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NFL-Vorschau: Sixpack zum 6. Spieltag

Volle Dröhnung für die 49ers

Von SPOX
Samstag, 15.10.2011 | 19:21 Uhr
Wie laut sind eigentlich die 49ers-Fans? Jedenfalls wohl nicht so laut wie die in Detroit...
© Getty
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In der 6. Woche kommt es zum Spitzenspiel der etwas anderen Art zwischen den Detroit Lions und den San Francisco 49ers. Die Redskins sinnen auf Rache gegen die Eagles und die Raiders erweisen dem großen Al Davis die letzte Ehre. Zwei Fragen noch: Knacken die Pats den Rams-Rekord und wie toll treiben es die Packers?

Game of the Week: Detroit Lions vs. San Francisco 49ers (So., 19 Uhr)

Hände hoch, wer hat gedacht, dass Detroit gegen die 49ers das Topspiel der sechsten Woche sein würde? Niemand. Warum auch? Beide Teams kommen wie Phoenix aus der Asche. Detroit (5-0) wartet seit 1999 auf einen Einzug in die Playoffs, die 49ers (4-1) seit 2002.

In dieser Spielzeit machten die Lions vor allem als Stehaufmännchen von sich reden. Gegen die Vikings machten sie aus einem 0:20, gegen Dallas aus einem 3:27 einen Sieg.

Die 49ers sorgten in der vergangenen Woche für einen Paukenschlag, als sie Tampa Bay mit 48:3 abwatschten. Auch sie könnten leicht noch ungeschlagen sein, hätten sie nicht eine 10-Punkte-Führung in Dallas in der zweiten Woche verspielt.

Die Gala gegen Tampa hatte aber auch ein Nachspiel: Wide Receiver Joshua Morgan, eines der Lieblingsziele von Quarterback Alex Smith, verletzte sich schwer und fehlt wohl für den Rest der Saison. Weil auch Braylon Edwards (Knie-OP) ausfällt, wurde kurzerhand Brett Swain (zuletzt Green Bay) verpflichtet. Aber auch die Lions sind nicht sorgenfrei: Tony Sheffler wird mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wohl ausfallen.

Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung bei den 49ers war dem unerhörten Lärm im Ford Field von Detroit gewidmet. Den Bears waren in der Woche zuvor neun (!) Fehlstarts unterlaufen. Headcoach Jim Harbough präsentierte am Mittwoch ganz stolz das neue Soundsystem fürs Trainingsgelände, das er bereits vor zwei Monaten bestellt hatte. Damit beschallte er seine Spieler während der Einheiten. "Man muss sich darauf einstellen, wie es ist, wenn man nicht kommunizieren kann", sagte Harbough.

Patriots - Cowboys, Lions - 49ers: live bei ESPN America!

Another Game of the Week: Washington Redskins vs. Philadelphia Eagles (So., 19 Uhr)

Vince Young sprach ganz lässig von einem Dream Team, das sie da zusammen hätten in Philly. Das war im Sommer, als die Eagles mächtig auf dem Markt zugeschlagen hatten. Doch jetzt ziert man das Ende der NFC East und trifft mit den Redskins auf den Tabellenführer. Vergangene Saison waren die Kräfteverhältnisse noch umgekehrt.

Woran hapert's bei Philly? Die Offensive ist mit das größte Spektakel, das man haben kann. Die 446 Yards pro Spiel werden nur von New England und New Orleans übertroffen, in punkto Rushing sind Michael Vick und Co. die Nr. 1 in der NFL. Doch auf der anderen Seite stehen katastrophale 15 Turnover, drei mehr als jedes andere Team.

Vick erlebte ein mit vier Interceptions zuletzt gegen die Bills das größte Debakel seiner sportlichen Karriere.

Und die Redskins würden die Krise in Philly mit dem allergrößten Vergnügen noch ein wenig verschlimmern. Rache ist das Stichwort, Rache für ein scheußliches Debakel am 15. November des vergangenen Jahres. Die Erinnerung an das 28:59 gegen die Eagles war allgegenwärtig in der Vorbereitung auf das anstehende Duell. "Das spielt eine große Rolle, weil sie uns in unserem eigenen Stadion lächerlich gemacht haben", sagte Redskins-Linebacker Brian Orakpo. "Sie haben uns Spieler blamiert, unsere Trainer, unsere Fans, den ganzen Klub. Und wir müssen klarstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert."

Emotional Game of the Week: Oakland Raiders vs. Cleveland Browns (So., 22.05 Uhr)

Es wird mit Sicherheit kein normales Spiel werden im Oakland-Alameda County Coliseum. Es wird die große Abschiedsparty für Al Davis, oder besser: ein letztes Farewell an den Mann, der 52 Jahre die Oakland Raiders lebte, als Trainer, als General Manager und als Besitzer des Klubs. Al Davis starb im Alter von 82 Jahren am 8. Oktober.

