News & Gerüchte

Peterson-Attacke und L.A.-Pläne

Von Adrian Franke
Freitag, 20.02.2015 | 11:15 Uhr
Adrian Peterson kritisierte die Minnesota Vikings
© getty
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Während in Los Angeles schon das nächste Stadion in Planung ist, kritisiert Adrian Peterson die Minnesota Vikings öffentlich und will womöglich weg. Russell Wilson winkt indes offenbar ein absoluter Novum-Deal für einen Quarterback und Teamkollege Jeremy Lane muss unters Messer. Außerdem: John Elway gibt das obligatorische Update zu Peyton Manning.

Peterson unsicher wegen Vikings: Nachdem sich diverse Vikings-Verantwortliche in den letzten Wochen für Adrian Peterson ausgesprochen und bestätigt hatten, dass der Running Back, wenn er nach seiner Sperre wieder reaktiviert wird, zurückkommen soll, gab es von Peterson, der immer wieder mit den Dallas Cowboys in Verbindung gebracht wird, jetzt ein kritischeres Statement.

"Es gab Leute innerhalb der Organisation, denen ich vertraut habe, die genau wussten, was gesagt worden war, und die plötzlich geschwiegen haben", kritisierte der gebürtige Texaner im Gespräch mit "ESPN" die Vikings dafür, dass sie seine Versetzung auf die Commissioner's Exempt List und damit seine Suspendierung unterstützt und beschleunigt hatten: "Sie haben nichts daran geändert."

Zwar wisse er, dass viele im Team ihn zurück haben wollen, "aber ich kenne auch diejenigen, die das nicht wollen. Es ist ein schwieriger Übergang, nicht nur für mich. Meine Frau hat all das Gerede in Minnesota und in den lokalen Medien mitbekommen und hat auch gesehen wie sie Dinge ausgegraben haben, die damit überhaupt nichts zu tun hatten. Das waren keine Leute in Texas, sondern in Minnesota. Und das von dem State, den ich so sehr liebe und für den ich einen Titel gewinnen will? So behandeln sie mich, wenn ich am Boden bin?"

Nächste L.A.-Arena in Planung: Los Angeles darf sich zunehmend auf ein - oder sogar mehrere - NFL-Team(s) freuen. Nachdem bereits bekannt geworden war, dass Stan Kroenke, Eigentümer der St. Louis Rams, ein Stadion in L.A. plant, wurden jetzt aus anderer Richtung brisante Pläne bekannt: Die San Diego Chargers und die Oakland Raiders wollen sich zusammentun, um einen Stadion-Vorschlag in L.A. einzureichen.

Beide Teams veröffentlichten am Donnerstagabend ein gemeinsames Statement: "Wir arbeiten beide in unseren eigenen Märkten seit Jahren an einer Lösung für neue Stadien, bislang ohne Erfolg. Wir wollen 2015 weiter in unseren Städten daran arbeiten, um eine für die Öffentlichkeit akzeptable Lösung für dieses langfristige Problem zu finden. Aber wir kennen beide den Prozess für eine Umsiedlung eines Teams und wollen uns strikt daran halten."

Zusammengefasst, so das Statement weiter, wollen beide Teams zweigleisig fahren: "Einerseits werden wir weiter in unseren Städten an langfristigen Lösungen arbeiten, andererseits arbeiten wir in Carson, um uns die Option offen zu halten, falls wir in unseren lokalen Märkten keine Lösung finden." Ersten Meldungen zufolge soll die geplante gemeinsame Arena der Division-Rivalen 1,7 Milliarden Dollar kosten.

Monster-Deal für Wilson? Es ist kein Geheimnis, dass Seahawks-Quarterback Russell Wilson, dessen Vertrag nach der kommenden Saison auslaufen würde, den Mega-Deal der diesjährigen Offseason abstauben wird. NFL-Insider Ian Rapoport brachte die Spekulationen am Donnerstag auf ein neues Level: Demnach könnte Wilsons Deal ein absolutes QB-Novum werden - ein finanziell komplett garantierter Vertrag.

