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NFL Draft 2019: Die Top-Spieler, Top-Picks, Ablauf und alle Infos

Von SPOX
SPOX blickt auf die wichtigsten Details des diesjährigen Drafts.

Der Draft rückt immer näher und SPOX läutet die Draft-Coverage ein! Ab dieser Woche steht der Draft 2019 im Fokus, mit Spieler-Analysen, Porträts, Team-Needs, Mock Drafts und vielem mehr. Aber welche Eckdaten, Storylines und Namen sollten Football-Fans über die nächsten Wochen wissen?

NFL Draft 2019: Start, Termine, Top-Prospects

Wann findet der NFL Draft 2019 statt?

Der NFL Draft 2019 steigt vom 25. bis 27. April in Nashville, Tennessee. Los geht die 84. Ausgabe des NFL Drafts in der Nacht vom 25. auf den 26. April um 2 Uhr deutscher Zeit mit der ersten Runde. Die zweite und dritte Runde finden dann am 26. April statt, die Runden vier bis sieben am 27. April.

Nashville setzte sich als Austragungsort gegen die Mitbewerber Kansas City, Las Vegas, Cleveland und Denver durch. Der 2020er Draft steigt dann in Las Vegas - wenn die Raiders, sofern der Stadion-Bau nach Plan verläuft, in die Stadt der Sünde kommen.

Der gesamte Draft läuft live auf dem NFL Network und ist somit auch auf DAZN zu sehen.

NFL Draft: Welches sind die Top-Spieler?

Es ist ohne Zweifel ein defensiv geprägter Draft. Die Quarterback-Klasse kommt weder in der Spitze, noch in der Breite an die des Vorjahres heran, auch die Running Backs sind nicht auf dem Level des vergangenen Drafts. Die Offensive Line hat einige interessante Spieler zu bieten, doch die Stars dieses Drafts sind in der Defense zu finden.

Defense:

  • Nick Bosa, DE, Ohio State
  • Quinnen Williams, DT, Alabama
  • Josh Allen, Edge, Kentucky
  • Jeffery Simmons, DL, Mississippi State
  • Ed Oliver, DT, Houston
  • Clelin Ferrell, Edge, Clemson
  • Christian Wilkins, DT, Clemson
  • Rashan Gary, DL, Michigan
  • Montez Sweat, Edge, Mississippi State
  • Brian Burns, Edge, Florida State
  • Devin White, LB, LSU
  • Byron Murphy, CB, Washington
  • Devin Bush, LB, Michigan
  • Greedy Williams, CB, LSU
  • DeAndre Baker, CB, Georgia

Offense:

  • Dwayne Haskins, QB, Ohio State
  • Kyler Murray, QB, Oklahoma
  • Jawaan Taylor, OT, Florida
  • T.J. Hockenson, TE, Iowa
  • Noah Fant, TE, Iowa
  • Jonah Williams, OT, Alabama
  • D.K. Metcalf, WR, Ole Miss
  • A.J. Brown, WR, Ole Miss
  • Hakeem Butler, WR, Iowa State
  • Marquise Brown, WR, Oklahoma
  • N'Keal Harry, WR, Arizona State
  • Andre Dillard, OT, Washington State
  • Cody Ford, G, Oklahoma

NFL Draft 2019: Die Top-10-Reihenfolge und Team-Needs:

PickTeamSaison-BilanzGrößte Needs
1Arizona Cardinals3-13O-Line, DT, WR, Edge
2San Francisco 49ers4-12Edge, DB, WR
3New York Jets4-12C, CB
4Oakland Raiders4-12Edge, LB, CB, RB
5Tampa Bay Buccaneers5-11CB, S, LB, RB
6New York Giants5-11QB, Edge, CB, S, LB
7Jacksonville Jaguars5-11WR, O-Line, S
8Detroit Lions6-10Edge, TE
9Buffalo Bills6-10O-Line, TE
10Denver Broncos6-10C, WR, QB, LB

Draft 2019: Wer hat die meisten Picks in den ersten 3 Runden?

  • New England Patriots: 6 Picks in den ersten drei Runden (32, 56, 64, 74, 98, 102)
  • Oakland Raiders: 4 Picks in den ersten drei Runden (4, 24, 27, 35)
  • New York Giants: 4 Picks in den ersten drei Runden (6, 17, 37, 96)
  • Green Bay Packers: 4 Picks in den ersten drei Runden (12, 30, 44, 76)
  • Jacksonville Jaguars: 4 Picks in den ersten drei Runden (7, 38, 69, 99)
  • Indianapolis Colts: 4 Picks in den ersten drei Runden (26, 34, 59, 90)
  • Houston Texans: 4 Picks in den ersten drei Runden (23, 54, 55, 87)
  • Pittsburgh Steelers: 4 Picks in den ersten drei Runden (20, 52, 66, 84)
  • Kansas City Chiefs: 4 Picks in den ersten drei Runden (29, 61, 63, 93)

Die Patriots haben nicht nur die meisten Picks in den ersten drei Runden, sie haben auch auf den gesamten Draft gesehen die meisten Auswahlmöglichkeiten mit zwölf, genau wie die Giants. Es folgen die Bengals (11) sowie die Bills, Packers, Steelers, Redskins und Cardinals (je 10).

Die wenigsten Picks haben die Seahawks: Seattle ist Stand heute nur vier Mal "on the Clock", davon lediglich zwei Mal über die ersten drei Runden.

