Samstag, 09.01.2016

Minnesota im Aufwind

Flips Vermächtnis

Die Minnesota Timberwolves haben dank dem vor der Saison verstorbenen Macher Flip Saunders eine rosige Zukunft vor sich: Mit Karl-Anthony Towns und Andrew Wiggins stehen gleich zwei potenzielle Franchise Player im Kader. Nun geht es um die Feinjustierung - denn einige wichtige Fragen sind immer noch offen. Am Sonntag um 23 Uhr gibt es die Timberwolves im LIVESTREAM FOR FREE gegen die Dallas Mavericks.

Kevin Garnett (l.) dient als Mentor für Andrew Wiggins und Karl-Anthony Towns
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Kevin Garnett (l.) dient als Mentor für Andrew Wiggins und Karl-Anthony Towns
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Es ist momentan nicht das schönste Erlebnis, den Timberwolves beim Spielen zuzuschauen. Wo am Anfang der Saison noch leise Rufe nach Playoff-Ambitionen aufkommen wollten, als das junge Team mit 7 Siegen aus den ersten 14 Spielen startete, sind die Wolves mit bloß 5 Siegen aus den nächsten 22 Spielen wieder auf dem Boden der Realität gelandet. Als Tiefpunkt galt zuletzt eine Niederlage bei den desolaten 76ers.

Triftigen Grund zur Sorge gibt es dennoch nicht. Minnesota konnte schon mehrfach sein Potenzial andeuten und hielt in Spielen gegen San Antonio, Golden State oder die Clippers mehr als nur mit - sie machten diese Spiele richtiggehend interessant. Das Potenzial der jungen Truppe ist enorm, daran gibt es keinen Zweifel. Es fehlt an anderen Stellen, zum Beispiel an Konstanz, Eingespieltheit oder auch Spielverständnis. Verständlicherweise.

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"Haben wir Talent? Natürlich", sagte Interimscoach Sam Mitchell kürzlich. "Aber unsere Leistungsträger sind 20 Jahre alt. Sie können in keinen Klub gehen, dürfen kein Bier bestellen. Aber wir lassen sie vor 20.000 Leuten spielen und verlangen von ihnen, dass sie Erwachsene sind. So weit sind sie nur eben nicht immer."

Geduld ist das oberste Gebot in Minneapolis, und das ist auch vollkommen richtig so. Das Team befindet sich nach dem Abgang von Kevin Love noch immer im Rebuild und hat dafür beste Voraussetzungen. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen neu aufbauenden Teams haben sie das große Los, die Zukunft der Franchise, bereits gezogen. Sogar in doppelter Ausführung.

Canada's Finest

Andrew Wiggins kam schon vor der letzten Saison als Haupt-Gegenwert für Love nach Minnesota und wurde nahezu konkurrenzlos zum Rookie des Jahres gewählt - in dieser Saison hat der Kanadier einen weiteren Schritt nach vorn gemacht und gehört mit 20,4 Punkten pro Spiel zu den potenteren Scorern der Liga.

Dabei ist noch längst nicht alles Gold, was glänzt: Wiggins' Wurfauswahl ist häufig suboptimal, seine Dreierquote sogar deutlich zurückgefallen auf eiskalte 23,5 Prozent. Auch seine Defense entspricht zumeist nicht dem höchsten Standard, obwohl er perfekte Voraussetzungen dafür mitbringt, ein Flügel-Stopper zu sein.

Dennoch können die Wolves mit Wiggins bis dato zufrieden sein. Sein Potenzial ist grenzenlos, die Schwächen sind nicht fundamental und der Kanadier ein gewissenhafter Arbeiter, der jeden Schwachpunkt auslöschen will. Zudem sind gewisse Probleme auch System-bedingt, da Wiggins häufig isoliert wird - das gehört (bisher) einfach noch nicht zu seinen Stärken.

Von wegen Angsthase

Deutlich wichtiger: Die Prä-Draft-Bedenken, er scheue das Rampenlicht und habe Angst davor, Verantwortung zu übernehmen, sind mittlerweile längst ausgeräumt. Wiggins ist ein stiller Typ, an Selbstvertrauen mangelt es ihm jedoch nicht (mehr).

In der Crunchtime fordert er mittlerweile den Ball, selbst wenn es dann nicht immer so erfolgreich läuft wie gegen Sacramento, als er sein Team mit 6 Punkten in den letzten zwei Minuten zum Sieg führte. "Er ist viel selbstbewusster geworden und fühlt sich wohler in seiner Haut, er hat einen riesigen Schritt gemacht", honorierte beispielsweise Premium-Scorer Carmelo Anthony kürzlich.

