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NBA Ergebnisse: Desolate Rockets gehen in Utah unter, Celtics siegen

Chris Paul und die Houston Rockets hatten gegen die Utah Jazz keine Chance.

Mit einer peinlichen Vorstellung sind die Houston Rockets gegen die Utah Jazz untergegangen, obwohl diese schon nach wenigen Minuten ihren Center verloren. Auch die Phoenix Suns kassierten eine heftige Niederlage in Portland. Die Boston Celtics mit Daniel Theis haben wiederum einen weiteren Sieg eingefahren.

Boston Celtics (14-10) - New York Knicks (8-18) 128:100 (BOXSCORE)

Die Celtics finden mittlerweile dann doch immer besser in die Spur. Über die vergangenen sechs Spiele produziert Boston sogar das beste Net-Rating der Liga, gegen die Knicks wurde nun der vierte Sieg in Folge geholt. Dabei war das Duell gegen die Knicks vor allem insofern interessant, da Brad Stevens bei seiner veränderten Starting Five blieb, obwohl mit Jaylen Brown eigentlich ein nomineller Starter zurückkehrte.

Brown hatte zuletzt aussetzen müssen und wurde durch Marcus Smart ersetzt. Nun war der Shooting Guard wieder gesund, kam aber trotzdem - ohne Minutenlimit - von der Bank. Und er ging damit gleich mal ziemlich gut um: In 25 Minuten von der Bank kam Brown auf starke 21 Punkte bei 7/10 aus dem Feld. Damit avancierte er zu einem wichtigen Teil eines ohnehin starken Celtics-Kollektivs.

Die Celtics hatten das Spiel fast die ganze Zeit über unter Kontrolle, bereits zur Pause führten sie mit 11 Punkten und in der zweiten Halbzeit schwoll die Führung immer weiter an. Die Knicks hatten ihnen letztlich nicht viel entgegenzusetzen, auch wenn sich Tim Hardaway Jr. (22 Punkte) wie gewohnt abmühte. Wenn doch mal kurzzeitig Zweifel entstanden, hatten die Celtics stets die richtige Antwort.

Dabei konnten sich neben Brown vor allem Kyrie Irving (22 Punkte) und Al Horford (19, dazu 12 Rebounds) auszeichnen, insgesamt landeten gleich sieben Celtics in Double Figures. Und dazu gehörte auch Daniel Theis: Der deutsche Big Man durfte in dieser Partie 17 Minuten ran und kam dabei auf 10 Punkte (4/7 FG) und 3 Rebounds.

Einen Wermutstropfen gab es dennoch, da Aron Baynes umknickte und die Partie nicht beenden konnte, wenngleich der Australier selbst danach anmerkte, es sei wohl nicht so schlimm. Und Stevens' Fazit fiel dennoch positiv aus: "Ich sehe nicht mehr die ganzen Probleme, die wir Anfang der Saison hatten", sagte der Celtics-Coach.

Portland Trail Blazers (14-11) - Phoenix Suns (4-21) 108:86 (BOXSCORE)

Mit drei Niederlagen in Folge waren die Blazers zuletzt ziemlich ins Wanken geraten. Da traf es sich bestens, dass mit den Suns das wohl schlechteste Team dieser Saison in Portland gastierte - und diesem "Ruf" dann auch gerecht wurde: Die Suns präsentierten sich insbesondere im ersten Viertel bemitleidenswert schwach. Ganze 9 Punkte erreichten die Gäste im ersten Viertel, während die Blazers 34 erzielten - die Partie war spätestens nach zwölf Minuten bereits entschieden. Nahezu die ganze Partie über war Portland mit 30 Punkten vorne.