NFL Draft 2019: Murray, Bosa und Co. - die Top-Storys

  • Kyler Murray, QB, Oklahoma: Vor drei Monaten ging die Sport-Welt noch davon aus, dass Murray Baseball spielen würde - Ende April könnte er der Nummer-1-Pick im NFL-Draft sein. Neben der Diskussion über seine Größe und die Baseball-Alternative ist die Storyline rund um die Cardinals das zentrale Thema: Arizonas neuer Coach Kliff Kingsbury hat sich noch zu College-Zeiten als Murray-Fan positioniert und ihn aus der High School einst selbst rekrutiert. Könnten die Cardinals tatsächlich Josh Rosen nach nur einem Jahr aufgeben?
  • Die Quarterback-Klasse: Das führt direkt zum nächsten Thema. Bereits letztes Jahr wurde gemahnt, dass die diesjährige Quarterback-Klasse nicht an die Qualität des Vorjahres ran kommt. Oft ändert sich das, je näher dann der Draft rückt; in diesem Jahr herrscht große Diskussion. Murray, Dwayne Haskins, Drew Lock, Daniel Jones, Will Grier, Brett Rypien - die Einschätzungen, wo eventuell Starting-QB-Talent schlummert, gehen teilweise weit auseinander.
  • D.K. Metcalf, WR, Ole Miss: Ein physischer Freak von einem Receiver, der schon jetzt Vergleiche zu Calvin Johnson und Julio Jones auf sich zieht. Doch wie gut ist Metcalf wirklich? Sein College Tape ist vergleichsweise eindimensional, sein Route-Tree noch sehr limitiert. Eine herausragende Combine könnte ihn dennoch in die Top-5 katapultiert haben.
  • Bosa oder Williams? Ob mit dem ersten, oder - sollte Arizona wirklich Murray nehmen - mit dem zweiten Pick: Sehr früh im Draft wird sich ein Team die Frage stellen, ob es lieber Nick Bosa oder lieber Quinnen Williams haben will. Edge-Rusher Bosa ist technisch vielleicht der beste Spieler des gesamten Drafts und für viele das Nummer-1-Prospect. Williams ist ein hochtalentierter, explosiver Interior-Lineman, in dem nicht wenige den nächsten Aaron Donald sehen.
  • Wann geht der erste Running Back? Die Running Back Klasse ist zumindest in der Spitze sehr überschaubar, und nachdem es in den vergangenen Jahren konstant Running Backs in der Top-5 - Barkley, Fournette, Elliott, davor Gurley mit dem zehnten Pick - gegeben hatte, dürfte es einen solchen Pick dieses Jahr nicht geben. Mehr noch: Sehen wir womöglich den ersten Draft seit 2014, in dem kein Running Back in der ersten Runde geht?
  • Ed Oliver, DT, Houston: Ging als möglicher Nummer-1-Pick in die College Saison, wo er - auch aufgrund des Schemes - nicht die Zahlen auflegte, die man sich erhofft hatte - und plötzlich sehen ihn viele Experten in der Mitte der ersten Runde. Ist das nur wilde Spekulation, oder fällt Oliver im Draft tatsächlich aus der Top-10? Er könnte der Erstrunden-Steal dieses Jahres werden.

Wie läuft der NFL Draft ab?

In der ersten Runde hat jedes Team zehn Minuten für seinen Pick Zeit. Wenn der Draft startet, tickt die Uhr für Arizona: Die Cardinals haben dann, sollten sie den Pick bis dahin nicht getradet haben, zehn Minuten, um ihren Pick - also den Namen eines College-Spielers, der sich zum Draft angemeldet hat - einzureichen.

Das Zeitfenster kann auch dafür genutzt werden, den eigenen Pick zu traden, also mit einem anderen Team zu tauschen. Arizona könnte also etwa seinen Nummer-1-Pick mit den Broncos oder Giants - die auf Quarterback-Suche sein könnten - tauschen und im Gegenzug mehrere Picks zurück erhalten. Findet ein Trade statt, läuft die Uhr weiter - der Pick muss dann also womöglich schnell eingereicht werden.

In der zweiten Runde haben die Teams dann noch sieben, von der dritten bis zur sechsten Runde lediglich fünf Minuten, ehe sie ihre Entscheidung mitteilen. In der siebten und letzten Runde muss der neue Pick nach vier Minuten eingereicht sein.

Wie entstand der NFL Draft?

Bereits Mitte der 1930er Jahre hatte der damalige Eagles-Mitbesitzer Bert Bell von der Vormachtstellung der übermächtigen Bears, Packers, Giants und Redskins genug gesehen: Beim Eigentümer-Treffen stellte er einen Antrag auf ein Draft-System für College-Spieler, damit das schlechteste Team die Chance auf den besten Spieler bekommt.

So sollte ein gewisses Maß an Chancengleichheit garantiert werden, indem verhindert wurde, dass sich die besten (und reichsten) Teams auf dem freien Markt Jahr für Jahr auch die besten verfügbaren Nachwuchsspieler sichern. Seither wurde aus dem Scouting eine echte Wissenschaft - noch in den 50er Jahren wählten Teams teilweise Spieler, die sie noch nie hatten spielen sehen.

Davon ist die NFL heute weit entfernt. Von der Scouting Combine über Pro Days bis hin zu diversen Draft-Shows - der Draft ist ein riesiges Ereignis, die Spieler trainieren ab Januar konkret auf die Draft-Tests hin. Für Teams und Scouts ist es gewissermaßen ein mehrmonatiges Zeitfenster, um die College-Prospects genau unter die Lupe zu nehmen.

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