Wiggins ist auf einem guten Weg, zumal er seit dieser Saison jemanden an seiner Seite hat, der in Sachen Offenheit sein genauer Gegenpol ist. Karl-Anthony Towns hat beispielsweise kein Problem mit dem Medien-Umgang, der Wiggins noch leicht zuwider ist. Der Big Man ist seinem Alter spielerisch, aber auch als Person meilenweit voraus.

Die Nummer-eins-Picks seit 1987
Der 1987er First Pick David Robinson begann erst 1989 bei den Spurs, verbrachte aber seine komplette Karriere dort und holte zwei Titel
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1988: Danny Manning (l.) riss sich in seiner ersten Saison direkt das Kreuzband und konnte sein unglaubliches Talent deshalb nie voll ausschöpfen
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Den Sacramento Kings brachte Pervis Ellison (1989) kein Glück. Dafür wurde er später bei den Washington Bullets zum Most Improved Player
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Derrick Coleman (1990) hatte das Potenzial, ein großer Power Forward zu werden. Verletzungen und mangelnde Einstellung waren im Weg
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Larry Johnson (1991) wurde bei den Hornets zur "Grandma" und mit den Knicks später NBA-Vizemeister
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In Orlando, L.A. und Miami wütete Shaqille O'Neal (1992) unter den Körben. Nach 4 Meisterschaften ist einer der besten Center aller Zeiten heute TV-Experte
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Chris Webber (1993) verlebte seine besten Jahre bei den Kings, der dritten Profistation nach Golden State und Washington
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Glenn Robinson (1994) brachte das Kunststück fertig, einen 65 Millionen Dollar schweren Zehnjahres-Rookie-Vertrag zu unterschreiben
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Joe Smith (1995) spielte in 16 Jahren für stolze 12 NBA-Franchises
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Allen Iverson war schnell, anders und nicht gerade beliebt bei den Offiziellen. Im Jahr 2001 wurde er trotzdem MVP
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Fürs Tanken belohnt, holte San Antonio mit Tim Duncan (1997) bis heute 4 Titel
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Michael Olowokandi (1998) sollte den Clippers Zonenpräsenz verleihen, wurde jedoch zum Flop
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Zwei Jahre verbrachte Elton Brand in Chicago, ehe ihn die Bulls für den damaligen Rookie Tyson Chandler zu den Clippers tradeten
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Bereits in seiner zweiten Saison stand Kenyon Martin mit seinen New Jersey Nets in den Finals, einen Titel gewann er aber nie
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Bereits in seiner zweiten Saison stand Kenyon Martin mit seinen New Jersey Nets in den Finals, einen Titel gewann er aber nie
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Kwame Brown war herausragend - im negativen Sinne. Er gilt als einer der schlechtesten First Picks aller Zeiten
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Yao Ming (2002) wurde als erster Nicht-Amerikaner an erster Stelle gezogen. Verletzungen beendeten die Karriere bereits 2011
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Noch ehe er ein NBA-Spiel absolviert hatte, war LeBron James "The Chosen One". Inzwischen der beste Spieler des Planeten
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Dwight Howard wurde von den Magic an Position eins gezogen. Nach einer Saison bei den Lakers ist er heute bei den Rockets
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Andrew Bogut (2005) zählt zur absoluten Center-Elite - wäre er nur nicht so häufig verletzt. Schlüsselspieler bei den Warriors
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Andrea "Il Mago" Bargnani lässt seit 2006 immer wieder seine Klasse aufblitzen, bringt aber kaum Konstanz in seine Leistungen
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Greg Oden hätte die Blazers in die Zukunft führen sollen, hatte aber riesiges Verletzungspech. Feierte kürzlich sein Comeback in Miami
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Derrick Rose wurde schon in seiner dritten Saison MVP, seitdem ist er jedoch von dramatischem Verletzungspech verfolgt
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Blake Griffin fliegt mit seinen Clippers durch die Hallen der Liga und ist schon jetzt Abo-All-Star
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John Wall soll die Washington Wizards als Franchise Point Guard in eine erfolgreiche Zukunft führen
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Nach LeBron James' Abgang soll Kyrie Irving der neue Franchise Player der Cavaliers sein
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Anthony Davis kam als Olympiasieger in die Liga. In Sachen Bekanntheit lief ihm seine unorthodoxe Augenbehaarung jedoch den Rang ab
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Als erster Kanadier wurde Anthony Bennett 2013 im Draft an Nummer eins gewählt. Sein Ziel: die Cleveland Cavaliers
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2014 waren wieder die Cleveland Cavaliers dran und wieder zogen sie mit Andrew Wiggins einen Kanadier an erster Stelle
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2015 ging Karl-Anthony Towns an 1 an die Minnesota Timberwolves und nahm die Liga im Sturm
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Jetzt schon auf All-Star-Niveau

Man muss vermutlich lange ausholen, um sich an einen ähnlich reifen Rookie wie KAT zu erinnern, zumal er nur ein Jahr am College war und erst im November 20 Jahre alt wurde. Der ständige Austausch mit Mentor Kevin Garnett hilft sicherlich, das Game wurde ihm aber scheinbar in die Wiege gelegt - so natürlich wirkt Towns auf dem Court.

