Frankreich ist der große Favorit auf den Davis-Cup-Titel

Frankreichs goldene Chance

Samstag, 29.07.2017 | 21:15 Uhr
Davis-Cup-Team Frankreich
© getty
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Nach dem Saison-Aus von Novak Djokovic geht Frankreich als klarer Favorit ins Davis-Cup-Halbfinale gegen Serbien. Die Chancen auf den zehnten Titel stehen für das Team von Yannick Noah so gut wie nie.

Seit 1983, als Yannick Noah die French Open gewann, warten Frankreichs Herren auf einen Grand-Slam-Titel. Und auch der zehnte Triumph im Davis Cup wollte in den letzten Jahren einfach nicht klappen, obwohl die Equipe Tricolore über zahlreiche Spitzenspieler verfügt. 2010 und 2014 gingen die Finals verloren, doch nun könnte die große Stunde von Jo-Wilfried Tsonga, Gael Monfils, Richard Gasquet & Co. schlagen, denn nach dem Saison-Aus von Novak Djokovic sind Frankreichs Herren der ganz große Favorit auf den Davis-Cup-Titel.

Wieder eine erfolgreiche Abschlussfahrt nach Australien?

Das Team um Kapitän Noah trifft in der Woche nach den US Open im Halbfinale (15. bis 17. September) im Heimspiel auf Serbien, die Partie findet im Fußballstadion Stade Pierre-Mauroy in Lille statt, dort wo 2014 das Endspiel gegen die Schweiz verloren ging. Der Sieg gegen Serbien und der damit verbundene Finaleinzug scheint Pflicht zu sein. Während Frankreich vermutlich aus den Vollen schöpfen kann, fehlt bei den Serben Spitzenspieler Djokovic. Und auch die Nummer zwei, Viktor Troicki, ist derzeit verletzt.

Noah, der Frankreich 1991 als Kapitän zum Davis-Cup-Titel führte, hat die Qual der Wahl bei seiner Nominierung. Zehn Franzosen stehen im Einzel derzeit unter den Top 100, hinzu kommt Nicolas Mahut, der bestplatzierte Doppelspieler des Teams. Sollte es mit dem Finaleinzug klappen, treffen die Franzosen im Endspiel auf Belgien oder Australien. Gegen Belgien würde man Heimrecht genießen, geht es gegen Australien, steht zum Ende der Saison eine lange Reise nach Down Under bevor. Die Franzosen denken gerne an die letzte Australien-Reise zurück. Im Jahr 2001 siegten sie in Melbourne auf Rasen mit 3:2 und holten ihren neunten und bislang letzten Davis-Cup-Titel. Prägender Mann des Wochenendes war Nicolas Escude, der Lleyton Hewitt zu Beginn und Wayne Arthurs im entscheidenden Einzel besiegte.

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