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Von SPOX
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Western Conference

Colorado Avalanche (1) - Minnesota Wild (4)

Ausgangslage: Colorado kann mit Stolz auf ein starkes Comeback zurückblicken. Nach der zweitschlechtesten Bilanz in der vergangenen Saison haben die Avs über den Sommer enorm viel richtig gemacht und sich durchaus überraschend den Top-Spot in der Central Division erkämpft.

Dabei profitierten sie allerdings auch vom katastrophalen Saison-Ausklang der Blues, die jedes ihrer letzten sechs Spiele verloren. In seinem ersten Jahr als NHL-Coach hat Patrick Roy eine bemerkenswerte Bilanz abgeliefert. Sorgen bereitet da nur die Knieverletzung von Matt Duchene, der gegen die Wild wohl ausfallen wird. Mit 70 Punkten in 71 Spielen war der Kanadier Topscorer der Avs.

Nach vier Jahren ohne Playoffs war Minnesota im vergangenen Jahr wieder mit von der Partie, musste sich allerdings den Blackhawks geschlagen geben. In der laufenden Saison haben sich die Wild als defensivstarkes Team erwiesen (Rang 7) und konnten dank starker Heimbilanz für die erneuten Playoffs planen.

Players to watch: Auf Seiten der Wild sind zwei Akteure wesentlich verantwortlich für die gute Defensive: Dauerbrenner Ryan Suter steht fast 30 Minuten pro Spiel auf dem Eis und liegt damit auf Rang 1 der Liga. Trotz seiner oft unspektakulären Art ist der Star-Defender der Garant für die stabile Defensive und zudem ein starker Vorlagengeber (35 Assists).

Dazu kommt Goalie Ilya Bryzgalov. Der Russe kam während der Saison aufgrund der Verletzungsmisere zwischen den Pfosten als Ergänzungsspieler aus Edmonton und konnte sofort überzeugen. Sollte Josh Harding wie erwartet nicht mehr ins Tor zurückkehren, könnte Bryzgalovs nächste große Stunde schlagen.

Nach dem Ausfall von Duchene ruhen die Hoffnungen der Avs noch mehr auf Nathan MacKinnon. Der erste Pick des vergangenen Drafts ist angehender Rookie des Jahres und überzeugte in seinen 82 Einsätzen mit starken 63 Punkten. In seinen ersten Playoffs steht der 18-Jährige damit schon sehr stark unter Druck.

Prognose: Die junge Offensive Line der Avs hat gegen die defensivstarken Wild gleich zu Beginn einen echten Gradmesser. Minnesota wird zuhause auf jeden Fall mithalten können, die individuelle Qualität der Avs spricht nach der starken Saison allerdings für sich. Tipp: Colorado in 6.

St. Louis Blues (2) - Chicago Blackhawks (3)

Ausgangslage: Es ist das wohl beste Matchup der 1. Runde: Vor zwei Wochen waren die Blues schon so gut wie sicher das Top-Team der Conference. Dann die unfassbare Serie: Mit sechs Pleiten in Folge gab St. Louis die Führung noch an Colorado ab und muss sich jetzt mit den starken Blackhawks auseinandersetzen.

Kurios: Weil es an der Spitze unglaublich eng ablief, treffen in der ersten Runde der 16 Playoff-Teams jetzt die Nummer 4 und 7 der Liga aufeinander. Mit Blick auf die Playoff-Statistiken hat Chicago mit 7:3-Serien in der Postseason die besseren Erfahrungen mit den Blues gemacht. Die letzte Playoff-Begegnung der beiden Teams ist allerdings auch schon zwölf Jahre her.

Während Chicago mit 3,18 Toren pro Spiel die zweitbeste Offensive der Liga hat, setzen die Blues in der Defense die Maßstäbe. Bei nur 2,28 Gegentoren pro Match verteidigen nur die Kings und Bruins besser.

Players to watch: Vladimir Tarasenko ist die personifizierte Punkte-Garantie der Blues. In den 19 Spielen, in denen der Russe traf, ging St. Louis 16 Mal als Sieger vom Eis. Mit seiner Schnelligkeit hat Tarasenko einen enormen Einfluss auf das Angriffs-Spiel. Mit 22 Assists ist der 22-Jährige außerdem ein starker Vorlagengeber.


Mit Blick auf die Stats ist Bryan Bickell nicht gerade der auffälligste Spieler der Blackhawks. Aber: Der 28-Jährige hatte schon in den letzten Playoffs bewiesen, wie groß sein Einfluss in entscheidenden und engen Spielen sein kann. Trotz geringer Zeit auf dem Eis liefert der Kanadier Einsatz und Power für die Offensive. Der Mann, der enge Schlussphasen liebt und für Playoff-Serien lebt, kann zur Geheimwaffe der Serie werden.

Prognose: Die wohl schwerste Prognose der 1. Runde. Beide Teams sind stark und ausgeglichen genug besetzt, um mindestens als Halbfinalist durchzugehen. Entscheidend: Finden die Blues rechtzeitig zurück zur Winter-Stärke und können sie ein passendes und gesundes Lineup zusammenbauen? Dann ist St. Louis mit Mühe in der nächsten Runde. Tipp: St. Louis in 7.

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