Seine Statistiken pro 36 Minuten sind mit 19,9 Punkten, 11,7 Rebounds und 2,3 Blocks bereits auf All-Star-Niveau, seine Vielseitigkeit kaum zu überbieten. Towns hat Range bis an die Dreierlinie, bringt die nötige Cleverness und Kraft für den Kampf im Lowpost mit und gehört schon jetzt zu den besseren Ringbeschützern der Liga. Die ohnehin hohen Erwartungen hat der No.1-Pick bis dato noch übertroffen.

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Im Westen holte Towns bisher beide "Rookie des Monats"-Auszeichnungen, ebenso wie Kristaps Porzingis im Osten. Nichts gegen den Zinger, aber bei Towns' riesigen Vorteilen in Sachen Effizienz wäre es eine große Überraschung, wenn am Ende der Saison nicht er in die Fußstapfen seines Mitspielers Wiggins als Rookie des Jahres treten würde.

Dieses Tandem bietet den Wolves ein Fundament, um das sie der Großteil der Liga beneidet, um das man eine erfolgreiche Zukunft gestalten kann. Seit 2004 hat Minnesota nicht mehr an den Playoffs teilgenommen, länger wartet derzeit kein Team. Das wird sich ohne jeden Zweifel bald ändern; die Ambitionen sollten aber noch höher sein. Das Front Office hat jetzt die Aufgabe, um dieses Duo ein Team aufzubauen, das mittelfristig zum Contender reifen kann.

Wird Mitchell gehalten?

Davor ist noch einiges zu klären, allen voran die Position des Cheftrainers. Auch bei Mitchell gilt es, eine gewisse Geduld an den Tag zu legen, schließlich wurde er durch Flip Saunders' plötzlichen Tod am Hodgkin-Lymphom genauso überrumpelt wie jeder andere und rückte auf einmal ins erste Glied für einen Mann, mit dem ihn eine jahrelange professionelle Beziehung und Freundschaft verband.

Mitchell ist in der Organisation enorm beliebt, wie sämtliche NBA-Insider schwören, und auch bei den Spielern kommt seine knurrige, väterliche Art an. "Es ist eine Ehre, für ihn zu spielen", sagt Towns sogar. Garnett, der als Rookie von ihm "geschult" wurde, schwört ohnehin auf ihn. Es wäre eine große Überraschung, wenn die Wolves ihn in dieser Saison noch ersetzen würden.

Ob er auf lange Sicht der passende Mann für den Trainerposten ist, darf allerdings bezweifelt werden. Seine Spielphilosophie etwa ist alles andere als modern: Gegen die Sixers nahm Minnesota beispielsweise ganze 5 Dreier, kein Team wirft durchschnittlich seltener von draußen (15,2 3FGA). Gleichzeitig ballert auch niemand öfter aus der Mitteldistanz (16,8mal), bei 39,6-prozentiger Quote.

Lange Zweier gehören zu den schlechtesten Würfen im Basketball, wenn man nicht Nowitzki oder Aldridge mit Nachnamen heißt. Es wirft zudem niemand häufiger pro Spiel eng verteidigt (19,3mal). Und auch das Ball-Movement ist eher mäßig - die Wolves spielen pro Partie fast 70 Pässe weniger als Utah, New York und San Antonio.

Fragen über Fragen

Mitchell ist zweifellos eine Vaterfigur für die jungen Spieler, ein großer Taktiker ist er nicht - wenngleich man natürlich auch bedenken muss, dass er erst kurz vor Saisonstart zum Interim Head Coach befördert wurde. Auch deshalb ist es vollkommen logisch, dass die Wolves ihm noch Zeit lassen, wo einige andere Franchises vielleicht schon die Reißleine gezogen hätten.

