Sonntag, 24.01.2016

NBA-Schlaglichter

Schröder stark bei Hawks-Blamage

Die Atlanta Hawks müssen sich einem der formschwächsten Teams der Liga geschlagen geben, weil Tyson Chandler sie im Reboundduell bloßstellt und Archie Goodwin einen grandiosen Gamewinner verwandelt. Während Teague schwächelt, macht Schröder ein starkes Spiel. Derweil zerstört DeMarcus Cousins Indiana mit einem Karriererekord von 48 Punkten.

Dennis Schröder (r.) war mit 19 Punkten noch einer der besten Hawks
© getty
Dennis Schröder (r.) war mit 19 Punkten noch einer der besten Hawks
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Charlotte Hornets (21-23) - New York Knicks (22-24) 97:84 (BOXSCORE)

Es war ein durchaus wichtiges Spiel für beide Teams im Playoffkampf der Eastern Conference, in den sowohl die Hornets wie auch die Knicks mit Außenseiterchancen verstrickt sind. Aus diesem Grund war er für die Hornets auch besonders bitter, dass sie auf gleich fünf wichtige Spieler verzichten mussten.

Neben den Langzeitverletzten Al Jefferson und Michael Kidd-Gilchrist fielen gegen die Knicks auch Nicolas Batum (Zeh), Cody Zeller (Schulter) und Jeremy Lamb aus. Also mussten die beiden übriggebliebenen Starter in die Bresche springen. Dabei war Jeremy Lin gegen sein altes Team gemeinsam mit Kemba Walker Topscorer. Das Backcourt-Duo legte jeweils 26 Punkte auf und hatte so entscheidenden Anteil am Sieg.

Bester Mann bei den Hornissen war aber P.J. Hairston, der mit 20 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double auflegte und mit gleich mehreren Three-Point-Plays sein Team mitriss. Dabei half Charlotte vor allen Dingen ein bärenstarkes drittes Viertel (32:13) sowie die insgesamt schwache Wurfquote der Knicks (37,7 Prozent) zum Sieg.

Sinnbildlich für das Fehlwurf-Fest der Knickerbockers war Derrick Williams. Der Bankspieler war zwar mit 19 Punkten Topscorer seines Teams, traf aber nur 5 seiner 16 Versuche aus dem Feld. Carmelo Anthony hielt sich mit 9 Punkten zurück, überholte aber während des Spiels Gary Payton bei den All-Time-Scorern und liegt dort nun auf Rang 30.

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New Orleans Pelicans (16-27) - Milwaukee Bucks (19-27) 116:99 (BOXSCORE)

Eigentlich hatte Ryan Anderson überlegt gegen die Bucks gar nicht erst aufzulaufen, schließlich hatte der Power Forward beim Warmup Krankheitssymptome gezeigt und sich schlapp gefühlt. Doch dann entschied er sich glücklicherweise doch zu spielen. Eine gute Entscheidung, denn Anderson führte seine Pelicans mit 23 Punkten (6/11 Dreier) als Topscorer zum Sieg gegen die Bucks.

Im Anschluss betonte der Matchwinner: "Gut gefühlt habe ich mich nicht während des Spiels. Wenn man aber so viele tolle offene Würfe kriegt, dann vergisst man, wie schlecht es einem geht." In der Tat glänzten die Pelicans gegen Milwaukee mit tollen Teambasketball. Der Spalding lief enorm gut durch die eigenen Reihen, am Ende hatte New Orleans 33 Assists gesammelt und 54,8 Prozent seiner Dreier versenkt.

Neben Anderson zeigte natürlich auch Anthony Davis mit 22 Punkten, 5 Assists und 4 Blocks wieder einmal ein starkes Spiel und hatte so entscheidenden Anteil am dritten Sieg in Folge, dem insgesamt fünften aus den letzten sechs Spielen, den die Pelicans in der zweiten Hälfte, die sie mit 64:48 für sich entschieden, klar machen konnten.