Seattles Geschäftsführer John Schneider hatte bereits angekündigt, dass die Hawks an einem unkonventionellen Vorschlag basteln. Ein komplett garantiertes Gehalt könnte Wilson dem Vernehmen nach davon überzeugen, mit weniger Geld zufrieden zu sein, das dafür aber sicher zu kassieren. Neben dem Quarterback stehen für Seattle auch Vertragsgespräche mit Marshawn Lynch an. Darüber hinaus gehen unter anderem DT Brandon Mebane, LT Russell Okung, LB Bobby Wagner und Guard J.R. Sweezy in ihr letztes Vertragsjahr.

Lane erlitt Kreuzbandriss: Jeremy Lane hat seine Interception im Super Bowl teuer bezahlt. Der Cornerback der Seattle Seahawks brach sich nicht nur das Handgelenk, wie Geschäftsführer John Schneider am Donnerstag bekanntgab, erlitt er zudem eine schwere Knieverletzung und muss operiert werden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um einen Kreuzbandriss, wodurch Lane den Start der kommenden Saison mutmaßlich verpassen wird.

Elway gibt Manning-Update: Noch immer ist unklar, ob Peyton Manning in der kommenden Saison für die Broncos spielt - und ob Denver bereit ist, dem 38-Jährigen 19 Millionen Dollar zu zahlen. Am Donnerstag meldete sich jetzt Geschäftsführer und Vizepräsident John Elway zu Wort: "Lassen Sie es mich so sagen: Wir hoffen, dass Peyton zurückkommt und wir wollen ihn zurück. Das habe ich bereits unmittelbar nach Saisonende gesagt und daran hat sich nichts geändert."

Gleichzeitig dementierte Elway allerdings die Berichte, wonach Manning schon zugesagt habe: "Er hat mir noch keine definitive Antwort gegeben, was er genau machen will. Aber wir hoffen, dass er zurückkommt." Allerdings habe er ihm aus medizinischer Sicht grünes Licht gegeben: "Natürlich fühlst du dich sechs Wochen nach Saisonende gut. Er hat mir von dem Test mit dem Arzt in New Orleans erzählt und war zufrieden mit den Ergebnissen. Ich glaube, dass er in der kommenden Saison unser Quarterback sein wird."

Und sonst so? Die Green Bay Packers haben Randall Cobb noch nicht aufgegeben. Zwar sickerte zuletzt durch, dass der Free-Agent-Receiver rund neun Millionen Dollar im Jahr will, Geschäftsführer Ted Thompson betonte dennoch im "Milwaukee Journal Sentinel": "Es ist kein Geheimnis, dass wir unsere Jungs so weit es geht halten wollen. Wir haben das Gefühl, dass das eine gute Investition für unsere Organisation ist. Das versuchen wir auch mit Randall."

Die Seahawks überlassen derweil nichts dem Zufall. Auf die Frage, ob ihn ein Rücktritt von Running Back Marshawn Lynch überraschen würde, antwortete Geschäftsführer John Schneider am Donnerstag: "Ehrlichgesagt nicht wirklich. Er ist ein Typ, der sein eigenes Ding macht. Viele große Running Backs haben plötzlich ihre Karriere beendet. Ich habe keine Ahnung. In dem Fall müssten wir einfach mit Plan B weitermachen."

Wie Cardinals-Coach Bruce Arians am Donnerstag bestätigte, wird sich LB Larry Foote dem Trainerstab anschließen - allerdings mit der Option, doch noch ein Jahr zu spielen. Der 34-Jährige, der eine herausragende Saison abgeliefert hat, wurde am Donnerstag zunächst entlassen, um am Freitag direkt wieder als ILB-Coach angeheuert zu werden. Gleichzeitig könnte er aber über die kommenden Monate auch wieder reaktiviert werden, was durch die Ungewissheit um den gesperrten Daryl Washington noch wichtig werden könnte.

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