Head-to-Head zu TLC 2011

Was soll eigentlich der Vorschlaghammer?

Von Maurice Kneisel / Marcus Hinselmann
Samstag, 17.12.2011 | 15:33 Uhr
Bei TLC setzt CM Punk seine WWE-Championship gegen The Miz und Alberto Del Rio aufs Spiel
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Bei TLC in der Nacht von Sonntag auf Montag (1.45 Uhr im LIVE-TICKER) pfeift die WWE mal wieder auf die Regeln, in Tables-, Ladder- und Chairs-Matches ist alles erlaubt. Dieses Mal diskutiert SPOX-Redakteur Maurice Kneisel mit mySPOX-User Schlauchy über die Card und man einigt sich auf drei Titelverteidigungen. Nur das Leiter-Match zwischen Kevin Nash und Triple H macht einfach keinen Sinn...

United States-Champion Dolph Ziggler vs. Zack Ryder

Kneisel: Die WWE hat bei dieser Paarung auf ein Gimmickmatch verzichtet, gut so. Denn die Fehde ist auch so fesselnd genug und braucht keine zusätzliche Match-Bedingung. Wie ich schon in der Storyline-Analyse schrieb: Zack Ryder ist derzeit heiß wie sonst nix und Mr. Ziggles hat sich mit seinen zahlreichen qualitativ hochwertigen Matches sowie seinen überragenden Seller-Fähigkeiten zu einem der absoluten Smark-Lieblinge gemausert. So erwarte ich auch hier einen ansehnlichen Fight zwischen zwei Männern, die nicht nur Charisma haben, sondern auch im Ring immer abliefern. Der Titelgewinn für Ryder ist überfällig, zum Jahresende wird die WWE dem Long Island Iced Z und seinen Fans einen Feel-Good-Moment gewähren. Sollte Cena hier, wie gemunkelt wird, tatsächlich Special Referee werden, ist das Thema eh gegessen. Ziggler braucht die US-Championship eh nicht und sollte sich anschließend Richtung WWE-Titel orientieren, wo wir einige weitere Top-Matches gegen Punk erwarten können.

Hinselmann: Leider sehe ich in naher Zukunft noch keine Fehde zwischen Punk und Dolph. Ich kann mir einfach keine plausible Möglichkeit erdenken, wie ein Athlet, der gerade seinen US-Titel verloren hat, direkt in ein WWE-Championship-Match gebookt werden kann. Bei Miz hat das letztes Jahr ganz gut mit dem Money in the Bank-Koffer gepasst. Jedoch sind wir uns einig, dass Dolph der Midcard entwachsen ist und Ryder den US-Titel schon längst hätte halten sollen. Ich kann mich den Lobpreisungen Zigglers nur anschließen, wie er sich vom Spirit Squad-Mitglied bis zum Ende des Jahres 2011 entwickelt hat, ist phänomenal. Mittlerweile braucht sich der "Show Off" vor niemandem mehr zu verstecken. Im Ring sind die beiden sicherlich nicht auf einer Höhe, dennoch wird es ein sehr unterhaltsames Match, schon allein, weil Ziggler den Ruff Ryder exzellent sellt. Macht den Weg zum Main Event für Dolph frei und die Broskis glücklich - Ryder gewinnt, Woo Woo Woo you know it!

Intercontinental-Champion Cody Rhodes vs. Booker T
Hinselmann: Ein Match, auf das ich mich wirklich freue. In House-Show-Berichten las man, dass Booker im Ring immer noch überzeugt, und Cody zeigt seine Qualitäten jede Woche. Der Aufbau der Fehde war stark, konstante leichte Hiebe vom Kommentatorenpult gegen Rhodes, die schlussendlich zur Eskalation und Konfrontation führten. Ein Sieg des ehemaligen Legacy-Mitglieds erscheint als sicher, dennoch kann ich mir vorstellen, dass das Programm noch weiter geführt wird. Das Potential der Fehde ist gegeben, also rechne ich mit einem Sieg durch DQ für Booker T mit anschließendem Rematch beim Royal Rumble oder Smackdown.

Kneisel: Oh, ich freue mich auch auf das Match, denn so bleibt uns Booker immerhin als Kommentator erspart. "Tell me you didn't just type that!" Auch ich erwarte ein ansehnliches Match, schließlich ist der Godfather of FavFive noch nicht so lange raus aus dem Ring und sollte entsprechend wenig Rost angesetzt haben. Cody ist eh überragend, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Mir persönlich hat der Fehdenaufbau allerdings nicht so sehr zugesagt, ein bisschen Wasser ins Gesicht und zwei, drei Attacken durch Rhodes - da wäre mehr drin gewesen. Ich gehe auch davon aus, dass die Fehde noch am Anfang steht, ein DQ- bzw. Count Out-Sieg für Booker T ist dementsprechend zu erwarten.

Randy Orton vs. Wade Barrett (Tables Match)

Kneisel: Gott sei Dank, ein Tables-Match! Das muss ja gut werden... oder auch nicht. Man wollte der intensiven Fehde zwischen Orton und Barrett eine zusätzliche Komponente verleihen, von daher passt die Matchart. Dass man dabei kein großartiges Wrestling erwarten kann, ist auch klar. Barrett wurde, mit Ausnahme der völlig unnötigen Demontage durch Big Show bei RAW, zuletzt sehr gut und konsequent gepusht. Dabei wurde glaubwürdig dargestellt, dass er mittlerweile in Randys Kopf steckt. Aber hier sehe ich auch das Problem: Orton hat zuletzt einige Niederlagen gegen aufstrebende Heels wie Rhodes, Ziggler und eben auch Barrett kassiert, eine weitere erscheint unwahrscheinlich. Um den Briten weiter Richtung Welt-Schwergewichts-Titel zu bringen, muss er in diesem Match zumindest stark dargestellt werden. Dennoch glaube ich an einen Sieg für Randy Orton.

Hinselmann: Hier wiederspreche ich Dir energisch. Tables Matches sind perfekt dazu geeignet, ein dominantes Face unglücklich verlieren zu lassen. Man denke nur an Sheamus vs. John Cena vor zwei Jahren. Barrett würde ein Sieg enorm viel bringen. Auf der anderen Seite bringt Orton jede Niederlage, die er einstecken muss, wieder mehr Sympathien bei den Smart Marks. Ein Sieg Barretts bedeutet also eine Win-Win Situation. Ob die WWE dies genauso sieht, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Wrestlerisch wird das Ganze sicherlich nichts hochklassiges, aber ein netter Brawl kann auch entzücken. Die Barrett Barage wird in vollen Touren weiterlaufen und Ortons Körper wird den Tisch durchdringen.

Seite 2: So laufen die drei Main Events

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