NBA: Dallas Mavericks - San Antonio Spurs 106:99

Ein Statement des Champions

Von Florian Regelmann
Sonntag, 18.03.2012 | 05:28 Uhr
Dirk Nowitzki führte die Mavs mit 27 Punkten zum Sieg gegen die Spurs
© Getty
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Die Dallas Mavericks (26-20) besiegen im heimischen American Airlines Center die San Antonio Spurs (29-14) mit 106:99 und setzen damit nach den schwierigen letzten Wochen ein kleines Ausrufezeichen. Topscorer im Duell mit dem Erzrivalen war einmal mehr Dirk Nowitzki.

Nowitzki sammelte trotz beinharter Defense der Spurs 27 Punkte (9/19 FG, 7/7 FT), 6 Rebounds und 4 Assists. Jason Terry steuerte 17 Punkte zum dritten Mavs-Erfolg in Serie bei, Rodrigue Beaubois kam auf 16 Zähler und 8 Rebounds.

Beste Werfer bei den Spurs, die am Freitag noch bei den Oklahoma City Thunder gewonnen hatten, waren Tim Duncan und Daniel Green mit jeweils 17 Punkten.

Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Es war eine Playoff-Schlacht. Wenn es gegen die Spurs geht, macht es jedes Mal Spaß. Es herrscht immer eine großartige Atmosphäre, beide Teams versuchen alles, um das Spiel zu gewinnen. Wie zu erwarten war, war es wieder ein sehr physisches Spiel. Wir haben als Team immer das richtige Play gemacht, immer den offenen Mitspieler gefunden, das war definitiv ganz wichtig."

Jason Terry (Dallas Mavericks): "Roddy hat uns in unserem gesamten Homestand einen Schub gegeben. Heute hat er Tony Parker mehr oder weniger kontrolliert. Er war verdammt gut."

Jason Kidd (Dallas Mavericks): "Wir wussten, wie wichtig dieses Spiel ist. Die Saison neigt sich dem Ende entgegen, wir müssen jetzt besseren Basketball spielen. Heute war das perfekte Beispiel dafür."

Gregg Popovich (Trainer San Antonio Spurs): "Dallas war das bessere Team. Wir waren defensiv von Beginn an einen Schritt zu langsam, das haben sie ausgenützt. Und Dirk macht eben viele Punkte, ganz egal, wer gegen ihn verteidigt. Er ist ein MVP und Hall of Famer."

Tony Parker (San Antonio Spurs): "Ich habe einfache Würfe nicht getroffen. Ich war ein bisschen müde nach einem großen Spiel mit Playoff-Intensität am Freitag. Jason Kidd hat gut getroffen, das haben wir nicht erwartet. Er hat stark gespielt."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Verletzungssorgen bei den Mavs: Brendan Haywood (Knie) fällt mindestens für die nächsten fünf Spiele aus, außerdem muss auch Shawn Marion (Knie) zum ersten Mal in dieser Saison passen. Delonte West (Fingerbruch) fehlt ebenso weiterhin. Ian Mahinmi ersetzt Haywood als Starting-Center, für Marion rückt Rodrigue Beaubois in die erste Fünf und bildet mit Jason Kidd den Backcourt. Vince Carter rückt auf die Drei.

Bei den Spurs feiert Stephen Jackson sein Debüt, nachdem er im Tausch für Richard Jefferson von den Warriors geholt wurde. Manu Ginobili, beim Sieg in OKC geschont, steht wieder zur Verfügung. San Antonio beginnt mit Parker, Green, Leonard, Duncan und Blair.

5.: Extrem schläfriger Start der Spurs. Das erste Play der Mavs ist gleich ein Alley-oop von Kidd auf Beaubois. Nowitzki dann noch mit einem schicken Dreipunktspiel nach einem Spin-Move plus Dunk gegen Blair. Dallas 10:4 vorne. Timeout Spurs.

9.: Jacksons erste Aktion ist ein leichtsinniger Turnover beim Einwurf - Terry nimmt die Einladung an und scort nach starkem Finish im Fastbreak. Popovich ist sauer. 23:12 Mavs.

19.: Starker Ball Fake von Neal, Carter fliegt ins Leere und der Backup-Guard der Spurs haut mit ablaufender Shot Clock den Dreier rein. San Antonio ist im Spiel. 15:8-Run im zweiten Viertel. Nur noch 36:34 Mavs.

24.: Nowitzki trägt mal wieder die Mavs. Dirk erzielt die letzten 12 Mavs-Punkte der ersten Halbzeit und steht schon bei 19 Zählern. Nowitzki 7/7 von der Linie. Die Freiwürfe sind der große Vorteil von Dallas. 12/15 bei den Mavs steht eine miserable Quote (4/11) der Spurs gegenüber. 46:44 Dallas.

30.: Nowitzki mit dem Shooter's Touch und ganz viel Glück. Sein Dreier springt vom Ring hoch und fällt tatsächlich rein. Dann netzt Kidd von Downtown - und Carter zeigt den schönen Drive zum Korb. Gute Phase der Mavs. 62:54 Dallas. Timeout Popovich.

36.: Dirk-Time! Nowitzki mit einem unmöglichen Wurf. Beaubois überlässt ihm mit wenigen Sekunden auf der Shot Clock den Ball, Nowitzki muss aus bescheidener Position abdrücken, Ginobili hängt an ihm dran, egal, nothing but net! Der starke Splitter antwortet mit Viertelende noch mal für die Spurs. Aber: Dallas ist auf 10 weg. 78:68.

