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Nowitzki wie in alten Zeiten!

Von Philipp Dornhegge
Sonntag, 12.01.2014 | 07:08 Uhr
Zum ersten Mal seit April 2012 gelangen Dirk Nowitzki wieder 40 Punkte in einem Spiel
© Getty
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Nach dem überlegenen Sieg über die New Orleans Pelicans (15-21) am Vortag hatten die Dallas Mavericks (22-16) im "Rückspiel" ungleich größere Probleme. Erst in der Schlussphase machten die Texaner den 22. Saisonsieg klar und gewannen 110:107 (BOXSCORE). Garant war einmal mehr Dirk Nowitzki.

Der Deutsche verbuchte mit 40 Punkten eine Saisonbestleistung, erreichte diese Marke zum ersten Mal seit April 2012 - und versenkte unter anderem fünf Dreier. Unterstützt wurde Nowitzki von Monta Ellis (26), Jose Calderon (17) und Vince Carter (10).

Auf Seiten der Gäste überzeugte Anthony Davis (28 Punkte, 14 Rebounds), Eric Gordon kam bis zu seinem sechsten Foul in der Schlussphase auf 20 Zähler. Al-Farouq Aminu verbuchte ein Double-Double (15 Punkte, 11 Rebounds), Reservist Darius Miller hatte mit 12 Punkte (4/5 Dreier) einen überraschend starken Auftritt.

Die Pelicans kassierten ihre fünfte Pleite in Serie, die Mavericks gewannen zum dritten Mal in den letzten vier Spielen.

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Die Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Mavericks): "Es war in der ersten Hälfte ein hässliches Spiel. Und plötzlich hat sich scheinbar der Korb geweitet, alle haben getroffen und hatten Selbstvertrauen."

Monta Ellis (Mavericks) über Nowitzkis Leistung: "Oh Mann, das war unglaublich. Ich habe schon viel in meiner Karriere gesehen. Aber wie er uns in der zweiten Hälfte getragen hat... das hat uns allen geholfen."

Monty Williams (Trainer Pelicans) über die letzte Aktion von Ellis gegen Rivers: "Das ist eine Schande, das ist nicht richtig. In so einer Situation in so einem Spiel, in dem Nowitzki den gleichen Pfiff bekommt und Dallas 45 Freiwürfe hat, einfach kein Foul zu geben? Natürlich geben wir den Referees nicht die Schuld an der Niederlage."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Marion (Schulter) muss erneut passen, Crowder startet an der Seite von Calderon, Ellis, Nowitzki und Dalembert.

Die Pelicans müssen Holiday (Ermüdungsbruch) ersetzen, Roberts startet deshalb. Dazu spielen Gordon, Aminu, Davis und Smith. Auch Reservist Evans (Knöchel) setzt aus, Anderson fehlt aufgrund eines Bandscheibenvorfalls langfristig.

4.: Die Mavs mit ganz ordentlichem Start, der Ball läuft flüssig. Aber die Würfe fallen nicht: 0/8 aus dem Fald bisher. Auf der anderen Seite Roberts-Anspiel auf Davis, ganz leichter Dunk - und eine 5:0-Führung.

9.: Ajinca holt nach einem Davis-Fehlwurf den Offensivrebound und kickt raus auf Gordon. Der drückt sofort ab, der Dreier sitzt! 17:12, die Pelicans finden besser ihren Rhythmus.

15.: Halleluja, Nowitzki trifft! Beim fünften Wurf geht der Ball endlich mal rein - und wenn dann richtig. Denn Nowitzkis Wurf ist ein Dreier, dazu wird er von Davis gefoult. Mit einem Vierpunktspiel verkürzt Dallas auf 23:26.

19.: Die Pelicans mit schlampigem Angriffsspiel und einem Ballverlust. Calderon treibt die Mavs an, findet im Fastbreak Ellis. Der ist nicht zu stoppen, versenkt den Layup und besorgt die ersten Führung. 30:28 Mavericks.

24.: Nowitzki mit klasse Defense gegen Gordon an der Dreierlinie, der Deutsche klaut dem Guard den Ball und startet den Break. Gordon sprintet hinterher und kann nur noch foulen, Nowitzki bleibt an der Linie sicher. 42:37 Mavericks.

26.: Oha, der Nowitzki-Dreier in Semi-Transition hat sich wohl noch nicht bis nach New Orleans rumgesprochen. Ellis findet den Deutschen mit einem langen Pass, Jumper drin. 48:42 Mavericks.

30.: Nowitzki und Gordon liefern sich ein heißes Shooting-Duell. Der Pelican macht 7 schnelle Punkte für sein Team, aber der Deutsche ist noch besser: Dreier, Jumper, Layup, Dreier. Zuvor hatte er schon 5 Punkte im dritten Viertel erzielt. Nowitzki daher bereits mit 28 Punkten insgesamt, Dallas mit einer 64:55-Führung.

38.: Nowitzki-Show hin oder her, die Pelicans sind nicht tot zu kriegen. Nach einem Freiwurf holt Gordon seinen eigenen Rebound, verwirft erneut. Aber dann ist Davis da und stopft die Kugel. 83:84 aus Sicht der Gäste, noch alles offen.

