Fussball

Trotz anfänglicher Bedenken: LASK steht hinter Bundesliga-Restart

Von APA
Joao Klauss mit Valerien Ismael

Der LASK ist in der Vergangenheit bezüglich einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison trotz Coronavirus-Pandemie wie auch der eine oder andere Club eher auf der Bremse gestanden. Mittlerweile hat sich die Situation aber geändert. "Ich gebe zu, dass wir Bedenken geäußert hatten. Die sind jetzt weggefallen. Wir stehen voll hinter der Haltung der Bundesliga", sagte Vizepräsident Jürgen Werner.

Am Dienstagvormittag gab die Politik in Person von Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Sportminister Werner Kogler (beide Grüne) Grünes Licht für ein Start von Mannschaftstrainings ab Freitag und in der Folge auch einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes. "Wir sind froh, dass alle Weichen gestellt sind für einen Neustart und dass es wieder weitergeht", betonte Werner bei einem Pressetermin im Stadion in Pasching.

Auch Coach Valerien Ismael war erfreut über die neue Perspektive für Fußball-Österreich. "Wir werden uns extrem vorbereiten. Der Fokus gilt jetzt auf Anfang Juni, wir werden noch mehr Konsequenz in die Arbeit reinbringen", versprach der Franzose. Die Fitness seiner Kicker sei nach den Gruppentrainings schwer einzuschätzen. "Es ist viel Ungewissheit dabei. Wenn dann nur englische Wochen kommen, wird das schon heftig. Doch das erste Spiel wird uns Vertrauen geben", sagte Ismael.

Die zur Diskussion stehende Aufstockung des Wechselkontingents auf fünf Akteure befürwortet der LASK-Coach in diesen Zeiten ganz klar. "Es gibt eine Rotation im Kader, taktische Möglichkeiten und es ist auch gut, die Mannschaft dadurch bei Laune zu halten", erläuterte der 44-Jährige.

Valerien Ismael: "Alle Spieler brennen darauf"

Bis auf die Langzeitverletzten Thomas Goiginger und Marvin Potzmann, die nach ihren Kreuzbandverletzungen auf dem Weg zurück "im Soll" sind, können die Linzer aus dem Vollen schöpfen. Ismael befürchtet, dass sich dies in Bälde ändern könnte. "Es wird noch viel passieren, alles andere als mehr Verletzungen würde mich wundern", meinte der Ex-Kicker.

Das könnte schon ab Freitag der Fall sein, wenn nach "eintönigen" Trainingswochen endlich wieder der Körperkontakt und somit Zweikämpfe zugelassen sind. "Alle Spieler brennen darauf", sagte Ismael, der froh darüber ist, dass diese "mühsame Ungewissheit, ob und wie es weitergeht", endlich aus den Köpfen seiner Spieler verschwinden kann.

"Es war eine lange, ungewisse Zeit, wir haben aber immer darauf geachtet, dass wir mit dem Kopf bei der Sache bleiben. Klar ist, dass Grundlagentraining in Einzelgruppen eintönig ist, doch es war wichtig und wir haben uns korrekt an die Vorgaben gehalten. Jetzt ist die Freude umso größer, wieder ins Mannschafstraining einzusteigen", schilderte Kapitän Gernot Trauner.

Als Innenverteidiger freut sich wieder auf das Zweikampftraining. "Wir haben uns was die Fitness betrifft gute Grundlagen geschaffen. Jetzt gilt es jeden Tag voll zu nutzen, denn es ist natürlich was anderes, wenn jetzt Zweikämpfe folgen", so Trauner. Die Linzer, deren Umsetzung der Corona-Vorschriften beim Kleingruppentraining zuletzt von der Polizei kontrolliert wurde, werden laut Werner "nächste Woche ins Trainingslager gehen". In welchem Hotel der Spitzenreiter logieren wird, ist noch offen.

LASK: "Nicht unser Ziel, Platz vier zu erreichen"

Der LASK erarbeitete sich einen Sechs-Punkte-Polster im Grunddurchgang, der durch die Punkteteilung und vor dem Start der zehn Spiele umfassenden Meistergruppe auf einen Vorsprung von drei Zählern auf Verfolger und Titelverteidiger Salzburg schmolz. "Wir haben nach 22 Runden sechs Punkte Vorsprung gehabt, da darf es jetzt nicht unser Ziel sein, Platz vier zu erreichen", sagte Werner.

Die Linzer sind der eine Club neben Salzburg, der keine Kurzarbeit beantragt hat. Mitarbeiter haben in dieser Zeit beim Roten Kreuz ausgeholfen. Dort werden sie auch weiterhin zweimal die Woche tätig sein, wie Werner ankündigte. Für die Spieler beginnt hingegen wieder der richtige Alltag.

Möglicherweise bald auch für jene von Partnerclub FC Juniors Oberösterreich, der in der 2. Liga spielt. "Ich gehe mittlerweile davon aus, dass es mit der 2. Liga auch etwas wird", blickte Werner da optimistisch in die Zukunft. Eine Entscheidung fällt am Montag in der Clubkonferenz.

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