Kühnhackl: "Es ist abgefahren"

SID
Montag, 21.03.2016 | 13:43 Uhr
Tom Kühnhackl erzielte gegen Washington auch den Siegtreffer
© getty
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Die Reporter drängelten sich in der Kabine um Tom Kühnhackl wie sonst nur um Sidney Crosby. Nicht der kanadische Superstar der Pittsburgh Penguins, sondern der Sohn der deutschen Eishockey-Legende Erich Kühnhackl war diesmal im Duell mit der punktbesten Mannschaft der NHL der Mann des Spiels gewesen.

"Es ist abgefahren, es ist wie ein wahr gewordener Traum für mich", sagte der 24-Jährige nach dem herausragenden 6:2 gegen die Washington Capitals (die NHL im Roundup) um den Russen Alexander Ovechkin über seine junge NHL-Karriere.

Drei Scorerpunkte gelangen dem gebürtigen Landshuter in seinem insgesamt 32. Einsatz, darunter der Siegtreffer zum 3:2 (36.) mit einem sehenwerten Direktschuss. Immer mehr schiebt sich der junge Kerl aus Deutschland derzeit in den Fokus. Auch seine Leistungen in der eigentlich defensiv ausgerichteten dritten Sturmreihe sind dafür verantwortlich, dass die Penguins gerade heiß laufen und auf bestem Wege in die Play-offs sind.

Vater Kühnhackl ist naturgemäß stolz auf den NHL-Durchbruch seines Sohnes. "Er hat das geschafft, was sein Vater nicht geschafft hat", sagt der 65-Jährige, der als der beste deutsche Eishockey-Spieler überhaupt gilt.

Wie der Vater so der Sohn

Ein wenig Untertreibung schwingt da allerdings mit, schließlich hatte der "Kleiderschrank auf Kufen" in den 1980er Jahren die Möglichkeit auf einen Vertrag bei den New York Rangers und verzichtete. "Damals waren die Zeiten andere, der Verdienst in Deutschland größer. Jetzt musst du rübergehen", erzählte er einmal.

Tom Kühnhackl tat das mit 18 vor sechs Jahren, er ging den harten Weg durch die kanadischen Juniorenligen, durch die unbarmherzige Mühle der American Hockey League (AHL), er steckte schwere Verletzungen weg, er kämpfte sich durch sportliche Krisen. Kühnhackl war zeitweise schon fast abgeschrieben, vor gut einer Woche wurde er nun mit einer zweijährigen Vertragsverlängerung belohnt. "Er ist in einer Top-Mannschaft", findet sein Vater, der ihn schon mehrfach live gesehen hat: "Mir persönlich hat er sehr, sehr gut gefallen."

Die Präsenz und Führungsstärke eines Sidney Crosby hilft Kühnhackl dabei enorm, aber vor allem hat er selbst mit der Umstellung seines Stils zum Aufstieg beigetragen. Von einem reinen Offensivtalent hat Kühnhackl sich zum kompletten Spieler entwickelt. "Ich habe mein Spiel verändert in den letzten Jahren, um defensiv zuverlässiger zu sein", sagte er nach der Gala gegen die Capitals und fügte schmunzelnd an: "Ich bin glücklich, dass diesmal die offensive Seite wieder durchkam."

"Geht nur mit harter Arbeit"

Längst hat auch Bundestrainer Marco Sturm den Außenstürmer auf dem Zettel, zumal Kühnhackl gegen Washington bei einer handfesten Auseinandersetzung zeigte, dass er auch die körperliche Härte nicht scheut. "Tom musste sich erstmal beweisen, jetzt kommt es darauf an, dass er seinen Platz verteidigt. Er hat kapiert, dass es nur mit harter Arbeit geht", sagte Sturm dem SID.

Spätestens bei der Olympia-Qualifikation im September könnte Kühnhackl erstmals für die Nationalmannschaft auflaufen, aber daran verschwendet "Kuni", wie er von den Kollegen gerufen wird, bestimmt noch keinen Gedanken. Kühnhackl hat die Play-offs vor Augen, und nach inzwischen sechs Siegen in Serie gelten die Penguins langsam als Stanley-Cup-Geheimtipp. "Ich genieße einfach diese Zeit", sagt er.

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