NHL

Dominik Kahun von den Blackhawks im Interview: "NHL? Rookie-Camp war schwerer"

Von SPOX
Dominik Kahun unterschrieb im Sommer seinen ersten NHL-Vertrag bei den Chicago Blackhawks.

Dominik Kahun überzeugt bisher als Rookie der Chicago Blackhawks. Im DAZN-Interview spricht der deutsche Nationalspieler über seinen Traumstart in der NHL.

Kahun kam in allen fünf Saisonspielen der Blackhawks nicht nur zum Einsatz, sondern startete. Im Schnitt steht der ehemalige Münchner 13:43 Minuten auf dem Eis.

Vor dem Spiel gegen die Tampa Bay Lightning (Mo., 1 Uhr live auf DAZN) erklärt Kahun die Unterschiede zwischen NHL und europäischem Eishockey. Der 23-Jährige erzählt von seinem ersten NHL-Tor und vom Leistungsdruck in der ersten Reihe.

DAZN: Fünf Spiele, vier Scorerpunkte, darunter das erste NHL-Tor: Herr Kahun, wie zufrieden sind Sie mit Ihrem NHL-Start?

Dominik Kahun: Ich könnte es mir gar nicht schöner vorstellen. Für mich ist schon ein Traum in Erfüllung gegangen, dass ich es ins Team geschafft habe. Dass es dann auch noch so gut läuft, ist schon ein Highlight.

DAZN: Deutsches Understatement. Sie standen bei Ihrem NHL-Debüt wie auch in allen anderen Spielen neben Kapitän Jonathan Toews und Alex DeBrincat in der ersten Reihe.

Kahun: (lacht) Was soll ich sagen? Ich habe die komplette Vorbereitung mitgemacht, war in diesem Rookie-Camp. Dann kamen die ersten Vorbereitungsspiele, in denen es auch ganz gut lief. Im nächsten Training standen da diese Reihen und plötzlich war ich Rechtsaußen in der ersten Reihe.

DAZN: Wie haben Sie reagiert?

Kahun: Natürlich war ich stolz, freute mich. Ich war aber auch ein wenig nervös. Ich weiß, dass man einfach liefern muss. Die erwarten ganz andere Sachen von dir. Da muss es einfach laufen. Aber das klappte ja glücklicherweise sehr gut.

Kahun schwärmt von Toews: "Das habe ich zum ersten Mal so erlebt"

DAZN: In der Tat. Das Zusammenspiel mit DeBrincat und Toews scheint reibungslos zu funktionieren.

Kahun: Toews macht das eben sehr gut.

DAZN: Wie meinen Sie das?

Kahun: Er redet sehr viel. Alex (21 Jahre; Anm. d. Red.) und ich sind noch sehr jung. Toews hilft uns jeden Tag im Training und auch in den Spielen. Er spricht über unser Positionsspiel - wo wir sein sollten, wo wir die Scheibe hinfahren oder in welchen Raum wir sie spielen sollten. Er macht es für uns einfacher. Das habe ich zum ersten Mal so erlebt, dass dir ein Spieler in diesem Ausmaß helfen kann.

DAZN: Nicht jeder Rookie genießt ein solches Privileg. Nicht einmal der direkte Sprung ins NHL-Roster ist sicher. Einige müssen den Umweg AHL nehmen. Sie haben es geschafft - problemlos?

Kahun: Das war natürlich mein Ziel. Ich habe davon geträumt, dass ich eine gute Vorbereitung mache und mich dann durchspiele. Beim Rookie-Camp machte ich mir aber Sorgen.

DAZN: Wieso?

Kahun: Das Tournament war ziemlich schwer. Die ganzen jungen Spieler haben nicht viel nachgedacht. Das Spiel war ziemlich schnell und hart. Jeder ist rumgerast und wollte den Anderen umchecken so hart es nur ging. Ich habe mich im Rookie-Camp tatsächlich schwerer getan als danach bei den Großen.

DAZN: Wie ist es bei den Großen?

Kahun: Diese Spieler sind natürlich viel erfahrener. Sie spielen das Spiel ein wenig anders. Ich habe schnell gemerkt, dass es alles ruhiger abläuft, mehr mit der Scheibe gespielt wird und es mehr auf die Technik ankommt, was mir auch mehr liegt. Ich merkte, dass ich auch bei denen mitspielen kann. Das hat mir neues Selbstvertrauen gegeben.

Seite 1: Kahun über seine Rolle bei den Blackhawks und das harte Rookie-Camp

Seite 2: Kahun über die Unterschiede zum europäischen Eishockey und Leistungsdruck

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