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Iggy Stop

Samstag, 06.06.2015 | 15:21 Uhr
Andre Iguodala spielt seine elfte Saison in der NBA
© getty
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Andre Iguodala lebt das Warriors-Motto "Strength in numbers" vor wie kein Zweiter. Der Sixth Man schaltete LeBron James in der entscheidenden Phase aus und avancierte zu Golden States Matchwinner. Er ist der heimliche Leader der Dubs - auch von der Bank.

Es war nicht leicht für ihn. Die ersten 758 Spieler seiner NBA-Karriere war Andre Iguodala ein unbestrittener Starter. Erst in Philadelphia, dann in Denver und auch bei den 63 Spielen für die Warriors in der Vorsaison stand Iggy immer zu Beginn auf dem Court.

Dann kam Rookie-Coach Steve Kerr. Der Nachfolger von Mark Jackson hatte die Idee, dem Leistungseinbruch von Harrison Barnes entgegenzuwirken, in dem er ihn wieder an die Seite von Stephen Curry und Klay Thompson stellte. Die Position, die er vor Iguodalas Wechsel in die Bay Area inne hatte.

"Alle werden von mir profitieren"

Iggy - immerhin All Star, Weltmeister und Olympiasieger - musste auf die Bank weichen. Sixth Man lautete fortan seine Jobbeschreibung. Eine Position, von der sich schon viele Stars in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlten. Sie verstanden sie als Rückstufung. Der erste Schritt runter auf der Karriereleiter.

Nicht so Iguodala. Er nahm die Rolle an, sah den Zweck seiner "Degradierung". Auch ohne ihn strotzt die Starting Five der Warriors vor guten Verteidigern. Seine häufig unterschätzten Spielmacherqualitäten kommen zudem in der Second Unit besser zum Tragen, als an der Seite des Ball-dominanten Currys.

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"Es spielt für mich keine Rolle, mit wem ich spiele. Ich glaube, dass ich jeden besser mache. Wenn ich Basketball spiele, lasst mich einfach mein Ding machen und alle werden davon profitieren. Ich bin so selbstbewusst, dass ich sage, dass es egal ist, mit wem ich da draußen bin. Wir werden gewinnen", gab sich der Small-Forward bereits vor Saisonbeginn äußerst selbstbewusst.

Das Experiment ging auf. Barnes fand zurück zu alter Stärke und Iggy etablierte sich als Leader der Second Unit und Edelverteidiger des Teams. Und so war es wenig verwunderlich, dass Kerr in Spiel 1 der Finals den 30-Jährigen auserkoren hatte, sich in der Crunch Time LeBron James zu widmen.

Der LeBron-Stopper

Zuvor switchte der Coach immer wieder. Mal spielte Barnes gegen den Superstar-Koloss, dann mussten Draymond Green und Klay Thompson ran. Als es in die entscheidende Phase ging, war es dann aber Iguodala, der James' Kreise eindämmte.

Seine Defense war "fantastisch. Ich denke, Andre hat es extrem gut gemacht", lobte Kerr nach der Partie. Und auch wenn es ob der 44 Punkte des Superstars komisch klingen mag, war er es, der dafür sorgte, dass die LeBron-Show zum Erliegen kam.

"Andre ist einer der cleversten Verteidiger, die ich je gesehen habe. Er versteht die Winkel, er weiß, wo alle auf dem Feld sind. Er hat LeBron dazu gebracht, einige schwierige Würfe zu nehmen." Das belegen auch die Statistiken. Bei James' 38 Würfen, wurde er 14 Mal von ihm verteidigt. Dem Superstar gelangen dabei nur 4 Treffer und die musste er sich hart erkämpfen. Oft per Turnaround-Fade-Aways oder eng verteidigten Floatern.

Für ihn es nichts Neues mehr. Er stand James in unzähligen Duellen gegenüber, spielte mit ihm zusammen im Nationalteam. "Ich weiß nicht, ob es aufregend ist. Ich bin jetzt seit elf Jahren in der Liga. Irgendwas ist immer aufregend. In meinen Jahren in Philly musste ich immer den besten Spieler verteidigen und dazu noch für die Offensive kreieren", erklärte Iguodala vor den Finals.

Der Andre aus Philly

Seine Aufgabe in der Offense ist mittlerweile geschrumpft, aber wenn er muss, kann er auch dort immer noch Impulse setzen. Und in Spiel 1 musste er. Die Starter kamen anfangs nicht ins Rollen und so war es eben Iguodala, der aus der Distanz und mit Drives zum Korb den Warriors-Motor ins Laufen bekam.

"Andre spielt schon die ganzen Playoffs ausgezeichnet. Die Leute merken es heute, weil er eben auch gepunktet hat, aber er macht so viele Dinge, die nicht auf dem Statistikzettel stehen. Seine Verteidigung am Ende gegen LeBron war außerordentlich. Aber er hat heute eben auch gescort, er war aggressiv. Er hatte ein paar Dunks und traf einige Dreier. Er sah aus wie der Andre aus Philly", scherzte Andrew Bogut.

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In einem jungen und unerfahrenen Team gibt er den Leader und der Rest folgt ihm. "Allein die Entscheidung von der Bank zu kommen, gab dem Team den Weg vor. Mit dieser Uneigennützigkeit hat er den Weg aufgezeigt für die Mannschaft. Er war in der Lage, seine Rolle zu akzeptieren und damit haben alle ihre Rolle akzeptiert und genauso funktioniert ein Team", erklärte Backup-Center Festus Ezeli. "Das würden nicht viele Leute machen, aber das zeigt auch, was diese Gruppe ausmacht."

"Strength in numbers" vorgelebt

Und Iguodala ist längst nicht der einzige, der sich umstellen musste. David Lee, bestbezahltester Spieler im Kader, kommt mittlerweile kaum mehr zum Zuge. Grund zum Murren? Mitnichten! "Ich liebe es hier. Wir werden mal schauen, wenn die Saison vorbei ist, aber das Wichtigste ist erst einmal, den Ring zu gewinnen und dann kann man sich über andere Sachen Gedanken machen", schiebt der Forward alle Zukunftsgedanken beiseite.

Die Liste lässt sich beliebig erweitern. Es ist die Tiefe, die die Warriors auszeichnet, die sie zu den klaren Favoriten der Finals macht. "Strength in numbers" lautet das Playoff-Motto. Keiner lebt es mehr vor als Andre Iguodala.

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