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Mittwoch, 19.12.2012

Dallas Mavericks - Philadelphia 76ers 107:100

Rick Carlisle: "Glauben nicht, dass es ernst ist"

Der Roadtrip ist vorbei, Dallas ist zurück. Im heimischen American Airlines Center besiegten die Mavs (12-13) die Philadelphia 76ers (12-13) und bescherten sich nach drei Auswärtsniederlagen in Serie damit endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Einzig Derek Fishers Knieverletzung bereitet Sorgen. Doch Rick Carlisle gibt sich bereits vorsichtig optimistisch

Derek Fisher verletzte sich gegen die Sixers am Knie
© Getty
Derek Fisher verletzte sich gegen die Sixers am Knie

Home sweet home. Nach unzähligen Meilen im Flieger waren die Mavs endlich wieder im heimischen American Airlines Center angekommen - und fühlten sich sichtlich wohl. Angeführt von O.J Mayo (26 Punkte, 8 Assists) und Chris Kaman (20 Punkte, 7 Rebounds) spielte Dallas starken Teambasketball und bekam dazu endlich sein Turnoverproblem in den Griff (11).

Einziger Wermutstropfen: Derek Fisher verletzte sich früh am Knie und soll noch am Mittwoch genauer untersucht werden.

Bei den Sixers sollte Evan Turner das Mädchen für alles mimen. In Abwesenheit von Jrue Holdiday übernahm der Forward den Ballvortrag (5 Assists) und schloss einige Angriffe auch gleich selbst ab (17 Punkte). Unterstützung erhielt Turner diesmal in erster Linie von der Bank. Dorell Wright traf extrem sicher von Downtown (7/13) und kam am Ende auf starke 25 Punkte.

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Die Reaktionen:

Rick Carlisle (Mavs) über O.J. Mayo und Chris Kaman: "Wir versuchen, die beiden so weit wie möglich einzubeziehen, weil sie einfach gut spielen. Mayos Aggressivität war heute der Schlüssel."

... zu Derek Fishers Verletzung: "Wir glauben nicht, dass es etwas Ernstes ist."

O.J. Mayo (Mavs): "Wir hatten offensichtlich keinen allzu erfolgreichen Roadtrip. Deshalb war es besonders wichtig, nach Hause zu kommen und wieder zu gewinnen."

Doug Collins (76ers): "Einige Jungs haben heute gut gespielt, darauf müssen wir aufbauen. Wir wissen um die Personalprobleme. Das interessiert aber niemanden."

Der Spielfilm:

Vor dem Tipoff:

Keine Überraschungen in Dallas: Derek Fisher, O.J. Mayo, Dahntay Jones, Shawn Marion und Chris Kaman beginnen für die Mavs.

Bis kurz vor Spielbeginn hatten die Sixers noch gehofft, Jrue Holiday wieder im Lineup begrüßen zu dürfen. Der Playmaker muss aufgrund seines verstauchten linken Knöchels jedoch auch im dritten Spiel in Folge pausieren. Also schickt Doug Collins Nick Young, Jason Richardson, Evan Turner, Thaddeus Young und Kwame Brown zum Tipoff aufs Parkett.

4.: Starker Beginn der Mavs! Erst schnappt sich Shawn Marion den Steal und leitet so Dahntay Jones' Layup ein, dann trifft O.J. Mayo von draußen. Chris Kaman legt per softem Mid-Range-Jumper nach - 11:2 Dallas!

6.: Ganz bitter für Dallas! Fisher kommt beim Drive gegen Turner unglücklich auf, hält sich das rechte Knie und muss vom Feld geführt werden. Collison kommt rein.

11.: Die Sixers - eigentlich mehr als vorsichtig im Umgang mit dem Spalding (12,4 Turnover pro Spiel) - leisten sich ungewöhnlich viele Ballverluste. Turnover Nummer sechs schließt Mayo per Fast-Break-Dunk ab.

17.: Schöner Give-and-Go von Wright und Turner. Auf der anderen Seite dreht sich Kaman in Rekordgeschwindigkeit um Allen herum und marschiert im Anschluss an die Linie - 2/2. 39:38 Sixers!

21.: Marion erinnert sich an gute alte Zeiten und hämmert den Ball mit Gewalt durch den Ring. Beeindruckend? Nicht für Thaddeus Young. Nach Wayans' schönem Durchstecker hebt der Forward seinerseits spektakulär ab.

25.: Turner und Kaman liefern sich einen Shootout vom Feinsten. Turner (bislang 6/8) trifft den kurzen Jumper, doch Kaman antwortet umgehend. Gewohnt butterweich versenkt der Center den Sprungwurf aus der Mitteldistanz. 5/7. 59:56 Mavs!

31.: Es geht hin und her. Kwame Browns einfachen Leger beantwortet Marion mit einem feinen Tip-Pass auf Dahntay Jones. Browns Begeisterung hält sich allerdings in Grenzen - per Foul schickt der ehemalige Number-One-Pick Jones an die Linie. 2/2 - 67:64 Dallas!

