Freitag, 03.04.2015

NHL-Roundup

Ovechkin-Rekord und Seidenberg-Sieg

Alex Ovechkin darf mit den Capitals gleich doppelt feiern. Außer dem Sieg bei den Canadiens stellt der Offensivstar einen Klubrekord auf. Am Ende entscheiden die Nerven. Seidenberg und Co. marschieren währenddessen problemlos weiter und die Blackhawks haben ihre Formation endlich gefunden.

Aelx Ovechkin (r.) stellte einen neuen Rekord auf
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Aelx Ovechkin (r.) stellte einen neuen Rekord auf

Das Spiel der Nacht:

Montreal Canadiens (47-22-9, 103 pts) - Washington Capitals (43-25-10, 96 pts) 4:5 SO BOXSCORE

Drama pur im Topspiel! Nach einem zähen Auftakt im Anfangsdrittel kamen der Zweit- und Viertplatzierte der Eastern Conference im zweiten Durchgang ins Rollen und lieferten den Zuschauern ordentlich Spektakel. Mann des Spiels war Alex Ovechkin, der mit seinen beiden Powerplay-Treffern zum erfolgreichsten Torschützen der Capitals-Historie aufstieg. Mit mittlerweile 473 Toren hat er Peter Bondra überholt.

"Es ist ein großartiger Erfolg", kommentierte Ovechkin seine Bestmarke: "Früher oder später wird mich jemand überholen, aber es ist schön, Teil der Geschichte zu sein." Neben Ovechkin traf auch Joel Ward doppelt, was den Capitals kurz vor Schluss eine 4:3-Führung bescherte. P.K. Subban rettete die Canadiens mit seinem Powerplay-Treffer vier Minuten vor Schluss in die Overtime.

Die Entscheidung fiel letztlich aber im Shootout: Sieben Schützen verschossen ihre Penalties, ehe Troy Brouwer den Bann brach und zum umjubelten Auswärtssieg der Capitals einnetzte. "Das war Anspannung pur. Die ganzen Penalties waren spannend. Am Ende haben wir es aber nicht verdient. Wir müssen viel besser spielen. Vier Gegentore sind einfach zu viel", kritisierte Canadiens-Coach Michel Therrien.

Die weiteren Spiele:

Detroit Red Wings (40-24-13, 93 pts) - Boston Bruins (40-25-13, 93 pts) 2:3 BOXSCORE

Diese Geschichten schreibt nur der Sport: Noch nie hatte Zach Trotman über einen eigenen Treffer in der NHL jubeln dürfen, gegen die Red Wings war jetzt endlich Premiere - und was für eine! Mit 2:08 Minuten auf der Uhr nahm sich der Amerikaner ein Herz und schoss die Bruins zum vierten Sieg in Folge - einem verdammt wichtigen im Kampf um die Postseason.

"Ich habe nur versucht, den Puk auf das Tor zu bringen, um vielleicht einen Rebound zu kriegen. Plötzlich war er drin. Ich war in Ekstase. Das war surreal. Ich konnte es nicht fassen", schilderte der Matchwinner seinen persönlichen Augenblick. Erst vor zwei Wochen war Trotman aus der AHL zurückgeholt worden.

Lange Zeit lebte das Spiel von der Spannung, am Schluss konnten die Bruins dank einer Leistungsexplosion im letzten Drittel jubelnd vom Eis. Luke Glendening und Stephen Weiss hatten die Red Wings in Führung geschossen. Boston drehte den 0:2-Rückstand nach Toren von Carl Soderberg, Loui Eriksson und Trotman noch zum Last-Minute-Sieg. Dass der letztlich über die Zeit gerettet wurde, war auch Keeper Tuukka Rask zu verdanken, dem 35 Saves gelangen.

Dennis Seidenberg, der über 24 Minuten auf dem Eis stand, blieb ohne Scorerpunkt. Damit liegt Boston weiter drei Punkte vor Verfolger Ottawa.

St. Louis Blues (47-23-7, 101 pts) - Calgary Flames (42-29-7, 91 pts) 4:1 BOXSCORE

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Drei starke Aktionen hatte Marcel Goc, jedoch fand letztlich keiner seiner Abschlüsse den Weg ins Tornetz. Der deutsche Nationalspieler hat mit seinen Blues das Ticket für die Playoffs bereits seit Wochen in der Tasche. Beim lockeren 4:1 gegen die Flames untermauerte St. Louis seine Ambitionen.