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2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2001: L.A. Lakers (4-1 gegen Philadelphia 76ers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2001: L.A. Lakers (4-1 gegen Philadelphia 76ers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2002: L.A. Lakers (4-0 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2002: L.A. Lakers (4-0 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2003: San Antonio Spurs (4-2 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Tim Duncan
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2003: San Antonio Spurs (4-2 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Tim Duncan
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2005: San Antonio Spurs (4-3 gegen Detroit Pistons). Finals MVP: Tim Duncan
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2005: San Antonio Spurs (4-3 gegen Detroit Pistons). Finals MVP: Tim Duncan
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2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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2007: San Antonio Spurs (4-0 gegen Cleveland Cavaliers). Finals MVP: Tony Parker
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2007: San Antonio Spurs (4-0 gegen Cleveland Cavaliers). Finals MVP: Tony Parker
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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2010: L.A. Lakers (4-3 gegen Boston Celtics). Finals MVP: Kobe Bryant
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2010: L.A. Lakers (4-3 gegen Boston Celtics). Finals MVP: Kobe Bryant
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2011: Dallas Mavericks (4-2 gegen Miami Heat). Finals MVP: Dirk Nowitzki
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2011: Dallas Mavericks (4-2 gegen Miami Heat). Finals MVP: Dirk Nowitzki
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2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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2013: Miami Heat (4-3 gegen San Antonio Spurs). Finals MVP: LeBron James
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2013: Miami Heat (4-3 gegen San Antonio Spurs). Finals MVP: LeBron James
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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2015: Golden State Warriors (4-2 gegen Cleveland Cavaliers). Finals-MVP: Andre Igoudala
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2015: Golden State Warriors (4-2 gegen Cleveland Cavaliers). Finals-MVP: Andre Igoudala
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Zumal auch General Manager Milt Newton noch einiges zu klären hat, was die Kaderplanung angeht. Der Kader ist derzeit überfüllt, die Teile passen nur bedingt zusammen - von den Altersgruppen, aber auch von den Skill-Sets her. Und gerade bei den jüngsten Spielern weiß man bisher schlicht und einfach noch nicht, wie gut sie sind oder werden können.

Eine Auswahl der wichtigsten Fragen: Ist Wurfallergiker Ricky Rubio der Point Guard der Zukunft? Passen Nikola Pekovic und Kevin Martin noch ins Schema (Tendenz: nein)? Wer soll auf Sicht Towns' Frontcourt-Partner sein - Gorgui Dieng? Nemanja Bjelica? Vielleicht sogar Shabazz Muhammad? Oder muss noch jemand per Trade, im Draft oder als Free Agent geholt werden?

Der wohl interessanteste, weil talentierteste Youngster nach Towns und Wiggins ist Dunk-Champion LaVine, der bei Mitchell zumeist den Backup-Aufbau gibt - obwohl seine Stärken offenkundig im Scoring liegen. Der 20-Jährige ist schon jetzt eine sehr ordentliche Bank-Mikrowelle, obwohl ihm selbst das rudimentärste Spielverständnis abgeht. Wo liegt seine Grenze? Ein Sixth Man Deluxe wie Jason Terry in seinen besten Jahren - oder noch mehr?

Das Vermächtnis

Jedes Spiel im restlichen Saisonverlauf dient als Test für Spieler, Front Office und Coach. Die nächsten Wolves-Spiele finden gegen Cleveland, Dallas (So., ab 23 Uhr im LIVESTREAM FOR FREE), Houston und zweimal OKC statt. Gut möglich, dass sie keins davon gewinnen, aber wie gesagt: Das ist kein Beinbruch. Viel wichtiger ist es, Erkenntnisse zu sammeln.

Saunders hat seiner Franchise eine beneidenswerte Situation hinterlassen. Top-Coaches würden nur zu gern nach Minnesota ziehen, um dieses junge Team zu entwickeln - den kalten Winter in Minneapolis hin oder her. Ein Duo mit dem Potenzial von Wiggins und Towns gab es seit den gemeinsamen Tagen vom jungen Garnett und Stephon Marbury nicht mehr.

Nun gilt es, die damals gemachten Fehler bei dieser Chance zu vermeiden. Flips Vermächtnis ist real. Jetzt muss es nur noch geformt und weiterentwickelt werden.

Der Kader der Timberwolves im Überblick

Ole Frerks

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Ole Frerks(Redaktion)

Ole Frerks, Jahrgang 1990, ist seit 2013 bei SPOX.com. Nach dem Abitur im Jahre 2008 studierte er in Hamburg und sammelte verschiedene Arbeitserfahrungen in den Bereichen Journalismus und Online-Marketing. Bei SPOX.com Bestandteil der NBA-Redaktion, außerdem zuständig für Basketball, Tennis und Fußball.

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