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Man of Steel

Mittwoch, 10.06.2015 | 16:47 Uhr
Matthew Dellavedova macht MVP Steph Curry das Leben schwer
© getty
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Nach dem Ausgleich in Oakland haben die Cleveland Cavaliers in eigener Halle nachgelegt und sich in den Finals gegen die Golden State Warriors eine 2:1-Führung erkämpft. Vor allem LeBrons Überraschungs-Sidekick Matthew Dellavedova überzeugte wieder und überschritt dabei sogar seine körperlichen Grenzen. Der kleine Australier ist offenbar aus einem Material geschnitzt, aus dem Champions gemacht sind.

Stephen Curry verliert den Ball an der Dreierlinie. Timofey Mozgov und David Lee starten, beide kommen zeitgleich beim wegspringenden Spalding an. Doch bevor sich einer der beiden das Spielgerät schnappen kann, fliegt ein kleiner Körper ins Bild, wirft sich auf den Ball und lässt ihn auch dann nicht los, als sich drei Warriors auf ihn stürzen. Es ist Matthew Dellavedova. Wer auch sonst?

Zum x-ten Mal im Spiel sichert Dellavedova seinen Cavs dank unermüdlichem Einsatz eine weitere Possession. Und die Quicken Loans Arena feiert: "Delly! Delly! Delly!" Zu Recht.

"Bei jedem Loose Ball ist er der Erste auf dem Boden", sagte LeBron James nach dem Spiel: "Und er hat es heute wieder einmal bewiesen: Es ist unglaublich wichtig für unser Team. Er muss aus Stahl gemacht sein."

Die australische Art

Matthew Dellavedova, ein Mann aus Stahl - aus australischem Stahl wohlgemerkt. Der ist weder bekannt für seine exzellente Form noch für seine Reinheit. Und Dellavedova ist weder bekannt für seinen athletischen Körper noch für seinen perfekten Wurf.

Kaum jemand in anderen Teilen der Welt würde freiwillig australischen Stahl nutzen, wenn er eine bessere Alternative hat. Aber manchmal geht es eben nicht anders, so wie bei den Cavs nach der Verletzung von Kyrie Irving. Und Stahl ist immer noch Stahl.

Schon in den Conference Finals gegen die Atlanta Hawks musste Delly ran und sprang für Uncle Drew in die Bresche. Im zweiten Spiel der Finals bewies der Backup-Point-Guard, dass auch seine Nerven einen gewissen Stahl-Anteil haben müssen. Er traf in der Crunchtime die beiden wichtigsten Freiwürfe des Spiels und bescherte seinen Cavs so die entscheidende Führung.

Kein Wunder, dass bereits einige die Parallele zu J.J. Barea ziehen, dem Energizer des 2011er Championship Runs der Dallas Mavericks. Klein, flink, giftig - und immer mit vollem Einsatz dabei.

Ein Korberfolg des Willens

So auch in den letzten Minuten des dritten Spiels. Nachdem die Warriors einen 20-Punkte-Rückstand bis auf einen Zähler geschrumpft hatten, tankte sich Delly gegen Steph Curry durch, verlor den Ball beim Drive, holte ihn sich wieder und schloss dann noch mit Foul ab. Es war ein Korberfolg des Willens - denn seine Beine trugen ihn zu dieser Zeit schon nicht mehr freiwillig.

Anschließend signalisierte er seinen Teamkollegen, doch bitte mit dem Aufhelfen etwas zu warten. Er war fix und fertig. Um es mit den Worten von LeBron zu sagen: "Er gibt alles, was er hat und ackert, bis sein Tank leer ist. Und dann hat er immer noch einen kleinen Reservetank, den er anzapft, obwohl er eigentlich schon nicht mehr kann. Das ist für uns einfach riesig."

Die Grenze überschritten

Diese Energieleistung forderte ihren Tribut. Nach dem Spiel musste Dellavedova ins Krankenhaus eingeliefert werden, so stark waren seine Krämpfe nach dem Kraftakt. Er bekam Infusionen und blieb die Nacht über in der Cleveland Clinic. Er hatte seine körperliche Grenze überschritten. Aber wird ihn das davon abhalten, es wieder zu tun? Mitnichten.

Die Cavs wollen im Laufe des Abends ein Update zu Dellavedovas Status veröffentlichen. Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass der Australier in Spiel 4 auf dem Court stehen wird. Das ist so sicher wie das berühmte Amen in der Kirche.

Spiel 3, Analyse: Oops, he did it again!

Lobeshymnen von allen Seiten

Nicht nur LBJ war von der Leistungssteigerung seines überraschenden Sidekicks begeistert - alle anderen Cavaliers stimmten in den Lobgesang mit ein. Iman Shumpert formulierte es beispielsweise so: "Er kann sich nicht vorstellen, bei einem Play nicht 100 Prozent zu geben. Er bekommt Ellbogen ab, holt sich Schnittwunden im Gesicht und er hört dennoch nie auf zu kämpfen."

Dellavedovas Leistung beim ersten Finals-Heimsieg der Cavs-Geschichte lediglich auf seinen Einsatz zu reduzieren, würde dem kleinen Australier aber nicht gerecht. Er brachte nicht nur Energie und verteidigte wie ein Terrier, sondern nutzte geschickt auch die Lücken, die LeBron in die Warriors-Defense riss.

Mit seinem unorthodoxen Floater, der beinahe hässlicher ist als der Wurf von Shawn Marion, bestrafte er ein ums andere Mal den zu weit abgesunkenen Andrew Bogut. Zwei Dreier streute Delly ebenfalls ein und kam so auf ein neues Playoff Career High von 20 Punkten. Mit 5 Rebounds und 4 Assists rundete er die starke Partie ab.

Futter für die Kritiker

Bei allem Lob für den Australier bekamen in Spiel 3 aber auch seine Kritiker wieder etwas Futter. Im ersten Viertel rannte er in einen harten, aber bewegten Block von Draymond Green und revanchierte sich dafür mit einer absichtlichen Attacke gegen Greens Knie - das hätte durchaus böse enden können.

Zum Glück für den Warriors-Big-Man ist Dellavedova dann aber doch nicht wirklich aus Stahl, sondern aus Fleisch und Blut. Ein kleiner Kämpfer mit ganz viel Herz und großem Willen, der Golden State vor nicht für möglich gehaltene Probleme stellt. Und der in der Nacht zum Mittwoch das größte Spiel seiner Karriere gezeigt hat - bis jetzt.

Die Finals im Überblick

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