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Defense! Kevin Durant und die Warriors stellen LeBron James und die Cavs kalt

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Die Revanche ist ausgeblieben! Die Golden State Warriors (27-7) haben das erste Finals-Rematch der Saison gegen die Cleveland Cavaliers (24-10) auch ohne Stephen Curry gewonnen. Beim 99:92 macht vor allem die Defense den Unterschied.

Beiden Teams fehlten in Stephen Curry und Isaiah Thomas die Point Guards, bei den Warriors stand aber immerhin Draymond Green wieder zur Verfügung und angesichts der Vorgeschichte stand für beide Teams natürlich auch so wieder viel auf dem Spiel. Das sah man dem Spiel auch vom Start weg an. Es ging hoch her und bereits in den ersten sieben Spielminuten kassierten Green und Kevin Durant in einer hitzigen Atmosphäre für Meckern technische Fouls.

Die Cavaliers erwischten insofern den leicht besseren Start, allerdings kassierten sie gleich drei ärgerliche Transition-Dreier von Klay Thompson und nahmen daher nur eine 4-Punkte-Führung mit ins zweite Viertel. Diese schmolz bei LeBron James' erster Pause dann umgehend, drei Minuten vor der Halbzeit brachte Durant die Gastgeber per Dreier erstmals in Führung. Die Warriors verteidigten nun stellenweise überragend und zwangen Cleveland immer wieder zu miesen Würfen. Mit 46:44 ging es in die Pause.

Danach ging es ähnlich weiter - die Warriors waren das bessere Team, aber absetzen konnten sie sich auch nicht wirklich, da die Offense lange nicht so flüssig lief wie gewohnt. Während James Probleme hatte, hielt Kevin Love die Cavaliers irgendwie immer in Schlagdistanz - Golden State führte daher mit nur 4 Punkten vor dem letzten Viertel. Dort verpassten die Dubs es dann aber auch zunächst wieder, den Sack zuzumachen.

Zwischenzeitlich waren die Dubs auf 9 weg, bei noch 1:50 Minuten auf der Uhr glich James die Partie aber erneut aus. Thompson traf einen Dreier, dann übersahen die Refs bei aufeinanderfolgenden Possessions Durant-Fouls gegen James. Den Cavs blieben nur absichtliche Fouls, Thompson gab sich an der Linie dann aber keine Blöße und brachte den Sieg nach Hause.

Für den Shooting Guard waren dies die Punkte 23 und 24, besser war bei den Dubs nur Durant, der auf 25 Punkte, 7 Rebounds und starke 5 Blocks kam. Green lieferte dazu mit 12 Punkten, 12 Rebounds und 11 Assists ein Triple-Double. Bei Cleveland war Love mit 31 Punkten und 18 Rebounds der produktivste Spieler, James kam auf 20 Punkte, 6 Rebounds und 6 Assists, aber auch 7 Turnover.

Golden State Warriors vs. Cleveland Cavaliers: Die Stimmen zum Spiel

LeBron James (Cavaliers, über Durant): "Er hat mit die meisten Blocks pro Spiel in der ganzen Liga. Heute hatte er wieder 5. Er ist einfach unfassbar gut darin, den Ring zu beschützen."

Steve Kerr (Warriors-Coach): "Es ist immer großartig, gegen die Cavs zu spielen. Dann gibt es so viel Energie in der Arena. In ein paar Monaten wird das Duell aber ein anderes sein, wenn Isaiah Thomas und Steph Curry zurück sind."

Golden State Warriors vs. Cleveland Cavaliers: Die wichtigsten Statistiken

  • Das erste Viertel seines Teams dürfte Dubs-Coach Steve Kerr wahnsinnig gemacht haben - so unkonzentriert und undiszipliniert agierten die Warriors in der Offense. 7 Ballverluste sind per se schon unentschuldbar, dazu schenkten Durant und Green den Cavs auch noch mit Gemecker Extra-Punkte in Form von Freiwürfen. Gerade Durant übertrieb es völlig und hätte eigentlich bereits im ersten Viertel sein zweites Technical kassieren können - vielleicht sogar müssen.
  • Gerettet wurden die Dubs in dieser Phase dadurch, dass die Cavs mal wieder Probleme mit der Transition-Defense hatten und bei Fastbreak-Chancen der Warriors einige Male den Überblick verloren - so stand Thompson mehrere Male komplett blank und bestrafte dies natürlich eiskalt. Insgesamt kamen die Warriors auf 33 Fastbreak-Punkte im Vergleich zu lediglich 9 von den Cavs. Auch LeBron fiel mehrfach negativ dadurch auf, dass er in Transition lediglich zurücktrabte, ohne ordentlich zu verteidigen.
  • Cleveland wiederum tat sich offensiv noch schwerer. Den Dreier trafen sie gut (8/19 zur Pause), insgesamt brachten sie es bis zum Pausentee aber nur auf 28,6 Prozent aus dem Feld - gerade am Ring machten Durant, Green und auch Bell ihnen das Leben schwer. Zudem kam James als Playmaker kaum zur Geltung und kam in der ersten Hälfte nur auf einen einzigen Assist.
  • Früher galten die Warriors als das Team, das nur vom Dreier abhängig ist. Aber in dieser Partie schafften die Cavs ein Kuriosum: Sie trafen 15 ihrer 36 Dreier - aber bloß 13 von 52 aus dem Zweipunkteland. So einseitig sieht man das dann auch selten.

Warriors vs. Cavs: Hier geht's zum BOXSCORE!

Golden State Warriors vs. Cleveland Cavaliers: Die Stimmen

Kevin Durant (Warriors): "Es war heute einfach so viel Freude in der Arena, weil Weihnachten ist. Davon haben wir uns anstecken lassen."

LeBron James (Cavs) über KD: "Er hatte heute fünf Blocks. Er hat nicht nur einen großartigen Job gemacht, indem er das individuelle Matchup angenommen hat, sondern er hat auch noch den Ring verteidigt."

Der Star des Spiels

Kevin Durant. Was war das für eine Defense, die Durant über weite Strecken zeigte! Zwar hatte er in den Schlussminuten zweimal ganz klar Glück und hätte eigentlich Fouls kassieren sollen, aber überwiegend beschützte er den Ring ziemlich überragend und kam daher ja auch auf stolze 5 Blocks. Mit KD, Green und Bell auf dem Court müssen sich die Dubs über Athletik, Länge und Rim-Protection keine Sorgen machen.

Der Flop des Spiels

Bei den Cavs entsprachen einige Spieler nicht den eigenen Standards, auch über LeBron ließe sich dies sagen, aber niemand enttäuschte so wie J.R. Smith - der Shooting Guard war in seinen 30:55 Minuten komplett unsichtbar. Ganze 2 Punkte (0/5 FG) brachte Smith zustande und verlor auch in der Defense teilweise seinen Gegenspieler aus den Augen.

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Coaching Move des Spiels

Bei den Warriors stand Zaza Pachulia nach seiner Verletzung zwar wieder zur Verfügung, Kerr beließ aber trotzdem Jordan Bell in der Starting Five - wohl auch deshalb, weil er sehen wollte, wie sich der Zweitrundenpick in diesem so wichtigen Duell schlagen würde. Die Erkenntnis: Ziemlich gut! Bell war defensiv voll auf der Höhe und switchte alles, vorne gefiel er mit ein paar feinen Pässen und brachte seine Athletik gut ein. Er könnte so bei einer möglichen Neuauflage in den Finals tatsächlich wichtige Minuten übernehmen. Zur Erinnerung: Die Warriors bekamen diesen Pick für ein wenig Geld aus Chicago.

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