Freitag, 23.04.2010

NHL: Playoffs, 1. Runde

Nacht der Goalies: Devils scheitern an Boucher

Brian Boucher führt die Philadelphia Flyers als erstes Team in die nächste Playoff-Runde. Ottawa gelingt ein Drahtseilakt beim Titelverteidiger und auch bei Chicago und San Jose überragen die Männer zwischen den Pfosten.

Martin Brodeur (r.) kassierte in fünf Playoff-Spielen gegen die Flyers 15 Gegentreffer
© Getty
Martin Brodeur (r.) kassierte in fünf Playoff-Spielen gegen die Flyers 15 Gegentreffer

New Jersey Devils - Philadelphia Flyers 0:3

Brian Boucher von den Philadelphia Flyers zeigte gegen die Devils erneut eine starke Leistung und besiegelte mit einem Shutout das frühe Aus der New Jersey Devils. Die Flyers, die als letztes Team in die Playoffs einzogen, haben sich damit als erstes für die nächste Runde qualifiziert.

Danny Briere, der in den letzten zwei Begegnungen fünf Punkte sammelte, brachte Philadelphia mit einem Treffer im Powerplay bereits früh auf die Siegerstraße (4.). Claude Giroux entschied mit einem Doppelschlag (32. + 34.) die Partie dann vorzeitig.

Belohnt wurden die Flyers vor allem für ihre kämpferische Leistung. Bereits geschwächt durch die Ausfälle von Jeff Carter und Simon Gagne, die sich jeweils in Spiel vier beim Blocken eines Schusses den rechten Fuß brachen, versuchten die Spieler alles, um einen Gegentreffer zu verhindern.

Sinnbildlich war der Einsatz von Ian Laperriere, der sich in einen Schuss von Paul Martin warf und am Kopf getroffen wurde. Der tiefe Cut über dem linken Auge musste mit über 60 Stichen genäht werden.

Ansonsten scheiterten die Devils mit insgesamt 28 Schüssen am gut aufgelegten Brian Boucher, Zach Parise beim Stand von 0:1 mit einem Schuss am Pfosten, und einmal rettete Danny Briere auf der Linie.

"Ich kann es einfach nicht glauben", brachte ein enttäuschter Martin Brodeur seine Gefühle auf den Punkt. "Es ist hart zu verdauen. Aus welchem Grund auch immer, wir haben es nicht geschafft, auf dem Level zu spielen, das wir in den Playoffs hätten spielen müssen."

Pittsburgh Penguins - Ottawa Senators 3:4 OT

Die Ottawa Senators zeigten beim Gastspiel in Pittsburgh keine Nerven und gewannen das fünfte Aufeinandertreffen in dieser Serie durch ein Tor von Matt Carkner in der dritten (!) Overtime nach insgesamt über 100 Minuten Spielzeit. Senators-Goalie Pascal Leclaire wehrte 56 Schüsse ab und bewahrte sein Team in der Verlängerung gleich mehrmals vor dem Playoff-Ausscheiden.

Im ersten Drittel lag Ottawa innerhalb von 68 Sekunden nach Toren von Mike Fisher (11.) und Jarkko Ruutu (12.) bereits mit 2:0 vorne, ehe Kris Letang (19.) der wichtige Anschlusstreffer gelang.

Chris Kunitz (39.) und Sidney Crosby (50.), der mit nunmehr 13 Punkte die Scorer-Wertung der Playoffs anführt, brachten Pittsburgh in Front, doch Peter Regin antwortete postwendend und erzwang die Overtime (51.)

Hier hatte Nick Foligno gleich in der dritten Minute die Entscheidung im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Fuß. Doch sein Treffer wurde als Schlittschuh-Tor gewertet und nicht anerkannt.

Beide Goalies und vor allem Pascal Leclaire, der zum ersten Mal in einem Playoff-Spiel von Beginn an zwischen den Pfosten stand, liefen zu Höchstform auf. Erst Matt Carkner konnte mit einem verdeckten Distanzschuss Pittsburghs Marc-Andre Fleury bezwingen und die Partie in der 108. Spielminute entscheiden.

Nashville Predators - Chicago Blackhawks 0:3

Auch für die Nashville Predators zahlte sich der Heimvorteil an diesem Abend nicht aus. Blackhawks-Goalie Niemi wehrte alle 33 Schüsse der Gastgeber ab und verhalf Chicago zum 2:2-Ausgleich in der Serie.

"Es war ein Must-Win-Game für uns, um in den Playoffs am Leben zu bleiben", gab Chicagos Captain Toews nach dem Spiel zu.

Die Blackhawks hielten dem Druck stand und entschieden die Partie durch Tore von Patrick Sharp (11. + 37.) und Toews (33.).

Nashville scheiterte vor 17.113 Zuschauern immer wieder am überragenden Goalie Antti Niemi. Der finnische Rookie, der bereits seinen zweiten Playoff-Shutout feierte, parierte unter anderem einen Alleingang von Steve Sullivan beim Stand von 1:0.

San Jose Sharks - Colorado Avalanche 5:0

Eine weitere überzeugende Goalie-Leistung bot Jewgeni Nabokow, der beim Heimsieg seiner Sharks 28 Schüsse hielt und ebenfalls einen Shutout feierte. San Jose fehlt damit nur noch ein Sieg, um die Serie gegen Colorado zu entscheiden.

Bislang hatte Colorados Goalie Craig Anderson der Serie seinen Stempel aufgedrückt und auch diesmal schienen die Sharks wieder an ihm zu verzweifeln. Bei einem Schussverhältnis von 12:2 nach dem ersten Drittel sprang kein einziger Treffer heraus.

Erst Rookie Logan Couture traf mit Versuch Nummer 16 (29.) und konnte die Fesseln lösen. Danach trafen Pavelski (31.), Helminen (36.) und erneut Couture (51.), ehe Craig Anderson seinen Platz zwischen den Pfosten räumte. Den Schlusspunkt setzte Patrick Marleau (54.) im Powerplay.

San Jose, bei denen Joe Thornton zum vierten Mal ohne Punkt blieb, hat nun beim Gastspiel in Colorado die Chance, die nächste Runde zu errreichen. Colorado kann mit einem Sieg die Serie ausgleichen und für ein entscheidendes Spiel sieben noch einmal nach San Jose bringen.

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SPOX

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