36.: Wright steigt beim Break frech von Downtown hoch und belohnt sich selbst mit drei Punkten. Mayo nimmt's zur Kenntnis - passende Antwort inklusive. Gewohnt selbstbewusst drückt der Zweier ebenfalls aus der Distanz ab - 74:74!

40.: Brandan Wright wird plötzlich zum Offensivfaktor. Zwei Mal in Folge versenkt der Center einen Jumper von der Freiwurflinie. Dallas zieht auf sechs Punkte davon.

44.: Philly trifft momentan kaum etwas - Dallas dafür umso mehr. Kaman dreht sich stark um Hawes herum, verwandelt den Leger. Bei nächster Gelegenheit bedankt sich der Center artig für Mayos schönen Durchstecker. Plötzlich führen die Mavs mit 12 Punkten. Doch die Sixers antworten mit zwei schnellen Wright-Dreiern - 96:90 Mavs!

47.: Kaman und Mayo machen alles klar! Während der Swingman gleich zwei Mal energisch zum Korb zieht, versenkt Kaman den Bankshot von rechts. Da Phillie im Angriff kaum etwas gelingen will, führen die Mavs plötzlich mit elf.

Der Star des Spiels: O.J Mayo. Chris Kaman war stark, dominierte in der Zone, scorte überdurchschnittlich. Was Mayo allerdings, gerade im Schlussviertel, ablieferte, war eines Go-to-Guys mehr als würdig. Hatte sich der Swingman zu Beginn der Partie noch auf das Einsetzen seiner Mitspieler versteift (8 Assists), so nahm er das Team in der Crunchtime auf seine Schultern. Dreier. Driving Layups. Freiwürfe. Alles fiel. Mayo beschloss das Spiel mit starken 26 Punkten (8/12), 8 Assists und 3 Steals.

Der Flop des Spiels: Nick Young. 3/6 klingen im Grunde durchaus respektabel. Allerdings nahm Young früh unnötig wilde Würfe und fand so nie richtig seinen Rhythmus. Dazu lieferte er in allen anderen Kategorien rein gar nichts ab. Ob am Brett (0 Rebounds) oder beim Einsetzen seiner Mitspieler (0 Assists), Young hielt sich vornehm zurück.

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Die Analyse: Wie oft ist inzwischen über das Turnover-Problem der Mavs gesprochen worden? Mit 15,9 Ballverlusten zählt Dallas schließlich zu den spendabelsten Teams der Liga. Die Sixers, die den Spalding im Schnitt nur 12,4 Mal herschenken, sollten im Vorteil sein - so jedenfalls die Theorie. Denn die Mavs hatten beim Gegner offenbar ganz genau hingesehen. Gerade in der ersten Halbzeit lief Dallas' Offensive sicher wie selten.

Ob mit Derek Fisher, oder nach dessen Verletzung mit Darren Collison im Aufbau, die Mavs leisteten sich in den ersten beiden Vierteln lediglich 4 Turnover. Kaum einmal wurden im Angriff schlechte Entscheidungen getroffen. Dallas bewegte den Ball gut, spielte weniger Isolation, reduzierte schlechte Würfe auf ein Minimum und schoss unglaublich sicher aus dem Feld (54,2 Prozent). Speziell der Early Offense funktionierte extrem gut. Regelmäßig schlossen die Mavs in den ersten Sekunden eines Angriffs hochprozentig ab.

Dazu nutzte Chris Kaman seine Vorteile gegenüber Kwame Brown und Lavoy Allen schamlos aus. Im Post schob er seine Verteidiger kraftvoll durch die Gegend, aus der Mitteldistanz viel der Jumper mit gewohnter Sicherheit.

O.J Mayo hielt sich offensiv dagegen lang zurück, nahm zunächst wenige Würfe, bewies dafür aber immer wieder ein Auge für seine Mitspieler (8 Assits) - nur um Dallas in der Crunchtime die entscheidenden Impulse zu geben. Darren Collison interpretierte seine Rolle zudem ungewohnt unaufgeregt, leistete sich im gesamten Spiel lediglich 1 Turnover.

Dass Philadelphia dennoch bis in die finalen Minuten am Sieg schnuppern durfte, lag zum einen an Evan Turner, der lange beinahe alles zu treffen schien, ausgerechnet in der Schlussphase aber merklich abkühlte. Zum anderen hatte Dorell Wright insbesondere aus der Distanz einen ausgezeichneten Shooting-Abend erwischt (7/13).

Interessant: Trotz des Fehlens von Jrue Holiday leisteten sich die Sixers nur unwesentlich mehr Ballverluste (13) als im bisherigen Saisonverlauf (12,4). Meist übernahm Turner den Ballvortrag, verrichtete selbigen auch durchaus solide, gerade im Schlussabschnitt hätte Philadelphia allerdings die ordnende Hand seines etatmäßigen Playmakers gut gebrauchen können.

Der NBA-Spielplan 2012/13

Die NBA-Champions der letzten 25 Jahre
1990: Detroit Pistons (4-1 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Isiah Thomas
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1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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2010: L.A. Lakers (4-3 gegen Boston Celtics). Finals MVP: Kobe Bryant
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2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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Max Marbeiter

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