Donnerstag, 14.01.2016

NHL-Roundup

Shutout! Flames zerlegen Panthers

Die Florida Panthers mussten beim Gastspiel bei den Calgary Flames eine bittere Klatsche wegstecken, während den Columbus Blue Jackets die geforderte Wiedergutmachung im Duell mit den Toronto Maple Leafs gelang. In Anaheim siegten die Ducks gegen die Ottawa Senators und auch in Philadelphia herrschte nach dem Sieg der Flyers über die Boston Bruins beste Laune.

Sam Bennett zerlegte die Florida Panthers nahezu im Alleingang
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Sam Bennett zerlegte die Florida Panthers nahezu im Alleingang

Calgary Flames (20-20-2, 42 Pts) - Florida Panthers (26-13-5, 57 Pts) 6:0 BOXSCORE

Zwölf Spiele in Serie waren die Panthers ungeschlagen, dann setzte es am Montag in Vancouver bei den Canucks eine knappe 2:3-Niederlage nach Overtime. Das Ziel für das Team von Gerard Gallant beim Gastspiel in Calgary war deshalb klar. Florida wollte keine Fragen aufkommen lassen und den Ausrutscher zwei Tage zuvor vergessen machen. Statt eines Sieges gab es jedoch eine richtig dicke Packung, bei der Flames-Rookie Sam Bennett es viermal im Kasten der Gäste klingeln ließ.

Florida wurde dabei vor allem im ersten Drittel von den Hausherren praktisch überrannt. Bennett fand bereits nach 56 Sekunden einen Weg vorbei an Panthers-Schlussmann Roberto Luongo (11 Saves). Johnny Gaudreau erhöhte keine fünf Minuten später auf 2:0 für die Gastgeber, ehe es erneut Bennett war, der mit einem Doppelpack den überragenden ersten Abschnitt der Truppe aus Calgary perfekt machte und gleichzeitig den Arbeitstag Luongos beendete.

Wer im Anschluss mit einem Aufbäumen der Panthers gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Lediglich 15 Versuche feuerten die Gäste in den gesamten 60 Minuten auf den Kasten von Flames-Goalie Jonas Hiller ab, der jedoch sämtliche Schüsse abwehren und so einen Shutout-Sieg feiern durfte. Am anderen Ende des Eises traf Mason Raymond gegen den eingewechselten Al Montoya (19 Saves), der sich im Schlussdrittel auch noch Bennett zum 6:0-Endstad geschlagen geben musste.

"Es ist peinlich für uns", analysierte Panthers-Center Jonathan Huberdeau. "Nach so einer Serie hier her zu kommen und sich ein 0:6 einzufangen, ist nicht das, was wir erwartet hatten. Wir hatten keinen guten Start und sie haben uns dafür bestraft."

Es war die erste Pleite der Panthers in der regulären Spielzeit seit 14 Spielen. Bennett, der seit 19 Spielen nicht getroffen hatte, trat in die Fußstapfen von Jarome Iginla, der am 23. Februar 2003 den letzten Viererpack für die Flames geschnürt hatte.

"Es fühlt sich großartig an", strahlte der 19-Jährige, der in dieser Spielzeit aktuell bei zehn Treffern steht, nach der Partie. "Es ist vor allem für mein Selbstvertrauen sehr wichtig. Ich wusste zwar vorher schon, dass ich in dieser Liga mithalten kann, dennoch war das heute ein weiterer Schritt in die richtige Richtung."

Toronto Maple Leafs (16-18-7, 39 Pts) - Columbus Blue Jackets (16-25-4, 36 Pts) 1:3 BOXSCORE

Wiedergutmachung geglückt - zumindest beim Ergebnis. Nach der bitteren 2:5-Pleite gegen die New York Islanders um den deutschen Goalie Thomas Greiss hatte Columbus-Coach John Tortorella vor dem Duell gegen die Maple Leafs Wiedergutmachung von seinem Team gefordert. Einer hatte wohl ganz genau hingehört: Goalie Joonas Korpisalo.

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Der Schlussmann der Blue Jackets bekam 42 Schüsse auf seinen Kasten und konnte überragende 41 davon abwehren. Was auch immer die Hausherren im heimischen Air Canada Centre versuchten, Korpisalo machte es zunichte. Während der Rookie seinen Vorderleuten den Rücken frei hielt, traf Boone Jenner fünf Minuten vor Ende des ersten Drittels zur Führung für die Gäste, Alexander Wennberg erhöhte nach 16:17 Minuten des zweiten Abschnitts auf 2:0.