Der beste Mann der Blazers war dabei mal wieder Damian Lillard, der in 28 Minuten Spielzeit entspannte 25 Punkte (8/14 FG) und 8 Assists erreichte, während sein Nebenmann C.J. McCollum in dieser Partie aussetzen musste. Ansonsten scorten kurioserweise nur zwei weitere Spieler der Gastgeber zweistellig, einer davon dafür aber richtig: Jake Layman (24 Punkte, 10/13 FG) lieferte wohl das beste Spiel seiner bisherigen Karriere.

Dabei war der Swingman genau wie Lillard im ersten Viertel nicht zu stoppen und versenkte seine ersten sechs Würfe allesamt. Auch Zach Collins lieferte Double Figures von der Bank (10 Punkte), Jusuf Nurkic wiederum kam auf 9 Punkte und 14 Rebounds.

Bei den Suns fehlte erneut Devin Booker, die Offense war also sogar noch harmloser als sonst. Nr.1-Pick Deandre Ayton wurde zudem erstmals in seiner Karriere von der Bank aus eingesetzt, da er nicht komplett auf der Höhe war. Für 11 Punkte und 8 Rebounds von der Bank reichte es dennoch. Topscorer bei den Suns waren indes Troy Daniels (15) und Josh Jackson (14), an der siebten Niederlage in Serie änderte keiner von ihnen etwas.

Utah Jazz (13-13) - Houston Rockets (11-13) 118:91 (BOXSCORE)

Es dauerte keine drei Minuten, bis sich diese Partie zwischen zwei bisher enttäuschenden Top-Teams der Western Conference entscheidend veränderte: 2:47 Minuten waren gespielt, als Defensive Player of the Year Rudy Gobert sein zweites Foul kassierte, sich lautstark darüber aufregte, einen Becher vom Kommentatorentisch wischte - und dafür von den Referees rausgeschmissen wurde. Die Fans in Salt Lake City waren davon verständlicherweise ähnlich begeistert wie Jazz-Coach Quin Snyder, Gobert wiederum grüßte schon wenige Minuten später via Instagram aus dem Kraftraum der Jazz, wo er sich das restliche Spiel ansah.

Spätestens im dritten Viertel konnte sich der Franzose endgültig entspannen. Auch ohne ihn machte Utah Kleinholz aus einem unheimlich schlechten Rockets-Team. James Harden und Chris Paul wurden das ganze Spiel über gut verteidigt und mussten für ihre Punkte extrem hart arbeiten. Und es gab kaum Unterstützung für die beiden Star-Guards. Insgesamt trafen die Rockets nur 8/36 ihrer Dreier und leisteten sich gleich 22 Ballverluste, wobei Harden (15 Punkte, 5/16 FG) allein 7 dieser Turnover fabrizierte.

Nach einem ordentlichen Zwischenspurt gegen Ende des zweiten Viertels ging Houston zumindest noch mit Chancen in die zweite Halbzeit (45:51), gleich zu Beginn des dritten Viertels kamen sie dann aber endgültig unter die Räder. Utah eröffnete mit einem 15:2-Run, bevor Mike D'Antoni endlich eine Auszeit nahm, es half aber nichts. Insgesamt ging der Durchgang mit 38:11 (!) an die Gastgeber.

Die Jazz konnten so letztendlich ihre Bilanz ausgleichen, auch ohne Gobert erinnerten sie wieder viel mehr an die starke letzte Saison und bestachen mit schönem Team-Basketball. Fünf Spieler punkteten zweistellig, wobei vor allem Goberts Backup Derrick Favors mit 24 Punkten und 10 Rebounds von der Bank richtig stark aufspielte. Auch Joe Ingles (18 Punkte) machte mal wieder ein starkes Spiel.

Das ließ sich bei den Rockets über niemanden so wirklich sagen. Neben Topscorer Harden und Michael Carter-Williams (13) kamen Paul und Clint Capela noch jeweils auf 12 Punkte, auch ihnen fehlte es aber an Durchschlagskraft. Isaiah Hartenstein war nicht im Kader, der deutsche Rookie weilt derzeit beim G-League Team in Rio Grande.

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