41.: Die Spurs kommen mit einem 9:2-Run wieder heran, aber die Mavs schlagen sofort zurück. Erst Wright mit dem Slam-Dunk nach schönem Nowitzki-Pass, dann trifft Kidd seinen nächsten Dreier - und dann findet Kidd Nowitzki im Break an der Dreierlinie. Dirk liebt den Transition-Dreier und macht ihn! Dallas auf 13 weg. 90:77.

46.: Perfekt gespielt von den Mavs. Carter penetriert, gibt den Ball raus zu Terry - und Jet verwandelt den offenen Dreier. Auf der Gegenseite trifft Green einen schwierigen Dreier. 100:92 Mavs.

48.: Nowitzki auf Carter, drin, for three! Nowitzki auf Terry, drin, for three! Der Jet hebt ab im AAC - das war der endgültige Killer. 106:96 Mavs.

Der Star des Spiels: Jason Kidd. Neben Nowitzki der beste Mann auf dem Feld. Kidd lieferte 14 Punkte, 10 Assists und 5 Rebounds - es war sein erstes Double-Double der Saison (Nr. 486 der Karriere). Kidds Plus-Minus-Wert stand am Ende bei +20, außerdem traf er überragend von Downtown. 4 Dreier bei 5 Versuchen. Kidds Zahlen (5,5 Punkte, 5,3 Assists, 32,6 Prozent aus dem Feld, 31 Prozent Dreier) sind in dieser Saison die schlechtesten seiner gesamten Karriere, aber gegen die Spurs zeigte Kidd, was er auch mit 38 Jahren noch leisten kann. Dass sein Dreier zurückkommt, hatte sich in letzter Zeit schon angedeutet - wenn Kidd von außen heiß läuft, ist die Mavs-Offense sofort eine Klasse besser. Bei den Spurs auffallend stark: Tiago Splitter (15 Punkte in 19 Minuten, 7/11 FG).

Der Flop des Spiels: Tony Parker. 25, 32, 31, 31, 25. Das waren die Punkte von Parker in seinen letzten fünf Spielen. Dazu kam eine Trefferquote von fast 60 Prozent. Der Franzose war zuletzt absolut on fire und spielt insgesamt ohne Zweifel eine MVP-Saison. Aber: Obwohl am Ende ein Double-Double (13 Punkte, 11 Assists) im Boxscore steht, war es nicht Parkers Abend. Es ging mit zwei verworfenen Freiwürfen schon schlecht los und wurde lange nicht mehr wirklich besser. Parker hatte Probleme mit seinem Schuss (5/12) und war vor allem von der Linie schwach (3/7). Gemessen an seinen hohen Standards kein gutes Spiel. Auch Manu Ginobili (3/11) kann deutlich mehr.

Die Analyse: Die beiden Heimsiege gegen Washington und Charlotte waren Pflichtaufgaben, nicht mehr und nicht weniger. Die Katastrophen-Phase davor konnten die Mavs mit diesen Siegen nicht vergessen machen. Es war klar, dass eine ganz bedeutende Phase der Saison mit dem Spurs-Spiel beginnen würde. Denn: Die nächsten zehn Gegner der Mavs sind alles Playoff-Teams. Es ist also ein echter Härtetest.

Und Teil eins hat Dallas bravourös gemeistert. Es war einer der beeindruckendsten Siege der Saison. Obwohl neben Delonte West und Brendan Haywood auch noch kurzfristig Shawn Marion ausfiel, lieferten die Mavs von Anfang bis Ende eine starke und leidenschaftliche Vorstellung ab. Der erste Play Call mit dem Alley-oop von Jason Kidd auf Roddy Beaubois und dem Highlight-Slam gab nach 17 Sekunden schon die Richtung vor - Dallas lag danach im gesamten Spiel nicht einmal in Rückstand.

Ein Schlüssel zum Sieg: die Dreier. Die Spurs sind das beste Dreier-Team der NBA und stellten das auch in Dallas unter Beweis. 11/24, 45,8 Prozent. Entscheidend: Die Mavs waren kein Deut schlechter und trafen ebenfalls 11 Dreier (11/24). Dazu kam eine krasse Überlegenheit in puncto Freiwürfe (21/25 zu 10/18 bei San Antonio) und in puncto Rebounding (48:35).

Dallas benötigte angesichts der Ausfälle jeden Mann - und jeder Mann, den Rick Carlisle brachte, war produktiv. Dirk Nowitzki trug das Team über weite Strecken, Jason Kidd sah so einige Jahre jünger aus und war der beste Spielmacher auf dem Feld, Roddy Beaubois setzte seinen Aufwärtstrend weiter fort und wird immer mehr zu einem kompletten Guard mit dem richtigen Mix aus Tempo und Kontrolle.

Dazu kam eine gute Bank mit einem Jason Terry, der vor allem in den letzten Minuten immer wieder wichtige Würfe traf. Einem Brandan Wright, der enorm viel Energie ins Spiel brachte und zusammen mit Ian Mahinmi als Center-Duo 15 Punkte und 17 Rebounds auflegte. Und auch einem Lamar Odom, der zwar weiterhin extreme Probleme mit seiner Offense hat (1/7, jetzt 6/30 in den letzten 5 Spielen), aber immerhin mal einen kritischen Steal oder Block hatte.

Während Dallas der beste Sieg seit langem sehr gut tut und Hoffnung macht, kann San Antonio die Niederlage gegen ausgeruhte Mavs nach den überragenden Leistungen der letzten Wochen recht locker verschmerzen. Wie wertvoll Stephen Jackson mit seiner Toughness, seiner Defense (gegen Nowitzki) und seinem Dreier in dieser Saison noch für die Spurs werden kann, war in Dallas schon in Ansätzen zu sehen.

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