Die Fans wurden gebeten, am Sonntag früher als gewöhnlich im Stadium zu erscheinen, um die Nationalhymne und eine Schweigeminute feierlich zu begehen. Für die Halbzeit ist eine eigene Zeremonie zu Davis' Ehren geplant. Zahlreiche Ex-Spieler haben sich angesagt, und das Stadion ist zum dritten Mal in Folge ausverkauft. Davis' Motto war immer: "Just win, baby" und einen Sieg wollen die Raiders ihren Fans und ihrer verstorbenen Klub-Ikone schenken.

Vielleicht ist sogar noch mehr drin. Der Super Bowl sogar? "Warum nicht wir?", fragte Trainer Hue Jackson dieser Tage. "Ich habe das schon während des Trainingslagers gesagt und ich sage es gerne wieder. Wer weiß, was noch alles in dieser Saison passiert, aber warum denn nicht die Raiders? Warum sollen wir das Ding nicht gewinnen, wenn wir weiter an uns arbeiten und immer besser werden?"

Stat of the Week: 279,6 Yards. Mehr an Raumgewinn gestatten die Cincinnati Bengals ihren Gegnern in dieser Saison bisher nicht. Damit stellen sie die beste Defense der gesamten Liga. Wer hätte es gedacht... Und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn sie ihre Pole-Position verlieren und nicht den dritten Sieg in Folge und den vierten im sechsten Spiel einfahren würden, denn als Gegner im Paul Brown Stadium schlagen in der Nacht zum Montag die Indianapolis Colts auf. Kanonenfutter, oder?

Ohne Peyton Manning ohnehin nur die Hälfte wert müssen die Colts in Cincy wohl auch ohne Joseph Addai zurechtkommen. Der fast sichere Ausfall von Jerraud Powers dürfte die ohnehin schwache Defensive (400 Yards) auch nicht nennenswert verstärken.

Alles spricht für die Bengals, die aber nicht nur für brillante Verteidigung stehen, sondern in Rookie Andy Dalton auch einen Quarterback haben, der immer mehr Gefallen an der NFL findet. "Je mehr Erfahrungen ich sammle, umso wohler fühle ich mich. Es ist definitiv schon einfacher geworden", sagte der 23-Jährige, der die Bengals zuletzt in eindrucksvoller Manier zu zwei Siegen in Folge geführt hatte.

History in New England? 38-35-34-31-30. Zugegeben, der Trend ist rückläufig, doch auf die Patriots-Offense ist Verlass. Zusammen mit den fünf Dreißigern in dieser Saison stehen Tom Brady und Co. jetzt bei zwölf Spielen in Folge mit mindestens 30 erzielten Punkten.

Die NFL-Bestmarke wackelt. 1999/2000 waren es die St. Louis Rams um Kurt Warner und Marshall Faulk, die 13 Highscoring Games in Serie produzierten.

Doch zuletzt lenkten die Pats ihr Augenmerk etwas mehr auf die große Achillesferse, die Defense. Das Team von Bill Belichik erlaubt seinen Gegnern zwar noch immer mehr Yards als jedes andere in der Liga, doch der Aufwärtstrend beim 30:21-Sieg bei den New York Jets war unverkennbar. "Ich bin sehr stolz auf die Defense", sagte Routinier Vince Wilfork. "Aber es ist noch lange nicht alles perfekt. Immerhin vermeiden wir die Penaltys und schenken nicht so viele Big Plays her. Wir werden besser."

Opfer der Woche: St. Louis Rams?! Es wird doch mal Zeit, dass die 50-Punkte-Marke geknackt wird. Die Packers riefen mal die 49 auf, die Lions und 49ers jeweils die 48, doch mehr war noch nicht drin. Doch an diesem Spieltag könnte es soweit sein.

Alles andere als eine ordentliche Rutsche für die Rams im Lambeau Field in Green Bay wäre ja auch kurios. Wie genial der Champion in dieser Saison unterwegs ist, hat jeder gesehen.

Wie erbärmlich die Rams sind, sollen ein paar Zahlen untermalen: Mit vier Siegen aus 25 Auswärtsspielen seit 2008 sind sie das schlechteste Team der Liga. 11,3 Punkte pro Spiel in dieser Saison sind die schlechteste Offensivausbeute. Nur Kansas City (30) kassiert mehr Punkte als die Rams (28,3). Und dann ist da nicht die schreckliche Cornerback-Seuche: In der vergangenen Woche war St. Louis spielfrei. Die Zeit nutzte Starter Bradley Fletcher, um sich eine schwere Knieverletzung zuzuziehen. Saison-Aus inklusive. Seite dem Trainingslager verletzten sich sieben Cornerbacks der Rams mehr oder weniger schwer.

Mehr als eine Durchhalteparole hat denn auch Headcoach Steve Spagnuolo vor dem Clash mit den Packers nicht zu bieten: "Sie sind erschreckend stark, aber wir haben auch ein paar Spieler. Wir müssen einen Weg finden, sie zu stoppen und zusehen, einen Punkt mehr zu machen als sie." Unser Tipp: 55:10 Packers.

Der 6. Spieltag im Überblick

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