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NBA-News: Liga leitet Untersuchung zum Kontakt zwischen Lakers und Simmons ein

Von Philipp Jakob
Ben Simmons und die Philadelphia 76ers gelten als Mit-Favoriten auf den Titel in der Eastern Conference.

Die NBA hat bekanntgegeben, dass es eine Untersuchung geben wird, ob beim Kontakt zwischen Ben Simmons und den Los Angeles Lakers gegen Liga-Regularien verstoßen wurde. Die Philadelphia 76ers haben derweil einem Treffen zwischen Simmons und Lakers-Präsident Magic Johnson einen Riegel vorgeschoben.

Vor dem Duell zwischen den Lakers und den Sixers in der Stadt der brüderlichen Liebe am vergangenen Sonntag hatte Johnson gegenüber Journalisten erzählt, dass Simmons die Lakers kontaktiert habe, um nach einem Treffen im kommenden Sommer zwischen ihm und Magic zu fragen.

Der Grund für diese Anfrage: Simmons möchte sich offenbar mit verschiedenen Größen der NBA treffen, um sein eigenes Spiel auf ein neues Level zu heben. "Wenn er wissen möchte, wie man die Position als großer Guard spielt, werde ich ihm helfen", erklärte Magic.

Die Sixers haben einem möglichen Treffen zwischen Simmons und dem Lakers-Präsidenten aber offenbar einen Riegel vorgeschoben. Wie General Manager Elton Brand beim Radiosender 97,5 The Fanatic erläuterte, habe er den Lakers in einem Gespräch abgesagt. "Rob Pelinka hat mich angerufen und gesagt, dass Ben nach der Saison mit Hall of Famern sprechen möchte, Magic stehe auf der Liste. Er hat um meine Autorisierung gebeten und ich habe nein gesagt."

Dadurch ließ Brand den Eindruck erwecken, dass die Lakers auf Simmons zugegangen sind, was allerdings nicht der Wahrheit entspricht. Ein Mitartbeiter aus der Sixers-Organisation hatte, laut Ramona Shelburne von ESPN auf Drängen von einem Bruder von Simmons, die Lakers zuerst kontaktiert, um dessen Anfrage weiterzuleiten. Erst dadurch kam das Telefonat überhaupt zustande. Nach Informationen von Shelburne habe sich Brand mittlerweile bei Magic Johnson für die Fehlaussagen entschuldigt.

NBA prüft den Kontakt zwischen Simmons und den Lakers

Gegenüber ESPN betonte Brand zudem: "Es gibt keine Probleme. Ich habe eine tolle Beziehung mit Ben und Rich (Paul, Simmons' Agent, Anm. d. Red.) und wir gehen davon aus, dass er für lange Zeit ein Sixer bleiben wird. Er interessiert sich dafür, sich mit den Größen des Sports zu unterhalten."

Zwar unterstütze das Front Office dieses Vorhaben, doch "unser gemeinsamer Fokus liegt auf einem Postseason-Push", so Brand. Demnach sei aktuell kein Treffen zwischen Simmons und den Lakers im Sommer geplant. Derweil hat NBA-Sprecher Mike Bass mitgeteilt, dass die Liga eine Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet hat.

"Das Liga-Büro prüft, ob es einen Kontakt zwischen Ben Simmons und den Los Angeles Lakers gab, der gegen NBA-Regularien verstößt", so Bass in einem Statement gegenüber ESPN. Auch die Lakers haben mittlerweile ein offizielles Statement abgegeben, in dem sie die Situation genauer erklären.

"Im vergangenen November haben die Sixers eine E-Mail an die Lakers geschickt und gefragt, ob Ben Simmons mit Magic Johnson über dessen Hall-of-Fame-Karriere sprechen könnte", heißt es dort. "Nach dieser Mail-Anfrage hat General Manager Rob Pelinka Sixers-GM Elton Brand kontaktiert und ihn informiert, dass Magic dies nur mit einer schriftlichen Bestätigung der Sixers machen könnte. Das war das Ende der Sache."

Wollen die Lakers Simmons nach L.A. locken?

Die Aussagen von Johnson sorgten für einigen Wirbel in der NBA, da den Lakers großes Interesse an Simmons nachgesagt wird. Der Sixers-Star ist gut mit LeBron James befreundet, die beiden teilen sich denselben Agenten.

Allerdings befindet sich Simmons erst im dritten Jahr seines Rookie-Vertrags und ist damit voraussichtlich noch mindestens bis 2021 an die Sixers gebunden. Nach der aktuellen Saison könnte er in Philly eine lukrative Vertragsverlängerung unterschreiben.

Johnson erklärte aber am Sonntag, dass er das Spiel des 22-Jähigen "liebe". Bereits 2017 mussten die Lakers eine 500.000-Dollar-Geldstrafe wegen Tampering zahlen. Im vergangenen Jahr musste Johnson eine 50.000-Dollar-Strafe für Kommentare über Bucks-Star Giannis Antetokounmpo zahlen.

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