Entscheidend waren die Schnellschüsse zu Beginn der beiden ersten Drittel: Nach nur 1:16 Minute eröffnete Jaden Schwartz den Torreigen für die Blues. Nach 23 Sekunden im zweiten Spielabschnitt erhöhte Paul Stastny auf 2:0. Obwohl die Gäste durch Sean Monahan noch einmal ran kamen, gab sich St. Louis im Schlussdrittel keine Blöße. Jori Lehtera und Patrik Berglund machten den Sack zu.

"Ich habe den Spielern gesagt, dass wir uns das über vier Jahre aufgebaut haben. Wir haben eine gute Balance und werden die auch für den Rest der Saison brauchen", sagte Blues-Coach Ken Hitchcock. Für die Flames, die bei einem Spiel mehr nur noch einen Zähler Vorsprung auf den Neuntplatzierten Winnipeg haben, wird es im Endspurt der Regular Season noch einmal eng.

Chicago Blackhawks (47-24-6, 100 pts) - Vancouver Canucks (45-28-5, 95 pts) 3:1 BOXSCORE

Blackhawks-Coach Joel Quenneville liebt es, an Chicagos Offensiv-Reihe zu basteln. Mit der Kombination Marcus Kruger, Andrew Desjardins und Teuvo Teravainen scheint er jetzt die beste gefunden zu haben. Kruger glänzte gegen die Canucks mit einem Tor und einem Assist, Teravainen trug sich ebenfalls in die Trefferliste ein und Desjardins überzeugte mit einer starken Leistung und vielen Laufwegen.

"Ich glaube, wir sind derzeit darauf fokussiert, gutes Hockey zu spielen, richtig zu spielen. Wenn du das machst, kommen die Siege und Punkte von selbst", lobte Blackhawks-Goalie Corey Crawford seine Mitspieler. Seine 34 Saves trugen ebenfalls zum souveränen Sieg über Vancouver bei.

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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"Es ist die spaßigste Zeit des Jahres", strahlte Teravainen nach dem Abpfiff. "Wir brauchen zwar jeden Punkt, den wir kriegen können, aber gerade das ist so aufregend."

Los Angeles Kings (38-25-14, 90 pts) - Edmonton Oilers (23-42-13, 59 pts) 8:2 BOXSCORE

So kommt man in die Playoffs! Die Kings zerlegen die Oilers in ihre Einzelteile und haben als Achtplatzierte der Western Conference weiter alle Chancen. "Wir haben einige Jungs im Team, die unter Druck aufblühen", sagte Drew Dougherty: "Wir haben viel Herz und glauben an jeden Einzelnen im Team, aber wir haben noch viel Arbeit zu erledigen."

Dabei durfte bei LA durfte jeder seine Laster ablegen: Drew Doughty, Jordan Nolan und Kapitän Dustin Brown beendeten ihre lang anhaltenden Durststrecken, Marian Gaborik und Jeff Carter trafen gleich doppelt. Robin Regehr komplettierte das Schützenfest.

Edmonton-Goalie Tyler Bunz hatte sich sein NHL-Debüt sicher auch anders vorgestellt. Nach nur neun abgewehrten Torschüssen und drei Gegentoren war der Arbeitstag für ihn schnell vorbei.

Die Kings hatten seit dem 1. April 2010 keine acht Tore mehr in einem NHL-Spiel geschossen, während Edmonton schon zum elften Mal aus den letzten 16 Spielen als Verlierer vom Eis ging.

Ottawa Senators (39-26-12, 90 pts) - Tampa Bay Lightning (47-24-8, 102 pts) 2:1 OT BOXSCORE

Florida Panthers (36-27-15, 87 pts) - Carolina Hurricanes (28-38-11, 67 pts) 6:1 BOXSCORE

Columbus Blue Jackets (38-35-4, 80 pts) - New York Islanders (45-27-6, 96 pts) 4:3 BOXSCORE

Minnesota Wild (44-26-7, 95 pts) - New York Rangers (49-21-7, 105 pts) 2:3 BOXSCORE

Byfuglien gesperrt: Nach seinem Crosscheck gegen Rangers-Spieler J.T. Miller wurde Winnipegs Dustin Byfuglien von der NHL für vier Spiele gesperrt. Der Verteidiger hatte seinen Gegenspieler hart am Kopf getroffen.

Kings verlängern mit Pearson: Der amtierende Stanley-Cup-Champ hat den Vertrag mit Forward Tanner Pearson um zwei Jahre verlängert. Der neue Kontrakt soll Pearson 2,8 Millionen Dollar garantieren.

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