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NBA: Russell Westbrook vs. Damian Lillard: Kampf der Alphatiere

Von SPOX
Damian Lillard und Russell Westbrook lieferten sich bisher packende Duelle.

Die Oklahoma City Thunder können nach dem Sieg in Spiel 3 ein wenig durchatmen. Dank eines starken Russell Westbrook verkürzen die Thunder gegen die Portland Trail Blazers in der Serie auf 1-2. Bei den Blazers kommt die Show von Damian Lillard diesmal zu früh.

Russell Westbrook ist niemand, der die große Bühne scheut. Im Gegenteil - Russ sucht die großen Duelle, sucht den Konflikt. Ein gutes Beispiel war sein Postup im dritten Viertel gegen Damian Lillard, der die Thunder in den ersten beiden Spielen beinahe im Alleingang versenkt hatte.

Im ersten Auswärtsspiel für Portland in dieser Serie war aber in der ersten Halbzeit wenig von Dame zu sehen. Dann war da aber besagtes Postup, was in einem Drive für Westbrook und endete und dieser anschließend laut und deutlich brüllte: "He's too small!" Es sollte die Initialzündung für einen echten Showdown in dieser heiß umkämpften, hitzigen Serie sein.

Damian Lillard mit 25 Punkten im dritten Viertel

OKC hatte gerade den Vorsprung zweistellig ausgebaut, nun begann aber die gefürchtete Dame Time schon ein wenig früher. In weniger als zehn Minuten schenkte Lillard OKC 23 Punkte ein, insgesamt waren es 25 im dritten Viertel. Zuletzt hatte Allen Iverson für die Sixers mindestens 25 Zähler in einem Viertel erzielt, der Playoff-Rekord liegt bei 29, gehalten von Warriors-Guard Sleepy Floyd, der 1987 die Showtime-Lakers schockte.

Auch wenn Lillard diesen Rekord nicht knackte, war es eine Augenweide, wie der Guard sein Team wieder in die Partie führte. Tiefe Dreier, Layups über Steven Adams - Lillard war einmal mehr nicht zu stoppen. Vor allem die Minuten mit den vier Bankspielern entpuppten sich mal wieder als extrem effektiv. Der Thunder-Vorsprung war jedenfalls fast wieder komplett dahin.

Doch Dame Time kam diesmal zu früh! Im Schlussabschnitt erzielte der Spielmacher nur noch 3 Punkte und vergab alle seine vier Versuche. Auch OKC bemerkte das und so tippte Dennis Schröder sarkastisch auf seine imaginäre Uhr, eigentlich das Markenzeichen von Lillard, wenn dieser die Dame Time einläutet, als Lillard einen Freiwurf vergab.

Russell Westbrook überragt für OKC

Stattdessen war es nun die Show des Russell Westbrook, der sein Team mit 14 Punkten im Schlussabschnitt endgültig auf die Siegerstraße brachte. Noch nach Spiel 2 hatte Westbrook seine eigene Leistung als "nicht akzeptabel" heruntergeputzt, diesmal war er voll da. Mit Wucht, aber auch Finesse, zog der MVP von 2017 immer wieder zum Korb und konnte dort auch endlich gut abschließen.

Ebenfalls wichtig: Westbrook traf gleich vier seiner sechs Dreier, was für ihn die beste Leistung von Downtown in der kompletten Saison war! Nach seinem vierten verwandelten Distanzwurf, der gleichzeitig der Dagger war, entluden sich dann alle Emotionen bei ihm. Es folgte ein Wortgefecht mit Lillard, welches auch fortgeführt wurde, als Lillard bereits ausgewechselt auf der Bank saß.

Das Duell ging diesmal an Westbrook, wenn auch recht knapp. Die 33 Punkte (11/22 FG) sowie 11 Asissts waren die bisher beste Vorstellung von Russ in der Postseason, der dadurch auch die schwache Vorstellung von Paul George (22, 3/16 FG) vergessen machen konnte. Dafür sprangen endlich Rollenspieler wie Jerami Grant (18, 4/5 Dreier) oder Dennis Schröder (17, 5/11 FG, 6 Assists) in die Bresche.

Russell Westbrook und Damian Lillard: Die Statistiken im Vergleich

SpielerMinutenPunkteFG%3P%ReboundsAssistsStealsTurnover
Westbrook37,523,740,731,38,010,70,35,0
Lillard37,430,346,042,94,05,32,74,0

OKC vs. Portland: Wer gewinnt zuerst auswärts?

Das konnte man von den Blazers nicht behaupten. Gerade die Flügelzange aus Moe Harkless (7, 6 Fouls) und Al-Farouq Aminu (9) konnte nur wenig beisteuern, sodass der gute Backcourt aus Lillard (32, 10/21 FG) und C.J. McCollum (21, 7/16 FG) diesmal nicht reichte.

Es ist also wieder enger in diesem Matchup geworden, man sagt nicht ohne Grund, dass eine Serie erst dann beginnt, wenn ein Team on the road gewinnt. Als Fan kann man nur hoffen, dass diese Serie über die volle Länge geht, das Duell zwischen Lillard und Westbrook bleibt faszinierend und dürfte in den kommenden Tagen mit steigender Antipathie nur noch besser werden.

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