Happy mit der neuen Nummer 1

Freitag, 13.10.2017 | 14:46 Uhr
Gar nicht so plötzlich Branchenprima: Simona Halep
© getty

Was lange währte, wurde nach dem Turnier in Peking endlich gut: Simona Halep eroberte die Spitze der Weltrangliste. WTA-Chef Steve Simon freut dies durchaus.

Zwei Beobachtungen zu Simona Halep aus dem Jahr 2017: French Open, vierte Runde, die Rumänin soll gegen Carla Suarez Navarro antreten, die beiden Spielerinnen kommen sehr früh auf den Court Philippe Chatrier. Nacheinander. Die Spanierin legt vor, greift sich den Schläger, geht gleich zu Werke, klopft sehr bald in voller Geschwindigkeit auf die Bälle drauf. Simona Halep andererseits wärmt sich ordnungsgemäß auf, mit kurzen Steigerungsläufen, Dehnbändern. So professionell kennen die Beobachter der Tennisszene die neue Nummer eins der Welt.

Ein paar Monate später in New York: Halep ist in der ersten Runde der US Open gegen Maria Sharapova ausgeschieden, sie bleibt dennoch noch ein paar Tage auf der Anlage, flaniert mit ihrem Mentor Ion Tiriac über das National Tennis Center. Extrem lässig.

Steve Simon, der Chef der WTA, darf sich also über eine gleichzeitig sportlich vorbildliche wie auch durchaus coole Branchenführerin freuen. Was der US-Amerikaner den vier Vorgängerinnen Haleps im Jahr 2017 ganz sicher nicht absprechen möchte.

Chance in Singapur

"Die Nummer eins der WTA-Weltrangliste zu werden zeigt unglaubliche Begeisterung und Hingabe, und ich möchte Simona zu dieser Leistung gratulieren", erklärte der WTA-Boss also. "Simona ist eine beispielgebende Athletin, auf und neben dem Court, und mit dieser herausragenden Saison verdient sie diesen fantastischen Moment in ihrer Karriere."

Wobei das Jahr der Simona Halep durchaus seine Tiefen hatte - und nach wie vor fehlt ja der ganz große Coup, der Erfolg bei einem Grand-Sam-Turnier. Die größte Chance dazu hatte die Rumänin dazu in Paris, das Endspiel gegen Jelena Ostapenko hätte sie gewinnen dürfen. Mit einem Triumph in Roland Garros hätte es schon it der Nummer eins geklappt, weitere Chancen verpasste Halep in Wimbledon und Cincinnati.

Jetzt aber hat der Schützling von Darren Cahill den Thron erklommen - und eine Möglichkeit auf einen herausragenden Titel bleibt Simona Halep ja noch: bei den WTA Finals in Singapur. 2014 stand sie beim Jahresabschluss schon einmal im Endspiel, in der laufenden Kampagne scheint im Damentennis alles möglich.

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