Dominic Thiems Rückhand als Vorbild - Denis Shapovalov kopiert "richtig schlecht"

Von Lukas Zahrer
Samstag, 10.03.2018 | 15:27 Uhr
Thiems Rückhand ist ein Vorbild für viele angehende Tennisstars.
© getty

Dominic Thiem hat sich auf Anraten seines Trainers Günter Bresnik schon in jungen Jahren eine einhändige Rückhand antrainiert. Heute ist sein Paradeschlag ein Vorbild für die Youngsters Denis Shapovalov und Stefanos Tsitsipas, die allerdings laut Thiem nicht wirklich an dessen Niveau herankommen.

Thiem ist hinter Roger Federer und Grigor Dimitrov der derzeit drittbeste Spieler mit einer einhändigen Rückhand. Auch Stan Wawrinka ist für seine peitschenden Rückhand-Grundschläge bekannt, während Thiems Auftaktgegner in Indian Wells, der Grieche Stefanos Tsitsipas (heute ab 20:00 Uhr in unserem Live-Ticker), ebenso wie Shapovalov ebenfalls mit dieser Variante spielen.

Steht möglicherweise ein grundlegendes Revival der einhändigen Rückhand bevor? "Nicht wirklich", glaubt Thiem: "Klar, einige junge Spieler haben sie im Repertoire, aber ich denke nicht, dass wir sie so häufig sehen werden, wie das früher einmal der Fall war."

Der Kanadier Shapovalov gab vor Kurzem bekannt, dass er sich seine Rückhand von Thiem abgeschaut habe. "Wir sind gut befreundet und das ist schön zu hören", sagt der 24-Jährige, und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Aber sie sieht bei ihm schon deutlich anders aus. Ich würde sagen, er hat einen richtig schlechten Job gemacht, mich nachzuahmen."

Dominic Thiem: Günter Bresnik hoffentlich "mein Leben lang" Coach

Ausschlaggebend für Thiems Technik war sein Trainer Bresnik, der den Weltranglistensechsten in seiner Kindheit zu einer einhändigen Rückhand riet. Thiem selbst hinterfragte die Maßnahme kaum: "Ich habe damals nicht viel nachgedacht, auch nicht über meine Rückhand."

Während einige Stars häufig ihren Trainerstab wechseln, steht Bresnik von Beginn weg an Thiems Seite. "Das ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich habe nach wie vor das Gefühl, dass ich mich in jedem Training mit ihm verbessere", sagte Thiem. "Für mich gibt es daher keinen besseren Trainer als ihn." Geht es nach dem Lichtenwörther, soll das Verhältnis lange noch bestehen: "Deshalb hoffe ich, dass es mein Leben lang auch so bleibt."

Gegen Tsitsipas hat Thiem in Doha zu Beginn des Jahres gewonnen, vor diesem Match war der Grieche für die österreichische Nummer eins ein großer Unbekannter - auch zu einem gemeinsamen Training hatte es vor dem Turnier im Wüstenstaat nicht gereicht. Grundsätzlich freut sich Dominic Thiem aber, dass mit Stefanos Tsitsipas endlich auch ein Spieler aus Griechenland sich anschickt, die Tenniswelt zu erobern. Noch dazu einer mit großem Potenzial: Dominic Thiem hält es für durchaus vorstellbar, dass Tsitsipas unetr die besten 20 Spieler der Welt einzieht.

Hier das Einzel-Tableau der Herren in Indian Wells

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