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NBA Playoffs: Aldridge! Ginobili! Spurs ringen die Warriors nieder und bleiben im Rennen

Montag, 23.04.2018 | 00:12 Uhr
LaMarcus Aldridge führte die Spurs zum Sieg.
© getty
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Die San Antonio Spurs haben sich noch längst nicht aufgegeben. In einem hart umkämpften Game 4 gegen die Golden State Warriors gewannen sie mit 103:90 (BOXSCORE) und dürfen somit zu einem fünften Spiel nach Oakland reisen. Wilde Plays von LaMarcus Aldridge und Manu Ginobili brachten die Entscheidung.

Die Spurs wurden wie schon in Spiel 3 von Assistant Coach Ettore Messina betreut, da Gregg Popovich nach dem Tod seiner Frau bei der Familie war.

Auf dem Court legte sein Team einen guten Start hin - hohe Intensität in der Defense, konsequente Plays am Brett in der Offense. Nach 10 Minuten hatten die Warriors 7 Ballverluste, die Spurs noch keinen. Da war es fast verwunderlich - zumal die Dreierquote der Spurs auch besser war als auf der anderen Seite -, dass der Vorsprung nach dem ersten Viertel nicht deutlicher war als 30:22.

Was den Spurs wehtat, waren zahlreiche Offensiv-Rebounds der Dubs, durch die sie die vielen Ballverluste ein wenig kompensierten. Einen offensiven Rhythmus gab es beim Titelverteidiger aber nach wie vor nicht, doch ihre Verteidigung wachte langsam auf und erreichte Stück für Stück das Niveau der vorangegangenen Spiele. Dann war Dejounte Murray allerdings temporär heiß und traf aus der Distanz - Coach Steve Kerr war stocksauer. Nach seiner Auszeit traf Klay Thompson seinen ersten Triple des Abends: 56:42 zur Halbzeit.

Aldridge und Ginobili sorgen für die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel waren die Warriors mit einem 5:0-Run zur Stelle. Die Spurs blieben 3 Minuten ohne Treffer, ehe Aldridge einen Dreier versenkte. Das Momentum gehörte allerdings den Dubs: Draymond Green ließ den Vorsprung mit einem Fastbreak-Leger einstellig werden. Ansonsten wurde der Spielfluss durch viele Fouls gestört. Das Tempo war entsprechend langsam, was den Spurs sicherlich besser gefiel. Aber: KD fing aus dem Halbfeld Feuer und traf mit dem Buzzer zum 71:77.

Ein starkes Defensiv-Play von Danny Green gegen Thompson holte die Fans zurück ins Spiel, die Spurs hielten ihren Vorsprung aufrecht. Dann jedoch übernahm Durant das Ruder und punktete mehrfach, sein Dreier brachte sein Team auf 86:88 heran. Kurze Zeit später Auftritt Aldridge: Bei ablaufender Wurfuhr traf er einen wilden Dreier aus der Drehung mit Brett. Eine Minute später legte Manu Ginobili nach, ebenfalls von Downtown - die Halle stand Kopf! Die Entscheidung brachte dann ein Fadeaway von LMA zum 98:90 - das brachten die Spurs souverän über die Zeit, zumal Manu noch tolle Vintage-Momente hatte.

Aldridge war mit 22 Punkten und 10 Rebounds Topscorer seiner Farben, Ginobili legte 16 Punkte auf. Kevin Durant gab auf der anderen Seite den offensiven Alleinunterhalter mit 34 Zählern und 13 Rebounds, Green kam auf 18 Rebounds nebst 8 Punkten.

Die wichtigsten Statistiken

San Antonio Spurs vs. Golden State Warriors 103:90, Serie 1:3 (BOXSCORE)

  • In der ersten Halbzeit gab es eigentlich nur eine positive Sache bei den Warriors: Sie arbeiteten unermüdlich am offensiven Brett. 16-mal griffen sie sich dort den Abpraller, bei den Spurs auf der anderen Seite waren es bloß 5 Stück. Das Blöde an der Sache: Daraus konnte der Champion überhaupt kein Kapital schlagen. Bei den Second Chance Points führten nämlich zum Pausentee trotzdem die Texaner (13:11).
  • Insgesamt dominierten die Warriors die Bretter mit 61:34 Rebounds. Dass man ein Spiel dennoch verliert, hat Seltenheitswert und ist auch auf die vielen Ballverluste Golden States zurückzuführen (16 gegenüber 8).
  • Die Defense der Spurs war besonders in der ersten Halbzeit bärenstark. Vor allem auf die zahlreichen Off-Ball-Screens für Thompson waren sie gut eingestellt, einfache Abschlüsse gab es für den gesunden Splash Brother nicht. Er stand nach 24 Minuten bei 2/9 aus dem Feld, am Ende steigerte er sich immerhin auf 4/16.
  • Im dritten Viertel kämpften sie die Warriors wieder heran - ohne, dass sie sich dafür in einen Rausch hätten spielen müssen. Stattdessen präsentierten sie ihre Stärken im Halbfeldspiel, welches aufgrund vieler Fouls (15) im besagten Durchgang im Fokus stand.
  • Es war von vornherein klar, dass die Spurs ihre Dreier treffen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Das war an diesem Abend auch der Fall: Eine Quote von 53,6 Prozent (15/28) ist überragend.

San Antonio Spurs vs. Golden State Warriors: Die Stimmen zum Spiel

LaMarcus Aldridge (Spurs): "Das war ein 'Do-or-Die-Spiel'. Ich finde, dass jeder von uns mit genau dieser Mentalität gespielt hat und so haben wir das Spielt für uns entschieden."

Steve Kerr (Warriors-Coach) über die Leistung von Ginobili: "Ich musste schmunzeln als er den Dreier aus der Ecke direkt vor unserer Bank gemacht hat. Das war einfach typisch Manu - 40 Jahre alt, macht 16 Punkte und den entscheidenen Dreier. Er ist eben Manu - das ist genau was er macht."

Der Star des Spiels

LaMarcus Aldridge. Ihm gelang sicherlich nicht alles, gerade seine Signature-Würfe wollten lange Zeit nicht reinfallen. Das war ihm aber egal: Er übernahm am Ende Verantwortung, traf (mit etwas Glück) einen wilden Dreier, der das Momentum entscheidend kippte. Auch der Dagger per Fadeaway gegen Green ging auf seine Kappe. Ebenfalls stark: Manu Ginobili!

Der Flop des Spiels

Klay Thompson. Er ließ sich von der starken und physischen Gangart des Gegners nerven und fand keinen Rhythmus. Er wollte dies ändern, indem er Würfe erzwang - vergebens.

Coaching Move des Spiels

Manu Ginobili den Ball überlassen!

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