spiel. Die Führung für Salzburg schien in dieser Phase nur noch eine Frage der Zeit, ehe Joao Klauss in seinem wohl letzten Spiel für den LASK (Köpfler daneben/36.) und Peter Michorl mit einem gefährlichen Außenristschuss fast die Partie auf den Kopf gestellt hätte (40./daneben).

Dank gutem Spiel gegen den Ball war der LASK zur Halbzeit noch im Rennen um Platz drei, den zu diesem Zeitpunkt allerdings der gegen Rapid führende WAC innehatte. Die Linzer gestalteten die weiter chancenarme Partie offen, setzten nun auch offensiv bessere Akzente. Samuel Tetteh (53.) und Husein Balic (57.) dribbelten sich brandgefährlich in den Strafraum, wo sie erst in letzter Sekunde vom Ball getrennt wurden. Balic mit einem Weitschuss nur Zentimeter über die Querlatte unterstrich die Ambitionen der Oberösterreicher (67.).

Mit seiner ersten gefährlichen Aktion nach rund 65 Minuten leitete dann aber Patson Daka den Sieg der Gäste ein: Goalie Alexander Schlager konnte sich gegen den Sambier nur mehr mit einem Foul behelfen, Szoboszlai schoss vom Elferpunkt eiskalt ein. Als Ramalho dann infolge einer Szoboszlai-Ecke per Kopf aus rund zwölf Metern zum 2:0 vollendete, war die Partie endgültig gelaufen. In der Nachspielzeit stoppte Schlager einmal mehr einen Gegner regelwidrig, diesmal war es Zlatko Junuzovic. Camara sorgte mit seinem ersten Tor in Österreichs Oberhaus für den Endstand.

LASK - Salzburg - Endstand 0:3

Tore: 0:1 (67.) Szoboszlai (67./Foulelfer) 0:2 (73.) Ramalho 0:3 (94.) Camara (95./Foulelfer)

Bundesliga: Endstand in der Tabelle nach 32 Runden

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Punkte

 

1.

Red Bull Salzburg

32

22

8

2

110:34

76

50

+

2.

Rapid Wien

32

17

7

8

64:43

21

38

++

3.

WAC

32

15

9

8

69:43

26

35

**

4.

LASK Linz

32

20

4

8

67:37

30

33

***/*

5.

TSV Hartberg

32

12

6

14

52:74

-22

27

+++

6.

SK Sturm Graz

32

10

5

17

46:60

-14

19

* = 4 Punkte Abzug wegen verbotenen Mannschaftstrainings
** = Europa-League-Gruppenphase
*** = Europa-League-Qualifikation (3. Runde)
+ = Meister und Champions-League-Qualifikation (Play-off)
++ = Champions-League-Qualifikation (2. Runde)
+++ = Liga-Play-off um EL-Qualifikation

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