Milwaukee traf zwar mehr als 50 Prozent seiner Feldwürfe und punktete vor allem in Person von Khris Middleton (22 Punkte, 8/16 FG) und Greg Monroe (22 Punkte, 11 Rebounds) effektiv, leistete sich aber beinahe genauso viele Ballverluste (18) wie Assists (20).

Minnesota Timberwolves (14-31) - Memphis Grizzlies (25-20) 106:101 (BOXSCORE)

Überraschungserfolg für die Timberwolves! Im hohen Norden schnappte Minnesota dem Kontrahenten aus Memphis die vier Spiele andauernde Siegesserie weg. Dabei wurde es gegen die in den Schlussminuten zuletzt so starken Grizzlies noch äußerst eng für die Wolves.

Obwohl Minnesota nach einem überragenden zweiten Viertel (37:21) lange Zeit mit mehr als zehn Punkten in Front lag, kam Memphis am Ende tatsächlich wieder heran. Als Matt Barnes (13 Punkte, 3/6 Dreier) zwei Minuten vor Schluss den Distanzwurf zum 99:99-Ausgleich reinjagte, schien das Momentum in Minnesota zu kippen.

Doch die jungen Timberwolves blieben unerwartet cool. In den beiden finalen Minuten verteidigten sie bärenstark und fanden auf der Gegenseite den Weg an die Freiwurflinie, von wo sie dank Ricky Rubio (15 Punkte, 12 Assists, 11/13 FT) und Andrew Wiggins (19 Punkte, 7/10 FG) den Sieg eintüteten.

Rubio fasst das Erfolgsrezept nach dem Spiel treffend zusammen. "Wir haben heute nicht einfach nur gut gespielt, sondern auch klug. Das bedeutet auch, dass wir dazulernen", meinte der Spanier. Mit Mario Chalmers (19 Punkte, 6/8 FG) und Shabazz Muhammed (25 Punkte, 8/15 FG) kamen die Topscorer beider Teams von der Bank.

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Phoenix Suns (14-31) - Atlanta Hawks (26-19) 98:95 (BOXSCORE)

Vier Spiele dauert der Road-Trip der Hawks gegen die eher schwächeren Teams der Western Conference an, nun gab es im dritten Spiel schon die zweite Niederlage und das ausgerechnet gegen die zuletzt so kriselnden Suns. Die trafen auch gegen Atlanta nur 40 Prozent ihrer Feldwürfe, setzten sich aber dank eines Gamewinners von Archie Goodwin (24 Punkte, 7/17 FG) durch.

Der Shooting Guard beförderte 0,1 Sekunden vor dem Ende einen Dreier durch die Reuse und besiegelte eine Hawks-Pleite, die sich schon zuvor angedeutet hatte. Obwohl den Suns mit Markieff Morris und Jon Leuer zwei Big Men fehlten, hatte Phoenix die Mitte voll im Griff. Das lag vor allem an einem ehemaligen Maverick. Center Tyson Chandler sammelte nämlich nicht nur 13 Punkte, sondern auch 27 Rebounds (13 davon offensiv).

So ermöglichte Chandler seinen Kollegen immer wieder zweite Wurfchancen, welche diese irgendwann auch nutzten. So punktete letztlich die komplette Starting Five zweistellig. Ganz anders die Hawks, bei denen die Starter abgesehen von Kent Bazemore (21 Punkte, 7/16 FG) allesamt einen schweren Stand hatten. Vor allem Jeff Teague (9 Punkte, 4/13 FG, 5 Turnover) scheint einfach nicht aus seiner Formkrise zu finden.

Also hielten die Bankspieler Atlanta lange im Spiel und sorgten auch dafür, dass sich die Hawks Anfang des letzten Viertels wieder heransaugten. Neben Mike Scott (16 Punkte, 7/11 FG) wusste dabei vor allem ein Spieler zu überzeugen: Dennis Schröder. Der Deutsche glänzte mit 19 Punkten (6/10 FG), 5 Assists und 2 Steals. Die blamable Pleite in Phoenix konnte er aber nicht vermeiden.

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