Trotz der Führung und eines nahezu perfekten Tages des eigenen Goalies kamen die Blue Jackets im Anschluss doch nochmal ins Schwimmen. Torontos Right Wing Brad Boyes schaffte es tatsächlich mit noch etwas weniger als 2:30 Minuten auf der Uhr Korpisalo zu überwinden und so für Hoffnung unter den 18.903 Zuschauern zu sorgen. Die Entscheidung fiel dann praktisch mit der Schlusssirene. Brandon Dubinsky sorgte mit seinem 3:1, das eine Sekunde vor Ende fiel, für den Schlusspunkt.

"Ich denke, dass es in der NHL sehr wichtig ist, wie man Abseits des Pucks agiert", sagte Columbus-Coach Tortorella. "Manchmal sind wir dabei richtig gut darin, manchmal nicht. Unser Problem ist unsere Konstanz. Wir haben eine gute Truppe."

Auf der Gegenseite haderte Leafs-Trainer Mike Babcock mit seinem Team: "Wer nur reagiert, der verliert", analysierte der 52-Jährige. "Ihr Schlussmann war gut, aber wir müssen einfach das erste Tor machen, damit wir nicht hinterher laufen. Man kann nicht sein gewohntes Spiel zeigen, wenn man Druck aufbauen muss."

Philadelphia Flyers (19-15-7, 45 Pts) - Boston Bruins (21-16-5, 47 Pts) 3:2 BOXSCORE

Auch im Duell mit den Bruins merkte man den Hausherren aus Philadelphia das aktuelle Selbstvertrauen deutlich an. Nachdem die Gäste aus Boston die Führung von Flyers-Right-Wing Jakub Voracek, der in den letzten Minuten des ersten Drittels zum 1:0 getroffen hatte, durch Kevan Miller und Loui Eriksson in eine 2:1-Führung verwandeln konnten, bewies Philly Moral.

Das Team von Coach Dave Hakstol zeigte ein starkes Schlussdrittel im heimischen Wells Fargo Center und belohnte sich durch einen Doppelschlag von Wayne Simmonds und Mark Streit, die innerhalb von 82 Sekunden Bruins-Schlussmann Tuukka Rask (18 Saves) überwanden, selbst. "Es ist immer eine Frage des Selbstbewusstseins", sagte Philadelphias Claude Giroux nach 60 absolvierten Minuten. "Im Moment haben wir richtig viel davon und wir müssten sicherstellen, dass das auch so bleibt."

Bei Boston sieht dies nach nur zwei Siegen aus den letzten zehn Partien etwas anders aus. "Aktuell ist eine frustrierende Zeitspanne für uns", gestand Gäste-Coach Claude Julien. "Wir lassen zu viele Möglichkeiten liegen und leisten uns auf der anderen Seite auch noch unnötige Fehler. Wir müssen dringend die Wende schaffen."

Das Team von Dennis Seidenberg, der 19:53 Minuten auf dem Eis stand, bekommt die Chance dazu bereits am Freitag beim Gastspiel bei den Buffalo Sabres.

Anaheim Ducks (18-17-7, 43 Pts) - Ottawa Senators (20-18-6, 46 Pts) 4:1 BOXSCORE

Die Fans im kalifornischen Honda Center mussten sich zwar eine ganze Zeit lang gedulden, das letzte Drittel dürfte die Anhänger der Ducks dann allerdings entschädigt haben.

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Shea Theodore, der während eines Powerplays traf, Carl Hagelin und Jakob Silfverberg sorgten innerhalb von nur 3:29 Minuten mit drei Treffern für die späte Entscheidung zugunsten der Hausherren, die sich zuvor trotz klarer Schussüberlegenheit (38:25) und der Führung durch Andrew Cogliano, der nach 7:06 Minuten des zweiten Abschnitts Sens-Goalie Craig Anderson überwunden und so eine 17 Spiele andauernde Serie ohne Scorerpunkt beendet hatte, nicht absetzen konnten.

Andersons Gegenüber, Anaheims Schlussmann Frederik Andersen, sorgte mit seinen 24 Saves zudem dafür, dass die Offensive der Gäste aus Ottawa ein ums andere Mal an den Rand der Verzweiflung geriet. Lediglich Curtis Lazar, der nach einem schweren Patzer von Ducks-Kapitän Ryan Getzlaf den Puck an Andersen vorbei in die Maschen der Ducks befördern konnte, tauchte auf Seiten der Senators auf dem Scoreboard auf.

Getzlaf wurde von Coach Bruce Boudreau die nächsten mehr als acht Minuten auf die Bank verbannt, durfte aber im weiteren Verlauf der Partie wieder mitmischen und bereitete das vorentscheidende 2:1 der Hausherren vor. "Er glaubt immer an sich, denn ihm ist klar, dass er einer der besten Spieler der Liga ist", lobte Hagelin seinen Chef auf dem Eis. "Er hat das Tor von Shea perfekt vorbereitet. Das hat uns auf den richtigen Weg gebracht."

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