41.: Was ist denn hier los? Miller trifft seinen zweiten und dritten Dreier der Partie und besorgt die erste Führung der Gäste nach einer ganzen Weile, 91:90. Dabei macht der Flügelspieler normalerweise 2 Punkte im Schnitt.

46.: Nowitzki setzt zu einem überhasteten Dreier an, der ist eigentlich nicht ratsam. Doch Smith tut ihm den Gefallen und foult. Das sechste für Smith, Nowitzki versenkt alle drei Freiwürfe und erhöht auf 104:99. Man kann schlauer verteidigen...

48.: Miller verkürzt mit einem weiteren Dreier auf 107:108, doch Calderon bleibt an der Linie eiskalt und erhöht wieder. 9 Sekunden vor Schluss braucht New Orleans einen Dreier. Doch Rivers weiß nicht, was er machen soll, zögert - und wird dann beim Verzweiflungsversuch von Ellis gebremst. Ganz schwaches Finish von Rivers, Dallas gewinnt 110:107!

New Orleans Pelicans vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Dirk Nowitzki. Wie alle seiner Kollegen hatte der Deutsche in der ersten Hälfte große Probleme mit seinem Wurf. Doch dann kam das dritte Viertel - und plötzlich lief es. Ob Dreier, ob Mitteldistanzwürfe, ob Layups: Alles fiel, immer wieder suchten und fanden die Mavs ihren Superstar.

Eric Gordon hielt noch eine Weile mit, musste angesichts des Ein-Mann-Offensivspektakels aber irgendwann abreißen lassen. Nowitzki machte 20 seiner letztlich 40 Punkte im dritten Abschnitt.

Der Flop des Spiels: Brian Roberts. Einen Jure Holiday zu ersetzen, ist für jeden Backup-Point-Guard eine große Herausforderung, keine Frage. Der Ex-Bamberger Roberts ist in seinen bisherigen Auftritten nach Holidays Verletzung daran gescheitert.

Gegen Dallas gelang ihm erst mit dem zehnten Wurf der erste Treffer, zudem konnte er dem Spiel der Pelicans kaum Struktur verleihen. Das war eher Eric Gordon und Austin Rivers vorbehalten. Roberts' 8 Assists lesen sich zwar gut, gingen aber total unter.

Das fiel auf:

  • Einen Tag nach dem letzten Aufeinandertreffen schienen beide Mannschaften noch sehr genau zu wissen, was die jeweils andere vorhat. Obwohl auf beiden Seiten der Ball ganz ordentlich durch die Reihen lief, gab es im ersten Viertel kaum freie Würfe. Dazu waren Tempo und Präzision nicht hoch genug, es fehlten Überraschungsmomente. Die Folge war ein Fahrkartenfestival erster Güte, insbesondere von den Mavericks. Dallas traf im Startabschnitt nur 2 von 15 Field-Goal-Versuchen, damit wurde der Negativrekord für Treffer in einem ersten Viertel eingestellt. Dank vieler Freiwürfe (12/14) blieb das Spiel aber offen.
  • Der "Vorteil" des schwachen Starts der Mannschaften war, dass die Coaches sich schon früh ihrer Bankspieler bedienten. Rick Carlisle hatte nach zwölf Minuten schon zehn Spieler eingesetzt, Monty Williams gar elf. Und das trotz der prominenten Ausfälle Jure Holiday und Tyreke Evans. Einen guten Eindruck hinterließen von allen Reservisten aber nur Darius Miller und mit Abstrichen Brandan Wright (8 Punkte, 4 Rebounds, 3 Steals, 2 Blocks).
  • Al-Farouq Aminu liebt es, gegen die Mavericks zu spielen. Am Vortag hatte der Forward nur 5 Rebounds, in den beiden Partien zuvor allerdings je 20. Diesmal verbuchte er wieder sein fast schon standesgemäßes Double-Double. Davon hat er in seiner Karriere 15, 5 davon gegen die Mavs. Der Ex-Demon-Deacon, das betonte Vince Carter, ist mit seiner Aggressivität, seiner Länge und seiner Athletik stets ein Riesenproblemfall für Dallas. Und das obwohl er technisch limitiert ist und die Pelicans keine Spielzüge für Aminu laufen.
  • Mit 19,5 Freiwürfen pro Spiel liegen die Mavs ligaweit auf dem drittletzten Platz, nur die Spurs und Knicks stehen noch seltener an der Linie. Doch ausgerechnet in dieser Partie, in der offensiv lange nichts passte, wendete sich das Blatt. Dallas bekam 45 Würfe zugesprochen, und wenn die Texaner an der Linie stehen, dann treffen sie auch. Für die Saison sind es 79,4 Prozent (Platz 3), diesmal saßen 39 Freiwürfe (86,7 Prozent).
  • Die Pelicans gehören in Sachen Offensivrebounds zur Creme de la Creme der Liga, greifen sich im Angriff im Schnitt 12,9 Abpraller. Gegen eins der schlechteren Teams an den Brettern war das Ungleichgewicht fast schon schmerzhaft. Sowohl vorne als auch hinten war New Orleans wacher, athletischer, schneller - und dominierte fast nach Belieben. Ein 48:30-Vorteil (13 Rebounds in der Offensive) hielt die Gäste bis zum Schluss im Spiel.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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