Vorschau auf die NHL-Saison

Zehn Deutsche und ein Wunderkind

Von Andreas Allmaier
Montag, 01.10.2007 | 17:19 Uhr
© Getty
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München - Am Wochenende hat mit zwei Partien des Stanley-Cup-Champions Anaheim Ducks gegen die Los Angeles Kings in London die neue NHL-Saison begonnen.

SPOX.com nennt fünf Dinge, auf die Sie in der neuen Eiszeit achten sollten.

1. Die Jagd nach dem Stanley Cup

An starken Klubs, die sich berechtigte Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme oder gar den Einzug in das Stanley-Cup-Finale machen dürfen, mangelt es in dieser Spielzeit wahrlich nicht. Mindestens zehn Teams ist es - zumindest auf dem Papier - zuzutrauen, am Ende Lord Stanleys Pokal in die Höhe zu stemmen. Ganz oben auf der Liste: Die New York Rangers, die Ottawa Senators, die Detroit Red Wings und die Pittsburgh Penguins. Im Falle des Vorjahreschampions Anaheim Ducks sind dagegen Zweifel angebracht: Die Erfolgsgaranten Scott Niedermayer und Teemu Selanne überlegen noch, ob sie überhaupt weitermachen sollen, Keeper Jean-Sebastien Giguere fehlt zu Beginn wegen einer Leisten-OP.

Am meisten Geld investierten die Rangers: Alleine 86,7 Millionen waren den Blueshirts die Dienste der beiden Center Chris Drury und Scott Gomez wert. Zwei der drei in der Off-Season verfügbaren Top-Center landeten damit im Big Apple.

2. Der deutsche Einfluss

Im vergangenen NHL-Jahr stand mit Ottawas Christoph Schubert ein deutscher Vertreter im Finale. Das hat offenbar für zusätzliches Vertrauen in Kufen-Cracks aus good old Germany gesorgt. In dieser Saison werden gleich zehn deutsche Spieler in der NHL vertreten sein. Neben Schubert sind das Marco Sturm (Boston Bruins), Jochen Hecht (Buffalo Sabres), Olaf Kölzig (Washington Capitals), Dennis Seidenberg (Carolina Hurricanes), Marcel Goc, Christian Ehrhoff, Dimitri Pätzold, Thomas Greiss (alle San Jose Sharks) und Alexander Sulzer (Nashville Predators).

3. Der Flirt mit der Alten Welt

Überhaupt streckt die NHL ihre Fühler derzeit verstärkt in Richtung Europa aus. Angesichts der Spielerstruktur (30 Prozent kommen nicht aus Nordamerika) und der teils dramatisch gesunkenen TV-Einschaltquoten in den USA ist das nur verständlich.

Die neue Eiszeit begann in London - und damit erstmals in der Liga-Geschichte in Europa. "Das ist keine einmalige Aktion", sagt der stellvertretende Liga-Commissioner Bill Daly. "Wir wollen uns künftig weltweit engagieren, speziell in Europa." Die Teams ziehen mit - auch wenn aus Kreisen der beteiligten Teams Anaheim und Los Angeles hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand die Nachteile des Europatrips für die Saisonvorbereitung beklagt wurden. Zur gestiegenen Beachtung der Alten Welt passt auch die kürzlich bekanntgewordene Kooperation der Kölner Haie mit den Anaheim Ducks.

Was mit dem erhofften Ziel, einem gesteigerten Interesse in europäischen Ländern wie Deutschland, anzufangen wäre, weiß die Liga freilich noch nicht so recht. Von einer fanfreundlichen und flächendeckenden Übertragung der Spiele über das Internet, wie sie die Baseballliga MLB seit Jahren vorexerziert, ist die NHL beispielsweise noch weit entfernt. Online-Abos für Live-Spiele sind zwar möglich, außerhalb von Nordamerika derzeit aber nur in Ländern, die eher nicht für ihre Eishockey-Begeisterung bekannt sind. Puerto Rico und Amerikanisch-Samoa etwa. In Deutschland sind NHL-Übertagungen auf dem Pay-TV-Kanal NASN zu sehen.

4. Das Wunderkind

In seinen ersten zwei Jahren in der NHL hat das 20-jährige Wunderkind Sidney Crosby nicht nur 160 Spiele für die Pittsburgh Penguins bestritten und dabei nicht weniger als 222 Punkte erzielt. Crosby hat auch etwas geschafft, von dem andere Eishockeyspieler seit Jahren nicht einmal träumen dürfen: Er wird von Experten immer wieder mit Wayne Gretzky, dem begnadetsten Spieler aller Zeiten, verglichen.

5. Das Open-Air-Festival

Ein Football-Stadion. 72.000 Fans. Ein Eishockey-Spiel. Draußen. Das sind die Eckdaten eines Spekakels, das wohl der Höhepunkt der neuen NHL-Saison werden wird. Am 1. Januar 2008 treffen die Buffalo Sabres in der Arena des NFL-Teams Buffalo Bills auf die Pittsburgh Penguins.

Die ersten 40.000 Tickets waren bereits 30 Minuten nach der Eröffnung des Vorverkaufs unter das Volk gebracht.

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